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Karamelleis selber machen

Karamelleis sieht zunächst nach einer ziemlich einfachen Eissorte aus. Ein bisschen Zucker, Milch und Sahne, was soll da schon schiefgehen? Tatsächlich entscheidet aber eine einzige Minute darüber, ob das Eis später wunderbar nach geröstetem Karamell schmeckt oder unangenehm bitter wird. Genau das macht selbstgemachtes Karamelleis für mich so spannend. Der Zucker muss kräftig genug karamellisieren, […]

Karamelleis von oben
Karamelleis nah
Karamelleis in Schüssel
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Karamelleis sieht zunächst nach einer ziemlich einfachen Eissorte aus. Ein bisschen Zucker, Milch und Sahne, was soll da schon schiefgehen? Tatsächlich entscheidet aber eine einzige Minute darüber, ob das Eis später wunderbar nach geröstetem Karamell schmeckt oder unangenehm bitter wird. Genau das macht selbstgemachtes Karamelleis für mich so spannend. Der Zucker muss kräftig genug karamellisieren, damit sein Aroma auch in der gefrorenen Eismasse noch zu schmecken ist. Gleichzeitig darf er nicht zu dunkel werden. Mit der richtigen Farbe und einer kleinen Prise Salz entsteht ein herrlich cremiges Karamelleis, das deutlich intensiver schmeckt als viele fertige Sorten. Dieses Rezept ist speziell für die Ninja Creami abgestimmt. Es kommt ohne Ei, ohne Fertigsauce und ohne komplizierte Eisbasis aus. Du brauchst lediglich etwas Geduld beim Karamellisieren und natürlich genügend Zeit zum Einfrieren.

Warum gelingt dieses Karamelleis auch ohne Ei so cremig?

Karamelleis ohne Ei kann schnell hart, wässrig oder kristallig werden. Warum funktioniert dieses Rezept trotzdem? Der entscheidende Punkt ist das Verhältnis aus Milch, Sahne und Zucker. Die Sahne bringt Fett in die Eismasse und sorgt für einen runden, vollmundigen Geschmack. Der Zucker ist nicht nur für die Süße zuständig. Er beeinflusst auch, wie fest die Masse gefriert.

Deshalb würde ich die Zuckermenge nicht stark reduzieren. Gerade bei gefrorenen Speisen wird Süße deutlich schwächer wahrgenommen als bei einer warmen oder zimmerwarmen Creme. Was vor dem Einfrieren vielleicht etwas süß wirkt, schmeckt später meist genau richtig.

Die Ninja Creami übernimmt anschließend den Teil, für den eine klassische Eismaschine während des Gefrierens ständig rühren müsste. Sie zerkleinert den vollständig gefrorenen Block und arbeitet ihn zu einer cremigen Masse auf. Ein zweiter Durchlauf ist dabei kein Zeichen dafür, dass das Rezept misslungen ist. Bei meinem Karamelleis gehört der Re-Spin fast immer zum perfekten Ergebnis dazu.

Karamelleis nah

Welche Zutaten brauchst du, um Karamelleis selber zu machen?

  • Vollmilch: Sie bildet die Basis und verhindert, dass das Eis zu schwer und sahnig wird.
  • Sahne: Die Sahne macht das Karamelleis cremig und trägt das kräftige Karamellaroma.
  • Zucker für das Karamell: Dieser Zucker wird trocken karamellisiert und liefert den eigentlichen Geschmack.
  • Salz: Salz nimmt dem Eis nicht die Süße, sondern lässt das Karamell noch intensiver schmecken.Möchtest du Salted Caramel Eis selber machen, kannst du die Salzmenge vorsichtig erhöhen. Starte lieber mit einer kleinen zusätzlichen Prise. Zu wenig Salz lässt sich später ausgleichen, zu viel nicht.
  • Optional Vanilleextrakt oder Vanillepaste: Vanille rundet das Aroma ab, ohne den Karamellgeschmack zu überdecken.

Wie karamellisiert man Zucker, ohne dass er bitter wird?

