Marmor Kastenkuchen
Ein Marmor Kastenkuchen gehört für mich zu den Rezepten, die einfach immer und überall passen. Er ist unkompliziert, gelingt ohne[…]
Mehr dazuGold- und Silberkuchen ist einer dieser klassischen Kuchen, die man sofort mit Sonntagskaffee verbindet. Er wirkt besonders, ist aber eigentlich ein ganz unkomplizierter Rührkuchen. Das Schöne daran: Man bekommt mit einem einzigen Kuchen gleich zwei Geschmacksrichtungen: einen hellen, vanilligen Teig („Gold“) und einen nussigen, lockeren Teig aus Eiweiß und Haselnüssen („Silber“). Ich mag an diesem Kuchen besonders, dass er einfach zu machen, saftig, fein und nicht übertrieben süß ist. Einfach ein Kuchen, der immer passt.
Gold- und Silberkuchen ist ein Rezept, das seit Jahrzehnten in vielen Familien gebacken wird. Der Name kommt dabei nicht von Deko oder Glasur, sondern wirklich von den zwei Teigen: Der Eigelb-Teig wirkt goldgelb und fein, der Eiweiß-Teig eher hell und nussig und ist daher „Silber“. Ich finde, genau das macht ihn so besonders. Er ist ein Kuchen, der ohne viel Schnickschnack auskommt, aber trotzdem nach mehr aussieht als ein normaler Marmorkuchen. Und er ist ideal, wenn man einen Kuchen möchte, der sowohl Kindern als auch Erwachsenen schmeckt.

Das Muster ist beim Gold- und Silberkuchen der wichtigste optische Punkt. Damit es klappt, sollten beide Teige am Ende ungefähr gleich dickflüssig sein. Wenn einer deutlich flüssiger ist, vermischt sich alles beim Einfüllen und du verlierst den schönen Effekt. Ich schichte die Teige abwechselnd in die Form (z.B. Gold, Silber, Gold, Silber) und gehe dabei eher langsam vor. Dann nehme ich eine Gabel oder einen Holzstab und ziehe ein paar Mal locker spiralförmig durch den Teig. Aber wirklich nur ein paar Züge, nicht wild umrühren. Die verschiedenen Farben der Teige sind auf jeden Fall gut zu sehen, aber dennoch nicht so deutlich wie beim klassischen Marmorkuchen. Daher ist es umso wichtiger, die verschiedenen Schichten nicht zu stark zu vermischen.
Mein Tipp: Die Form nach dem Befüllen nur leicht auf die Arbeitsfläche klopfen. Zu starkes Rütteln sorgt oft dafür, dass die Schichten verschwimmen.
Gold- und Silberkuchen wird klassisch oft als Gugelhupf gebacken und das hat auch einen praktischen Grund. Denn in einer Gugelhupfform wird der Kuchen gleichmäßiger durchgebacken, weil die Hitze durch das Loch in der Mitte besser verteilt wird.
Ich finde auch eine Kranzform sehr passend, weil sie das Muster beim Anschneiden schön zeigt. Eine Kastenform funktioniert ebenfalls, aber da muss man etwas genauer auf die Backzeit achten, weil der Kuchen in der Mitte sonst schnell noch zu weich sein kann.
Gold- und Silberkuchen ist ein klassischer Rührkuchen und bei Rührkuchen ist die richtige Backzeit entscheidend, damit er saftig bleibt. Zu kurz gebacken ist er innen klitschig, zu lang gebacken wird er trocken. Ich mache am Ende immer die Stäbchenprobe, aber nicht ganz am Rand, sondern in der dicksten Stelle. Ein paar feuchte Krümel am Stäbchen sind okay. Es sollte nur kein flüssiger Teig mehr dran sein.
Nach dem Backen lasse ich den Kuchen kurz in der Form stehen und stürze ihn dann auf ein Gitter. Wenn man ihn zu früh aus der Form holt, kann er brechen und wenn man ihn zu lange drin lässt, wird er schnell schwitzig. Ich lasse ihn anschließend bei Zimmertemperatur auskühlen und bestreue ihn kurz vor dem Servieren mit Puderzucker.
Einer der großen Vorteile von Gold- und Silberkuchen ist, dass er richtig gut frisch bleibt. Durch die Kombination aus Rührteig und Haselnüssen trocknet er nicht so schnell aus wie viele andere trockene Kuchen. Ich bewahre ihn am liebsten bei Zimmertemperatur auf, gut verpackt (z.B. in einer Kuchenbox oder unter einer Haube). So bleibt er in der Regel mehrere Tage saftig.
Wenn du ihn vorbereiten willst, ist das also ein perfekter Kuchen. Und einfrieren klappt auch gut. Am besten in Stücke schneiden und luftdicht einfrieren, dann kannst du ihn portionsweise auftauen.
Ein Marmor Kastenkuchen gehört für mich zu den Rezepten, die einfach immer und überall passen. Er ist unkompliziert, gelingt ohne[…]
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