Es ist Beerenzeit- Mein kleines Beeren-Lexikon!

von Simone Schäfer
Beeren

Die kleinen Früchtchen sind einfach genial!

Die Beerenzeit ist endlich wieder da! Ich freue mich jedes Jahr wieder darauf. Es gibt so viele unterschiedliche Beeren, die aber alle so lecker sind. Pur bieten sie alle Geschmacksvarianten von süß bis säuerlich und man kann sie außerdem für so viele Leckereien verwenden.

Hier in der Nähe gibt es eine tolle Anlage, auf der man die Beeren selbst sammeln kann. Dort gibt es die kleinen Früchte in allen Sorten und in wirklich großer Menge. Es macht mir persönlich sehr viel Spaß die Beeren selbst zu sammeln und die ein oder andere wandert dann schon vom Strauch auch direkt in den Mund  Auch meine Tochter liebt Beeren so sehr.

Da sie in unserer Küche und heimischen Backstube eine große Rolle spielen, habe ich in diesem Beitrag einmal zusammengetragen, wann man die verschiedenen Beeren am Besten ernten kann und wofür sie gut geeignet sind.

Die Erdbeere- der Start in die Beerensaison

Mit den ersten reifen Erdbeeren beginnt für mich immer die Beerenzeit. Die kleinen roten Früchte haben ihre Saison von Mai bis Juli. Es gibt in vielen Regionen reine Erdbeerfelder, der Besuch lohnt sich allemal! Die Beeren schmecken so süß und mild und sind daher für so viele Leckereien verwendbar.

Ich persönlich finde, man schmeckt vor allem bei Erdbeeren sofort, ob sie direkt vom Feld oder aus dem Garten stammen. Sie sind dann wahnsinnig geschmackvoll und süß. Wenn ich die Erdbeeren im Supermarkt kaufe, ist es schon öfter passiert, dass sie sehr geschmacksneutral oder sauer waren. Also meine Empfehlung: holt euch die Beeren auf dem Markt, sammelt sie selbst oder kauft sie im Supermarkt wirklich nur von Mai bis Juni, wenn auch dort die heimischen Erdbeeren verkauft werden.

Was kann man am besten mit den leckeren Früchten machen? Ich glaube, bei Erdbeeren sind einem da fast keine Grenzen gesetzt. Ich bevorzuge eindeutig frische Marmelade daraus zu machen, mit etwas Limettensaft und Vanille. Außerdem kommt mir eine Biskuitrolle mit Sahne und Erdbeeren in den Sinn oder eine Mascarpone-Tarte bei der die Erdbeeren in der Creme püriert mit eingearbeitet sind.

Die Himbeere

Als nächstes steht die Himbeere im Focus. Die roten Beeren sind wahre Vitaminbomben. Sie sind voll von Vitamin C, A und den B-Vitaminen und zusätzlich haben sie noch einen hohen Eisengehalt. Sie sind also super gesund und lecker noch dazu! Am besten zu ernten sind sie zwischen Juni und Juli, wobei es auch Sorten gibt, die erst im August und später reif sind.

Also am besten auch hier wieder auf Regionalität achten, das zahlt sich definitiv beim Geschmack aus! Es gibt auch hier unzählige Rezeptideen, die mir bei Himbeeren in den Sinn kommen. Ich habe hier auf meiner Seite beispielsweise Rezepte für eine Torte mit Himbeeren oder auch für eine Macaron-Füllung aus Himbeeren. Sie eignen sich auch wunderbar als ganze Frucht in Muffins oder als Einlage in Torten. Dadurch bekommt man eine extra fruchtige und süße Komponente mit hinein.

Die Johannisbeere- in vielen Varianten erhältlich!

Die Johannisbeere kommt gleich mit drei verschiedenen Varianten um die Ecke. Zum einen gibt es die rote Johannisbeere, die wohl am weitesten verbreitet ist. Die kleinen roten Früchte haben einiges an Nährstoffen zu bieten. Darunter sind Vitamin C, Eisen, Kalium und Ballaststoffe.

Auch die weiße Johannisbeere kann damit punkten. Die weißen Johannisbeeren sind dabei allerdings weniger leicht zu bekommen, was sehr schade ist! Denn sie schmecken milder als die rote Schwester und sind somit weniger säuerlich und auch optisch ein Highlight.

Zuletzt gibt es noch die schwarze Variante. Die schwarzen Johannisbeeren sind eine wahre Vitamin C-Bombe, viel mehr noch als rote oder weiße. Auch hier ist es sehr schade, dass sie im herkömmlichen Supermarkt so gut wie gar nicht vertreten sind. Man kann sie allerdings gut im eigenen Garten anbauen und hat so jeden Sommer aufs Neue eine Freude damit.