Das Karamell ist der einzige Teil des Rezepts, bei dem du wirklich am Topf bleiben solltest. Zucker kann mehrere Minuten scheinbar gar nichts tun und dann innerhalb weniger Augenblicke zu dunkel werden. Gib den Zucker gleichmäßig in einen sauberen Topf. Ein Topf mit hellem Innenboden ist besonders praktisch, weil du die Farbe besser erkennen kannst. Erhitze den Zucker bei mittlerer Temperatur und rühre zunächst nicht mit einem Löffel darin herum. Sobald er am Rand zu schmelzen beginnt, kannst du den Topf vorsichtig schwenken.

Welche Farbe ist richtig? Das Karamell sollte kräftig goldbraun bis bernsteinfarben aussehen. Sehr helles Karamell schmeckt hauptsächlich süß und entwickelt kaum Röstaromen. Dunkelbraunes Karamell kann dagegen schnell bitter werden. Ich nehme den Topf lieber einen Moment zu früh vom Herd. Die Resthitze arbeitet noch nach, und das Karamell wird auch abseits der Herdplatte weiter dunkler.

Die Sahne solltest du vorher leicht erwärmen. Kalte Sahne lässt das heiße Karamell besonders stark spritzen und kann dafür sorgen, dass es sofort hart wird. Gib sie trotzdem nur langsam und mit ausreichend Abstand in den Topf. Die Mischung blubbert kräftig auf, das ist vollkommen normal.

Ist das Karamell anschließend klumpig oder hart geworden? Keine Panik. Stelle den Topf zurück auf eine niedrige bis mittlere Temperatur und rühre weiter. Die festen Karamellstücke lösen sich wieder auf.

Wie wird aus dem flüssigen Karamell cremiges Eis?

Sobald sich Sahne und Karamell verbunden haben, kannst du die Milch dazugießen. Nun kommen auch Salz und nach Wunsch die Vanille dazu. Lass die Mischung bei niedriger Hitze noch kurz auf dem Herd stehen und rühre, bis keine festen Karamellstücke mehr zu sehen sind. Kochen muss die Eisbasis nicht. Sie soll lediglich glatt und vollständig verbunden sein.

Jetzt kommt der Teil, den man nicht abkürzen sollte. Die Masse muss vollständig auskühlen. Würdest du sie warm in den Creami-Becher füllen und direkt einfrieren, könnte sich Kondenswasser bilden. Außerdem gefriert die Basis möglicherweise nicht gleichmäßig. Ich lasse die Mischung zunächst auf Zimmertemperatur abkühlen und stelle sie anschließend noch eine Weile in den Kühlschrank. Erst dann fülle ich sie in den Ninja-Creami-Becher. Verschließe den Becher und stelle ihn auf einer geraden Fläche in den Gefrierschrank. Die Oberfläche sollte möglichst eben gefrieren. Nach mindestens 12 Stunden, besser nach 24 Stunden, ist die Masse vollständig durchgefroren.

Setze den Becher anschließend nach Anleitung in die Ninja Creami ein und starte das Programm Ice Cream. Direkt nach dem ersten Durchlauf kann das Eis bereits cremig sein. Häufig sieht es aber noch etwas trocken oder krümelig aus. Dann braucht es einen Re-Spin.

Warum ist das Karamelleis nach dem ersten Durchlauf krümelig?

Du öffnest den Becher und statt cremigem Eis liegt darin eine Art Karamellpulver? Das passiert bei der Ninja Creami ziemlich häufig und bedeutet nicht, dass etwas schiefgegangen ist. Beim ersten Durchlauf wird der sehr feste Eisblock zunächst fein zerkleinert. Manchmal reicht dieser Vorgang noch nicht aus, um die kleinen gefrorenen Teilchen zu einer glatten Creme zu verbinden. Starte in diesem Fall einfach das Programm Re-Spin. Meist wird das Eis dadurch deutlich weicher und cremiger.

