Mandorlini- das italienische Mandelgebäck
Mandorlini sind ein typisch italienisches Mandelgebäck, das aus Sizilien stammt und dort das ganze Jahr über gerne zum Espresso gegessen[…]
Mehr dazuItalienische Mandelkekse gehören zu den bekanntesten süßen Gebäcken aus Italien. Sie sind schlicht in der Zutatenliste, aber intensiv im Geschmack. Außen leicht fest, innen weich und saftig mit einem unverfälschten Mandelaroma. Vor allem in Süditalien kennt man sie unter dem Namen Paste di mandorla. Dort sind sie fester Bestandteil der Pasticceria-Kultur und werden das ganze Jahr über gebacken, nicht nur zu Weihnachten. Gerade weil sie so einfach wirken, kommt es auf die Details an.
Der größte Unterschied zu vielen anderen Keksen liegt in der Textur. Italienische Mandelkekse sind keine klassischen knusprigen Plätzchen, sondern haben eine weiche, fast marzipanartige Mitte. Außen bildet sich beim Backen eine leichte Kruste, während das Innere saftig bleibt.
Das liegt an der Zusammensetzung: Die Basis besteht in der Regel nur aus gemahlenen Mandeln, Zucker und Eiweiß. Mehl wird nicht verwendet, was den Geschmack besonders natürlich belässt und die Kekse von Natur aus glutenfrei macht.
Charakteristisch ist außerdem, dass sie nicht überwürzt sind. Der Mandelgeschmack steht im Vordergrund. Manchmal wird er durch etwas Zitronenabrieb, Vanille oder einen Hauch Bittermandelaroma ergänzt, aber nie überdeckt. Ein guter italienischer Mandelkeks schmeckt deutlich nach Mandeln und nicht nach Zucker.

Der Begriff Paste di mandorla wird besonders auf Sizilien verwendet. Dort gehören diese Mandelkekse zur traditionellen Backkultur und sind in fast jeder Konditorei zu finden. Oft werden sie mit Spritzbeutel geformt, leicht eingeritzt oder mit einer ganzen Mandel, Pistazie oder kandierten Kirsche dekoriert.
In Sizilien haben Mandeln eine lange Tradition. Das Klima eignet sich ideal für den Anbau, und Mandeln spielen seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle in der regionalen Küche. Paste di mandorla sind daher mehr als nur Kekse, da sie Teil einer kulinarischen Identität sind.
Serviert werden sie meist in kleinen Portionen, häufig zusammen mit Espresso oder als Bestandteil einer gemischten Gebäckauswahl. Besonders zu Festtagen oder Familienfeiern stehen sie selbstverständlich auf dem Tisch. Trotz dieser Tradition sind sie kein schweres Festgebäck, sondern sind leicht und schlicht.
Bei italienischen Mandelkeksen gibt es kaum Zutaten, deshalb ist die Qualität entscheidend. Fein gemahlene Mandeln sorgen für eine gleichmäßige, saftige Struktur. Sind sie zu grob, wird der Keks schnell bröselig oder ungleichmäßig.
Traditionell werden häufig blanchierte Mandeln verwendet, also Mandeln ohne Haut. Dadurch bleibt die Farbe hell und das Aroma etwas milder. Mit ungeschälten Mandeln wird der Geschmack kräftiger und leicht herber, was ebenfalls gut funktionieren kann, dann sind die Kekse rustikaler.
Ein wichtiger Punkt ist Frische. Mandeln enthalten viel Fett und können bei längerer Lagerung ranzig werden. Das schmeckt man sofort. Gerade bei einem Rezept, das fast ausschließlich von Mandeln lebt, lohnt es sich, hier nicht zu sparen.
Italienische Mandelkekse sind kein Gebäck, das man nebenbei in großen Mengen isst. Sie sind eher eine kleine, bewusste Süßigkeit. In Italien werden sie häufig zum Kaffee gereicht, besonders zu Espresso.
Durch ihre weiche Mitte passen sie gut zu einem kräftigen Kaffee, ohne zu trocken zu wirken. Manche tauchen sie kurz ein, wobei sie ihre Form behalten sollten. Auch nach einem Essen werden sie gerne als kleine süße Ergänzung serviert, oft gemeinsam mit anderen Mandel- oder Nussgebäcken. Gerade weil sie so aromatisch sind, reichen kleine Stücke völlig aus.
Italienische Mandelkekse halten sich gut mehrere Tage, wenn sie luftdicht aufbewahrt werden. Mit der Zeit werden sie etwas fester, behalten aber ihr Aroma. Manche mögen sie sogar lieber, wenn sie einen Tag durchgezogen sind, weil sich die Textur dann leicht verändert.
Am besten lagert man sie bei Zimmertemperatur in einer gut verschlossenen Dose. Im Kühlschrank werden sie eher hart und verlieren etwas an Aroma.
Auch einfrieren ist möglich. Dabei sollten sie sorgfältig verpackt werden, damit sie keine Fremdgerüche annehmen. Nach dem Auftauen empfiehlt es sich, sie kurz offen stehen zu lassen, damit sie wieder ihre typische Konsistenz bekommen.
Mandorlini sind ein typisch italienisches Mandelgebäck, das aus Sizilien stammt und dort das ganze Jahr über gerne zum Espresso gegessen[…]
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