Rote und weiße Johannisbeeren gibt es in ihrer vollen Pracht und Reife zwischen Juni und August, die schwarze Johannisbeere ab Juli. Da Johannisbeeren durchaus auch etwas sauer sind, sind sie pur manchmal nicht jedermanns Geschmack.

Wer das Säuerliche allerdings mag, hat mit der Johannisbeere das perfekte Obst gefunden! Eben durch diese Säure eignen sie sich, wie ich finde, geschmacklich perfekt zum backen. Man kann so perfekt mit der Süße und Säure spielen und erzielt so ein wahres Geschmackserlebnis.

Probiert dafür am besten einmal meinen Johannisbeer-Mandel-Kuchen! Auch ein Hefekuchen mit Johannisbeeren und Streusel ist eine wunderbare Sache und Johannisbeeren in Kombination mit einer Baiserhaube sind auch ein geschmackliches Highlight.

Ich habe die Erfahrung gemacht, für Johannisbeeren am besten einen Mürbe- oder Hefeteig zu verwenden. Die Teige an sich sind kompakt und weichen durch die saftigen Früchte nicht so auf. Bei einem Rührkuchen ist es mir schon einmal passiert, dass der ganze Kuchen total matschig war, da sich die schwereren Beeren auf den Boden abgesenkt haben. Mit dem Mürbeteig hat alles wunderbar geklappt!

Schwarze Johannisbeeren findet man vor allem im Supermarkt zu Saft verarbeitet, was im Sommer schön erfrischend schmeckt. Auch Marmelade kann man damit sehr gut zubereiten. Im Kuchen habe ich sie noch nicht verwendet, dafür wären sie mir dann doch etwas zu sauer  Ihr seht, mit Johannisbeeren kann man so viel machen, eine tolle und gesunde kleine Frucht!

Die Stachelbeere

Die Stachelbeere ist bei mir eine wahre Kindheitserinnerung. Meine Oma hat bis heute einen riesigen Stachelbeerstrauch im Garten und dort gibt es immer Unmengen der säuerlichen Früchte. Sie sind auch reich an Vitaminen und Mineralstoffen, allerdings nicht so zucker- und kalorienarm wie die anderen Beeren-Kollegen.

Ich finde, sie haben einen sehr besonderen Geschmack. Die Schale ist knackig, dann kommt das weiche innere, welches säuerlich schmeckt. Ein tolles Geschmackserlebnis! Ich habe sie dieses Jahr mit Johannisbeeren kombiniert und daraus eine Marmelade gemacht. Purer Fruchtgeschmack im Glas!

Man kann Stachelbeeren aber auch ganz wunderbar alleine verwenden und damit backen. Dafür eignet sich auch sehr gut ein Mürbeteig mit Stachelbeeren und Streuseln obenauf. Auch Muffins habe ich dieses Jahr schon probiert, dafür habe ich einen ganz einfachen Rührteig gemacht, drei Stachelbeeren in die Förmchen dazu gegeben und fertig war das kleine Gebäck! Auch ein Kompott daraus zu kochen und als beispielsweise als Beilage zu Pfannkuchen zu reichen, wäre eine tolle Variante. Man muss allerdings schnell sein- die Stachelbeeren gibt es nur von Juli bis August.

Die Brombeere

Ich liebe Brombeeren einfach so sehr! Schon alleine die Farbe finde ich so wahnsinnig ansprechend. Und der Geschmack erst. Wenn die Beeren schön reif sind, sind sie richtig süß und geschmackvoll. Sind sie allerdings noch nicht so reif, sind sie sehr säuerlich, das muss man mögen.

Brombeeren kann man relativ spät ernten, von August bis Oktober. Brombeeren enthalten unter anderem sehr viel Vitamin A und C und haben nur wenig Kalorien und Zucker. Ich habe dieses Jahr selbst so viele Brombeeren gepflückt und von Strauch genascht, das war ein Paradies für mich. Natürlich habe ich damit auch gleich etwas gebacken: eine Brombeer-Joghurt-Torte. Habt ihr vielleicht Lust auf das Rezept? Dann lasst es mich wissen! 

Ich finde die Kombination mit Joghurt so erfrischend. Und noch dazu geben pürierte Brombeeren eine ganz tolle Farbe ab. Auch Marmelade kann man aus den dunklen Beeren sehr gut kochen. Oder wie wäre es mit etwas Erfrischendem, wie selbstgemachtem Wassereis aus Brombeeren?

Beeren sind so wandelbar und jede an sich ist auf ihre Art und Weise lecker und besonders! 

Simone von Sheepy’s Bakery
 
 

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