Ist die Masse danach immer noch sehr trocken, kannst du in der Mitte eine kleine Mulde formen und ein bis zwei Esslöffel Milch hineingeben. Danach folgt ein weiterer Re-Spin. Gib nicht sofort zu viel Flüssigkeit dazu, sonst kann das Eis schnell sehr weich werden. Auch die Temperatur deines Gefrierschranks spielt eine Rolle. Bei besonders niedrigen Temperaturen friert die Basis härter durch und braucht eher einen zusätzlichen Durchlauf. Nach dem letzten Re-Spin solltest du das Karamelleis direkt servieren. Dann ist seine Konsistenz besonders cremig und erinnert fast an Softeis.

Wie kannst du das Karamelleis abwandeln und servieren?

Das Grundrezept schmeckt bereits pur intensiv nach Karamell. Trotzdem lässt es sich leicht verändern, ohne dass du eine komplett neue Eisbasis anrühren musst. Für Salted Caramel Eis gibst du etwas mehr Salz in die abgekühlte Masse. Beim Abschmecken sollte die Salznote erkennbar sein, aber nicht im Vordergrund stehen. Möchtest du kleine Karamellstücke im Eis, kannst du nach dem Re-Spin gehackte weiche Karamellbonbons in die Mitte des Bechers geben und das Mix-in-Programm verwenden. Harte Bonbons würde ich nicht nehmen. Sie bleiben sehr fest und lassen sich später unangenehm essen.

Auch ein Karamellswirl passt gut. Gib ihn allerdings erst in das fertig aufgeschlagene Eis. Wird zusätzliche Karamellsauce direkt mit der Basis eingefroren, verteilt sie sich beim Mixen meist vollständig und der gewünschte Swirl verschwindet.

Besonders lecker finde ich das Eis mit:

  • gerösteten Pekannüssen oder Mandeln
  • zerbröselten Butterkeksen
  • warmer Schokoladensauce
  • karamellisierten Bananen
  • Apfelmus oder warmem Apfelkuchen
  • einer kleinen Prise Fleur de Sel

So bewahrst du übriges Karamelleis auf

Bleibt Karamelleis übrig, kannst du die Oberfläche im Becher glatt streichen und das Eis erneut einfrieren. Vor dem nächsten Servieren lässt du es kurz stehen und startest bei Bedarf noch einmal das Ice-Cream-Programm oder einen Re-Spin. Das Eis hält sich gut verschlossen im Gefrierschrank ca. 2-3 Wochen frisch. Ich bin mir allerdings sicher, dass es schon viel früher leergelöffelt ist!

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Cremiges Karamelleis aus der Ninja Creami mit selbst karamellisiertem Zucker, Sahne und einer feinen Prise Salz. Das einfache Eisrezept kommt ohne Ei aus und lässt sich auch als Salted Caramel Eis zubereiten.

Vorbereitung 15 minutes
Kühlzeit 1 day
Karamelleis auf rosa Teller mit Löffel
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Du benötigst Equipment

6 Portionen

Zutaten Zutaten

  • 250 ml Milch
  • 150 ml Schlagsahne
  • 80 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanillepaste oder Vanillezucker

Zubereitung Zubereitung

  • 80 g Zucker in einem Topf trocken karamellisieren, bis er goldbraun ist
  • Sahne leicht erwärmen. Vorsichtig die warme Sahne einrühren. Dann Milch zugeben und rühren, bis sich alles löst. Salz und Vanille einrühren. Masse vollständig abkühlen lassen.
  • In den Becher der Ninja Creami füllen und 12–24 Stunden komplett durchfrieren.
  • Im Modus „Ice Cream“ laufen lassen, danach ggf. Re-Spin.
Nährwertangaben: Karamelleis selber machen
Angaben pro Portion
Kalorien
94
% Tagesbedarf*
Fett
 
3
g
5
%
Gesättigte Fettsäuren
 
2
g
13
%
Mehrfach ungesättigte Fette
 
0.1
g
Einfach ungesättigte Fette
 
1
g
Cholesterin
 
10
mg
3
%
Natrium
 
82
mg
4
%
Kalium
 
74
mg
2
%
Kohlenhydrate
 
16
g
5
%
Zucker
 
16
g
18
%
Eiweiß
 
2
g
4
%
* Die prozentualen Tageswerte basieren auf einer 2000-Kalorien-Ernährung
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