Haselnusscreme selbst machen
Haselnusscreme selbst machen lohnt sich wirklich. Der Geschmack ist viel nussiger, schokoladiger und intensiver als bei vielen gekauften Aufstrichen. Vor[…]
Mehr dazuErdnussbutter selber machen ist viel einfacher, als viele denken. Du brauchst im Grunde nur Erdnüsse, einen guten Mixer und ein paar Minuten Geduld. Mehr passiert da nicht. Und genau das finde ich daran so gut. Ich mache Erdnussbutter gerne selbst, weil ich dann entscheiden kann, wie sie schmecken soll: pur und leicht salzig, etwas süßer mit Honig oder besonders cremig mit einem kleinen Schuss Öl. Auf Brot, im Porridge, zu Banane oder zum Backen ist selbstgemachte Erdnussbutter bei mir ständig im Einsatz.

Die Erdnüsse kommen zuerst auf ein Backblech und werden bei 180 °C geröstet, bis sie goldbraun sind und richtig gut duften. Genau dieser Duft ist für mich immer der Moment, in dem ich weiß: Das wird gleich gut. Pass nur gegen Ende etwas auf, denn Nüsse können schnell zu dunkel werden.
Nach dem Rösten lässt du die Erdnüsse kurz abkühlen. Sie dürfen aber ruhig noch warm in den Mixer, denn so lassen sie sich leichter cremig mixen. Am Anfang sieht alles nach Erdnussmehl aus. Dann wird es krümelig, danach pastig und irgendwann entsteht eine richtige Creme.
Das dauert ein paar Minuten. Zwischendurch stoppst du den Mixer und schiebst die Masse vom Rand wieder nach unten. Nicht zu früh aufgeben. Genau an dieser Stelle denken viele, es klappt nicht. Doch nach etwas Geduld tritt das Öl aus den Erdnüssen aus und die Masse wird immer cremiger.
Zum Schluss schmeckst du die Erdnussbutter mit Salz ab. Wenn du möchtest, gibst du Honig oder Zucker dazu. Ist sie dir noch zu fest, mixt du etwas neutrales Öl unter. Danach kommt alles in ein sauberes Glas und darf abkühlen.
Rohe oder nur mild geröstete Erdnüsse schmecken deutlich weniger aromatisch. Erst durch das Rösten bekommen sie dieses intensive Nussaroma, das eine gute Erdnussbutter ausmacht. Ich würde diesen Schritt nicht streichen. Er dauert nicht lange und bringt geschmacklich richtig viel. Die Erdnussbutter schmeckt danach voller und viel besser als eine schnell zusammengemixte Variante ohne Ofen. Wenn du bereits geröstete Erdnüsse verwendest, kannst du sie trotzdem noch ein paar Minuten im Ofen auffrischen. Das macht sie wieder aromatischer und erleichtert das Mixen.
Für cremige Erdnussbutter mixt du die Erdnüsse so lange, bis eine glatte Masse entsteht. Je stärker dein Mixer ist, desto feiner wird die Konsistenz. Ein kleiner Schuss Öl hilft, wenn du sie besonders streichfähig möchtest. Crunchy Erdnussbutter ist genauso einfach. Dafür nimmst du vor dem langen Mixen eine kleine Portion der gerösteten Erdnüsse heraus, hackst sie grob und rührst sie am Ende wieder unter. So bekommst du diese kleinen Stückchen, die auf Brot oder im Porridge richtig gut sind. Ich mag beides, aber für Toast und Banane nehme ich meistens crunchy. Zum Backen oder für Saucen ist cremige Erdnussbutter praktischer.
Auf Brot ist natürlich der Klassiker. Noch besser finde ich sie mit Banane, etwas Honig oder Marmelade im „Peanutbutter & Jelly- Style“. Auch im Porridge ist Erdnussbutter stark, weil sie alles cremiger macht und direkt mehr Geschmack reinbringt.
Beim Backen kannst du sie für Cookies, Brownies, Müsliriegel oder Energy Balls verwenden. Für herzhafte Gerichte passt sie in Erdnuss-Saucen, Bowls, Dressings oder asiatisch angehauchte Nudelgerichte. Mein persönlicher Favorit bleibt aber ganz simpel: ein Löffel Erdnussbutter auf warmem Toast. Wenn sie leicht anschmilzt, braucht es nicht viel mehr.
In ein sauberes Glas gefüllt hält sich selbstgemachte Erdnussbutter etwa 2 bis 3 Wochen. Ich bewahre sie gerne kühl und dunkel auf. Im Kühlschrank wird sie fester, bei Raumtemperatur bleibt sie streichfähiger.
Wenn sich oben etwas Öl absetzt, ist das ganz normal. Einfach einmal gut umrühren. Das passiert besonders bei selbstgemachter Erdnussbutter, weil keine Zusatzstoffe drin sind, die alles dauerhaft verbinden. Wichtig ist nur, immer mit einem sauberen Löffel ins Glas zu gehen. Dann bleibt sie länger frisch.
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