Magdalenas
Magdalenas gehören in Spanien einfach dazu. Man bekommt sie zum Frühstück, zum Kaffee oder unterwegs aus der Bäckerei. Diese kleinen[…]
Mehr dazuArtikel enthält Werbung/ Bei Ensaimada denke ich sofort an Mallorca: morgens beim Bäcker, ein Kaffee dazu und diese weiche, süße Hefeschnecke mit ganz viel Puderzucker obendrauf. Genau dieses Gefühl wollte ich zu Hause nachbacken. Traditionell wird Ensaimada mit Schweineschmalz gemacht. Ich habe dafür Butaris Butterschmalz verwendet und war richtig happy mit dem Ergebnis. Der Teig wird hauchdünn ausgerollt, mit geschmolzenem Butaris bestrichen und zu einer großen Schnecke gelegt. So entstehen beim Backen feine Schichten, ein zarter Buttergeschmack und diese fluffige Struktur, die Ensaimada so besonders macht.

Für den Teig kommen Mehl, Zucker, Eier, lauwarme Milch, Hefe und Salz in die Schüssel. Das Butterschmalz bleibt erst einmal außen vor, denn es wird später zum Bestreichen gebraucht.
Knete den Teig 10 bis 15 Minuten. Ja, das ist länger als bei vielen einfachen Hefeteigen. Aber genau hier entsteht die Elastizität, die du später beim dünnen Ausrollen brauchst. Der Teig soll weich, glatt und dehnbar sein.
Nach dem Kneten darf er 1,5 bis 2 Stunden gehen. Er sollte sichtbar aufgegangen sein und sich entspannter anfühlen. Ich würde diesen Schritt nicht abkürzen. Ensaimada braucht Zeit, um am Ende perfekt zu werden.
Traditionell wird Ensaimada mit Schweineschmalz zubereitet. Genau dieses Fett sorgt dafür, dass der hauchdünn ausgerollte Teig beim Aufrollen feine Schichten bildet und nach dem Backen weich und zart wird. Für meine Version habe ich das Schweineschmalz durch Butaris Butterschmalz ersetzt. Das funktioniert richtig gut, weil Butterschmalz geschmolzen sehr leicht zu verstreichen ist und sich schön zwischen die dünnen Teiglagen legt. Beim Backen schmilzt es weiter, trennt die Schichten voneinander und sorgt dafür, dass die Ensaimada ihre typische, feine Struktur bekommt.
Dazu kommt der Geschmack: Butaris bringt eine feine Butternote mit, die super zu süßem Hefeteig passt. Die Ensaimada schmeckt dadurch aromatisch, weich und buttrig, ohne dass Schweineschmalz verwendet wird. Gerade bei diesem schlichten Teig macht das viel aus, weil der Charakter vor allem durch die dünnen Teiglagen, die lange Gare und das Butterschmalz entsteht.
Nach der ersten Gare teilst du den Teig in 8 Stücke. Jedes Stück wird sehr dünn ausgerollt. Wirklich dünn. Fast transparent. Das ist der Punkt, an dem man am liebsten früher aufhören würde. Bitte nicht. Je dünner der Teig, desto schöner werden später die Schichten. Wenn der Teig sich zusammenzieht, lass ihn kurz liegen und mach dann weiter. Manchmal braucht er einfach ein paar Minuten, um sich zu entspannen. Danach wird jedes Teigstück großzügig mit geschmolzenem Butaris bestrichen. Hier bitte nicht geizig werden. Das Fett ist nicht nur Geschmacksträger, sondern sorgt für die besonderen Schichten in diesem Rezept.
Jedes dünn ausgerollte und bestrichene Teigstück wird straff aufgerollt. Danach legst du die Rollen zu einer großen lockeren Schnecke zusammen. Wichtig ist der Abstand zwischen den Windungen. Die Ensaimada geht später noch stark auf. Wenn du sie zu eng legst, drückt sich alles zusammen und die Form verliert etwas von ihrer Leichtigkeit. Ich mag die große Schnecke besonders, weil sie auf dem Tisch richtig Eindruck macht. Man kann sie später in Stücke schneiden oder einfach rustikal auseinanderziehen. Das passt wunderbar zu diesem Gebäck. Natürlich kannst du aus jedem Teigstück kleine Ensaimadas backen, die nach dem Backen zum perfekten kleinen Gebäck werden.
Am besten schmeckt Ensaimada frisch, wenn sie weich, luftig und noch leicht duftend ist. Dazu passt Kaffee, Cappuccino, heiße Schokolade oder ein Glas Milch. Ich finde sie besonders schön zum Sonntagsfrühstück oder zum Nachmittagskaffee. Sie ist süß, aber nicht mächtig. Kein schwerer Kuchen, sondern ein fluffiges Hefegebäck mit Puderzucker und feinem Butteraroma. Wenn du Gäste hast, stell die große Schnecke einfach komplett auf den Tisch. Das sieht viel schöner aus als kleine, perfekte Stücke. Ensaimada darf ruhig ein bisschen rustikal sein. Mein Tipp: am besten ganz frisch genießen, so schmeckt sie am allerbesten!
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