Kräuterbaguette einfach selber machen
Mit diesem einfachen Rezept kannst du Kräuterbaguette einfach und schnell selber machen. Ich zeige dir hier im Rezept, wie du[…]
Mehr dazuGrillbrot ist für mich die beste Beilage, wenn der Grill sowieso schon läuft. Außen leicht knusprig, innen weich, mit Olivenöl bepinselt und je nach Lust mit Salz, Rosmarin, Knoblauch oder Kräutern bestreut. Ich mag es besonders, weil es direkt auf dem Grill seinen eigenen Charakter bekommt. Jeder Fladen hat seine eigene Form und ist perfekt, um ihn in Dips zu tunken, zu Salat zu essen oder einfach pur zu genießen.

Für den Teig kommen Mehl, Hefe, lauwarmes Wasser, Olivenöl, Salz und Honig oder Zucker in eine Schüssel. Dann wird alles zu einem weichen, glatten Teig geknetet. 8 bis 10 Minuten reichen meistens. Der Teig darf weich sein. Wenn er minimal klebt, ist das kein Problem. Zu viel zusätzliches Mehl macht die Grillbrote später fester und trockener. Lieber mit leicht geölten Händen arbeiten, statt den Teig tot zu bemehlen. Nach dem Kneten deckst du die Schüssel ab und lässt den Teig etwa 1 Stunde gehen. Er sollte deutlich luftiger werden. Nicht jede Küche ist gleich warm, also schau auf den Teig, nicht nur auf die Uhr.
Nach der Gehzeit teilst du den Teig in 6 bis 8 Stücke. Die müssen nicht perfekt rund sein. Ganz im Gegenteil: Rustikale Fladen sehen auf dem Grill besser aus und bekommen oft die schöneren knusprigen Stellen. Drücke die Stücke einfach etwas flach. Nicht zu dünn, sonst werden sie schnell trocken. Nicht zu dick, sonst sind sie außen dunkel, bevor sie innen durch sind. Ich mag Grillbrot am liebsten unperfekt. Kleine Ecken, unterschiedliche Formen, ein bisschen Mehl auf der Oberfläche.
Kurz vor dem Grillen bestreichst du die Fladen mit Olivenöl. Das gibt Geschmack, schützt die Oberfläche und hilft beim Bräunen. Jetzt kannst du sie nach Lust belegen oder bestreuen. Grobes Salz ist immer gut. Rosmarin passt super zu Olivenöl. Knoblauch macht die Brote kräftiger und Kräuter bringen Frische. Ich habe mich für eine Knoblauch-Variante entschieden. Du presst dafür einfach 1-2 Knoblauchzehen in das Olivenöl und bestreichst die Brote vor dem Backen damit. Wir lieben dieses feine Knoblauch-Aroma sehr!
Grillbrot braucht mittlere bis hohe indirekte Hitze. Direkt über der stärksten Flamme wird es außen schnell schwarz und bleibt innen roh. Genau das ist der Klassiker, den man vermeiden muss. Lege die Fladen also nicht direkt in die größte Hitzezone. Mit geschlossenem Deckel backen sie gleichmäßiger, fast wie in einem kleinen Ofen. Pro Seite brauchen sie etwa 3 bis 5 Minuten. Wende sie, wenn sie schöne Grillspuren haben und sich leicht lösen lassen. Wenn sie festkleben, gib ihnen noch einen Moment. Fertig sind sie, wenn sie leicht gebräunt sind und sich beim Drücken nicht mehr teigig anfühlen.
Wenn du mehr Zeit hast, mach den Teig am Vorabend mit weniger Hefe. Das lohnt sich richtig. Für die Übernachtvariante reichen etwa 2 bis 3 g frische Hefe oder eine kleine Prise Trockenhefe. Der Teig kommt nach dem Kneten abgedeckt in den Kühlschrank und darf dort langsam reifen. Am nächsten Tag nimmst du ihn rechtzeitig heraus, lässt ihn etwas Raumtemperatur annehmen und formst dann die Fladen. Diese lange Gare macht das Grillbrot aromatischer und oft auch bekömmlicher. Der Teig bekommt mehr Tiefe, ohne dass du zusätzliche Zutaten brauchst. Für Grillabende finde ich das perfekt, weil die Hauptarbeit schon erledigt ist.
Grillbrot passt zu allem, was vom Rost kommt: zu Fleisch, Fisch, Halloumi, Grillgemüse oder Antipasti. Besonders gut finde ich es mit Kräuterbutter, Aioli, Hummus, Tzatziki oder Tomatenbutter. Die warmen Fladen kannst du einfach in Stücke reißen und zusammen mit den Dips auf den Tisch stellen. Das mag ich viel lieber als ein aufgeschnittenes Baguette aus der Tüte.
Richtig schön wird die Grillrunde, wenn noch ein leckerer Salat dazukommt. Der klassische Nudelsalat von Gaumenfreundin mit Fleischwurst, Erbsen, Paprika und Gewürzgurken passt wunderbar zu warmem Grillbrot und allem, was auf dem Rost liegt. Bei uns kommt er beim nächsten Grillen definitiv auch wieder auf den Tisch!
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