Linseneintopf schnell und einfach gemacht
Linseneintopf gehört für mich im Herbst und im Winter dazu. Je stärker die Temperaturen sinken, desto höher wird die Lust[…]
Mehr dazuDieser Gemüse Eintopf mit Kartoffeln gehört für mich zu den Gerichten, die schon beim Kochen richtig Lust auf eine warme Mahlzeit machen. Kartoffeln, Karotten, Lauch, Sellerie und weiße Bohnen köcheln in einer würzigen Brühe, bis alles schön weich ist und der ganze Topf herrlich duftet. Besonders gerne mache ich den Eintopf an kühlen Tagen oder wenn im Gemüsefach noch verschiedene Reste warten. Durch die Bohnen macht er angenehm satt, und eine pürierte Kelle Gemüse sorgt ganz ohne Mehlschwitze für die sämige Konsistenz. Ein Spritzer Zitrone am Ende bringt Frische hinein und macht geschmacklich erstaunlich viel aus.

Erhitze das Olivenöl in einem großen Topf und dünste die gewürfelte Zwiebel darin glasig. Anschließend gibst du den Knoblauch und das Tomatenmark dazu. Röste beides kurz mit, bis das Tomatenmark etwas dunkler wird und aromatisch duftet. Kartoffeln, Karotten, Sellerie und Lauch kommen als Nächstes in den Topf. Lass das Gemüse ein paar Minuten mitdünsten. Dadurch schmeckt der Eintopf später kräftiger, als wenn alle Zutaten direkt in der Brühe landen.
Jetzt streust du das Paprikapulver darüber, gibst das Lorbeerblatt dazu und gießt alles mit Gemüsebrühe auf. Der Eintopf darf ungefähr 20 Minuten sanft köcheln. Danach kommen die abgespülten weißen Bohnen hinein. Weitere 10 Minuten reichen meistens, bis das Gemüse gar ist und die Kartoffeln weich sind.
Eine Kelle Gemüse mit etwas Brühe aus dem Topf nehmen, fein pürieren und anschließend wieder unterrühren. Genau dadurch wird der Gemüseeintopf schön sämig, ohne dass du Sahne, Mehl oder eine große Menge Frischkäse brauchst. Ich mag diese Methode besonders, weil im Eintopf weiterhin sichtbare Gemüsestücke bleiben. Er wird cremiger, schmeckt aber nicht wie eine pürierte Gemüsesuppe. Vor dem Pürieren solltest du kurz prüfen, ob das Lorbeerblatt noch im Topf liegt. Das gehört nicht in den Mixer und wird vor dem Servieren herausgenommen.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind für diesen Eintopf mein Favorit. Sie bleiben beim Kochen größtenteils in Form, geben aber genug Stärke ab, damit die Brühe etwas gebunden wird. Festkochende Sorten funktionieren ebenfalls gut und sind ideal, wenn du klare Kartoffelstücke im Eintopf möchtest. Mit mehligkochenden Kartoffeln wird das Ergebnis deutlich weicher und dicker, weil sie stärker zerfallen. Schneide die Kartoffeln möglichst gleichmäßig. Zu große Stücke sind innen noch fest, während Karotten und Sellerie längst gar sind. Mundgerechte Würfel sind hier genau richtig.
Weiße Bohnen machen aus einer einfachen Gemüsesuppe eine vollwertige Mahlzeit. Sie sind mild, cremig und passen gut zu Kartoffeln, Lauch und Tomatenmark. Da Bohnen aus der Dose bereits gegart sind, kommen sie erst gegen Ende dazu. So werden sie heiß und nehmen Geschmack auf, ohne beim langen Köcheln vollständig zu zerfallen. Wenn ich den Eintopf als Hauptgericht serviere, lasse ich die Bohnen nie weg. Sie sorgen dafür, dass eine Schale wirklich satt macht und man nicht eine Stunde später wieder am Kühlschrank steht.
Der Eintopf ist ideal für Gemüse, das gerade da ist. Kürbis, Kohlrabi, grüne Bohnen, Erbsen oder Wirsing passen ebenfalls gut. Dabei solltest du nur die Garzeiten beachten und weiches Gemüse später zugeben. Für eine kräftigere Variante kannst du geräuchertes Paprikapulver oder etwas Chili ergänzen. Auch ein Löffel Pesto kurz vor dem Servieren bringt eine spannende Kräuternote hinein. Frischkäse oder Schmand rühre ich erst ganz am Ende unter. Der Eintopf wird dadurch weicher und cremiger, behält durch die Zitrone aber seine schöne Frische.
Eigentlich braucht dieser Eintopf keine große Beilage. Ein Stück frisches Bauernbrot, Baguette oder Sauerteigbrot passt für mich aber immer dazu, weil man damit die letzten Reste aus der Schüssel aufnehmen kann. Auch geröstetes Brot mit etwas Knoblauch oder Kräuterbutter schmeckt richtig gut. Wenn der Eintopf für Gäste gedacht ist, stelle ich gerne Brot, Petersilie, Schmand und etwas Chili auf den Tisch. So kann jeder seine Portion selbst ergänzen.
Linseneintopf gehört für mich im Herbst und im Winter dazu. Je stärker die Temperaturen sinken, desto höher wird die Lust[…]
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