Apfelkuchen mit Haferflocken
Dieser Apfelkuchen mit Haferflocken ist die perfekte Mischung aus gesund und lecker. Er kommt ohne viel Zucker aus, steckt voller[…]
Mehr dazuDieser American Apple Pie ist viel mehr als nur Apfelkuchen, denn er steht für amerikanische Backkultur, Familientradition und echte Gemütlichkeit. Die Mischung aus buttrigem, knusprigem Pie-Teig und einer saftigen Apfelfüllung mit Zimt und einem Hauch Vanille ist für mich das Nonplusultra, sobald es draußen kälter wird. Wer Apple Pie einmal frisch gebacken serviert, versteht sofort, warum dieser Kuchen in den USA Kultstatus genießt und weshalb er auch bei uns längst mehr ist als nur ein Trend.
Der typische Apple Pie setzt sowohl auf einen doppelt gebackenen Mürbeteig, also Boden und Deckel, als auch auf eine Füllung aus dünn geschnittenen, säuerlichen Äpfeln, die beim Backen zwar weich, aber eben nicht matschig werden. Zimt, Vanille und ein Spritzer Zitronensaft sorgen für das unverwechselbare Aroma. Im Gegensatz zu deutschen Apfelkuchen wird der Pie fast immer komplett mit Teig abgedeckt, sodass er lauwarm mit Vanilleeis oder Sahne serviert werden kann. Auch den klassischen Mürbeteig wird man bei der amerikanischen Variante nicht finden. Stattdessen gibt es eine Pie Crust, die geschmacklich zwischen Mürbeteig und Blätterteig liegt.

Ein echter American Apple Pie lebt vom sogenannten Pie-Crust. Einem Teig, der nach dem Backen knusprig, zart und leicht blättrig ist. Anders als bei klassischem Mürbeteig werden Butterstückchen nur grob unter das Mehl gearbeitet und der Teig mit eiskaltem Wasser gebunden. Entscheidend ist, dass der Teig stets kühl bleibt und möglichst wenig geknetet wird, damit sich keine Glutenstränge bilden. Für einen besonders blättrigen Effekt lohnt es sich, den Teig nach dem Ausrollen noch einmal kurz zu kühlen. Wer mag, kann einen Teil der Butter durch Butterschmalz ersetzen, denn das intensiviert den Geschmack und sorgt für noch mehr Schichten im Teig.
Auch ohne spezielle Pie-Form musst du auf selbstgemachten Apple Pie nicht verzichten. Verwende einfach eine runde Springform, eine Auflaufform oder sogar eine gusseiserne Pfanne – Hauptsache, die Form ist ofenfest und hat einen ausreichend hohen Rand. Der Teig kann dabei genauso verarbeitet werden wie beim Original.
Damit der Apple Pie beim Backen nicht überläuft oder eine klebrige Lache im Ofen hinterlässt, gibt es ein paar einfache Tricks: Zum einen solltest du die Äpfel für die Füllung mit Zucker und Gewürzen einige Minuten ziehen lassen, sodass sie bereits Saft abgeben. Diesen Saft kannst du teilweise abgießen oder mit Speisestärke binden, bevor die Äpfel in den Pie kommen. Außerdem muss die obere Teigschicht mehrfach eingeschnitten oder als Gitter gelegt werden, damit Dampf entweichen kann. So verhindert man einen Überdruck, der die Füllung herausdrückt. Wer auf Nummer sicher gehen will, stellt den Pie während des Backens auf ein Backblech, um eventuelle Tropfen aufzufangen. So bleibt der Ofen sauber und der Pie perfekt in Form.
Dieser Apfelkuchen mit Haferflocken ist die perfekte Mischung aus gesund und lecker. Er kommt ohne viel Zucker aus, steckt voller[…]
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Apfelkuchen geht immer! Ich habe euch hier schon einige unterschiedliche Rezepte gezeigt. Dabei war unter anderem ein Apfelkuchen mit Mürbeteiggitter, eine Variante mit Haferflocken oder auch ein gedeckter Apfelkuchen dabei. Nach den vielen klassischen Rezepten geht es geschmacklich heute in die USA zum Apple Pie!
Der Apple Pie ist einer der beliebtesten Kuchen in den USA. Meist wird er noch lauwarm mit Eis und/oder Sahne serviert. Er besteht aus einer dünnen Teigschicht, die mit klein geschnittenen Äpfeln belegt wird. Darüber kommt oft zusätzlich ein Teiggitter oder eine zweite geschlossene Decke, die dem klassischen gedeckten Apfelkuchen ähnelt.
Trotzdem gibt es einen großen Unterschied zu dem uns hier so bekannten Apfelkuchen: es ist der Teig! Es handelt sich nämlich nicht um Rührteig oder Mürbeteig, sondern um einen „pie crust“ der in den USA häufig für Kuchen und Pasteten in den verschiedensten Formen genutzt wird.
Wenn ich einen Vergleich finden müsste, würde ich am ehesten einen zwischen der „pie crust“ und einem Blitzblätterteig ziehen. Denn in beide Teige kommen Mehl, kalte Butter, etwas Salz, ein klein wenig Zucker und eiskaltes Wasser.
Für die richtige Konsistenz ist vor allem wichtig, dass Butter und Wasser richtig kalt sind. Anschließend könnt ihr alle Zutaten ganz einfach zu einem Teig verkneten. Lasst ruhig ein paar Butterstückchen im Teig bestehen, dadurch wird er am Ende noch blättriger!
Der Teig für den Apple Pie war bei mir anfangs etwas klebrig. Ich habe ihn dann ruhen lassen und nochmal mit etwas Mehl durchgeknetet. Schon war die Konsistenz perfekt. Wundert euch also nicht, wenn ihr direkt nach dem Verkneten noch keine absolut glatte Teigkugel habt.
Der „pie crust“ sollte vor der Verarbeitung unbedingt mindestens 30 Minuten ruhen. Anschließend könnt ihr ihn in zwei gleich große Stücke Teilen. Das erste stellt ausgerollt den Boden dar, das zweite dann die Decke obendrauf.
Der Teig lässt sich wunderbar ausrollen. Ca. 0,5cm dick sollte der Boden sein. Nach dem Ausrollen habe ich mit der Teigplatte eine Tarteform ausgelegt. Solltet ihr keine haben, geht auch eine normale Springform, bei der der Rand nicht so hochgezogen wird.
Auf dem Boden habe ich klein geschnittene Äpfel verteilt, die vorher mit Zimt, Zucker, Zitronensaft und Speisestärke vermischt wurden. Sobald das erledigt ist, könnt ihr die zweite Portion Teig ausrollen und als Decke auf die Äpfel legen.
Als kleines Highlight habe ich aus der Teigdecke Blumen ausgestochen, die Einblick in die leckere Apfelfüllung darunter gewähren. Eine zusätzliche Deko bilden kleine Teig-Blümchen am Rand des Apple Pie entlang. Wer möchte, muss natürlich nichts ausstechen oder dekorieren. Nicht einmal die Teigdecke müsst ihr so auflegen. Aus dem ausgerollten Teig könnt ihr auch Streifen schneiden und als Gitter auf die Apfelfüllung legen.
Für eine schönere Farbe solltet ihr den Apple Pie mit einem verquirlten Ei bestreichen, bevor er in den Ofen kommt. Dort muss er bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 45 Minuten bleiben. Die Oberfläche sollte goldbraun und der Teig leicht blättrig sein.
Ich finde die „pie crust“ als Teig wirklich total spannend. Er ist leicht blättrig, aber nicht so stark wie richtiger Blätterteig. Wie Mürbeteig schmeckt er allerdings auch nicht. Es ist eine ganz eigene Teigsorte, die ich nun definitiv öfter für meine Kuchen nutzen werde!
Aus dem Teig könnt ihr wunderbar Elemente ausstechen und als Deko obendrauf verwenden.
Simone von Sheepy’s Bakery

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