18 h, 40 Min. Brot & Brötchen 0.00 / 5,00

Körnerbrötchen

Diese Körnerbrötchen sind außen schön knusprig, innen weich und saftig, mit richtig viel Geschmack durch Dinkelmehl, Vollkornmehl und Saaten. Für mich schlagen sie viele gekaufte Brötchen ganz klar, weil sie nicht nur nach Luft und Körnerdeko schmecken, sondern wirklich Substanz haben. Ich backe diese Körnerbrötchen am liebsten mit Übernachtgare im Kühlschrank. Morgens müssen sie dann […]

Körnerbrötchen in Korb
Körnerbrötchen nah
Körnerbrötchen von innen
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Diese Körnerbrötchen sind außen schön knusprig, innen weich und saftig, mit richtig viel Geschmack durch Dinkelmehl, Vollkornmehl und Saaten. Für mich schlagen sie viele gekaufte Brötchen ganz klar, weil sie nicht nur nach Luft und Körnerdeko schmecken, sondern wirklich Substanz haben. Ich backe diese Körnerbrötchen am liebsten mit Übernachtgare im Kühlschrank. Morgens müssen sie dann nur noch geformt, kurz gehen gelassen und gebacken werden. Und ganz ehrlich: Frische Körnerbrötchen aus dem eigenen Ofen sind schon ein ziemlich guter Start in den Tag.

Was in gute Körnerbrötchen gehört

  • Dinkelmehl 630: Das ist die helle Mehlbasis und sorgt dafür, dass die Brötchen nicht zu schwer werden. Dinkelmehl schmeckt angenehm mild und passt super zu Körnern. Alternativ kannst du Weizenmehl Type 550 verwenden.
  • Vollkornmehl: Vollkornmehl bringt mehr Geschmack und macht die Körnerbrötchen etwas rustikaler. Dinkelvollkorn oder Weizenvollkorn funktionieren beide. Ich würde es hier aber nicht komplett mit Vollkorn übertreiben, sonst werden die Brötchen schneller kompakt.
  • Wasser: Der Teig braucht genug Flüssigkeit. Er soll weich und leicht klebrig sein, nicht fest und trocken. Genau das sorgt später für eine saftige Krume.
  • Hefe: Für dieses Rezept reicht sehr wenig Hefe, weil der Teig lange gehen darf. Das gibt den Brötchen mehr Aroma und macht sie bekömmlicher als schnelle Hefebrötchen mit viel Hefe. Honig oder Zucker: Ein kleiner Löffel hilft der Hefe beim Start und bringt eine ganz feine Süße in den Teig. Du schmeckst ihn später nicht deutlich heraus.
  • Salz: Salz ist bei Brötchen Pflicht. Ohne Salz schmeckt selbst das beste Kornbrötchen flach. Es kommt erst in den Hauptteig, nicht in die Autolyse.
  • Olivenöl: Ein wenig Öl macht den Teig geschmeidiger und gibt den Brötchen eine schöne, weiche Krume. Alternativ kannst du ein neutrales Öl verwenden.
  • Saaten: Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam, Leinsamen oder eine Körnermischung passen perfekt. Wichtig ist, die Saaten vorher mit heißem Wasser quellen zu lassen. So ziehen sie dem Teig später keine Feuchtigkeit weg.
Körnerbrötchen nah

Der kleine Schritt, der bei Körnerbrötchen richtig viel bringt

Bevor der eigentliche Teig geknetet wird, mischst du Mehl und einen großen Teil des Wassers und lässt die Mischung 30 Minuten stehen. Das nennt sich Autolyse. Klingt etwas technisch, ist aber im Grunde nur: Mehl und Wasser dürfen sich in Ruhe verbinden.

Gerade bei einem Teig mit Vollkornanteil ist das Gold wert. Die Struktur wird besser, der Teig lässt sich später angenehmer verarbeiten und die Körnerbrötchen werden lockerer. Ich würde diesen Schritt wirklich nicht streichen. Er macht mehr aus, als man denkt.

Parallel bereitest du die Körner vor. Dafür werden die Saaten mit heißem Wasser übergossen und dürfen mindestens 30 bis 60 Minuten quellen. Das ist genauso wichtig wie die Autolyse. Trockene Saaten saugen im Teig später Flüssigkeit weg, und genau dann werden Brötchen schnell trocken. Eingeweichte Körner machen sie dagegen saftiger.

So entsteht der Teig für saftige Körnerbrötchen

Nach der Autolyse löst du die Hefe im restlichen Wasser auf. Dann kommen Autolyse-Teig, Hefewasser, Salz, Olivenöl und die gequollenen Körner zusammen in die Schüssel.

5 bis 7 Minuten sanftes Kneten reichen völlig. Der Teig soll weich bleiben und leicht kleben. Wenn du an dieser Stelle zu viel Mehl einarbeitest, bekommst du später eher feste Brötchen statt lockerer Körnerbrötchen.

Nach dem Kneten darf der Teig ruhen. Nach 30 bis 60 Minuten einmal dehnen und falten. Dabei ziehst du den Teig vorsichtig hoch und klappst ihn über sich selbst. Das gibt Struktur, ohne den Teig zu stressen. Ich mag diese Methode bei weichen Teigen sehr, weil sie den Teig stabiler macht, ohne ihn trocken zu kneten.

Danach geht es in die lange Gare. Am besten stellst du den Teig für 12 bis 18 Stunden in den Kühlschrank. Wenn es schneller gehen soll, funktioniert auch eine lange Gare bei Raumtemperatur, dann etwa 8 bis 10 Stunden. Die Kühlschrankgare ist für mich aber klar die bessere Variante, weil der Geschmack feiner wird und sich der Teig entspannter verarbeiten lässt.

Warum der Teig weich sein muss

Bei Brötchenteig denkt man schnell: Der darf nicht kleben. Bei diesen Körnerbrötchen ist genau das aber der falsche Ansatz. Ein weicher Teig ist hier gewollt. Er bringt Feuchtigkeit mit und sorgt dafür, dass die Brötchen innen saftig bleiben. Gerade Vollkornmehl und Körner brauchen Flüssigkeit. Wenn der Teig schon beim Kneten fest und trocken wirkt, wird das Ergebnis später selten besser. Also lieber mit bemehlten Händen arbeiten, statt den Teig mit extra Mehl zu erschlagen.

Formen ohne Durchkneten: so bleiben die Brötchen locker

Nach der Gare kippst du den Teig vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche. Jetzt bitte nicht noch einmal kräftig durchkneten. Damit würdest du die ganze Luft aus dem Teig drücken, und genau die willst du behalten. Am einfachsten ist es, den Teig rustikal abzustechen. Das passt perfekt zu Körnerbrötchen und sieht schön handgemacht aus. Du kannst die Stücke auch locker rund oder länglich formen, aber ohne viel Druck.

Danach dürfen die Teiglinge noch 30 bis 45 Minuten gehen. In dieser Zeit entspannen sie sich und gewinnen noch etwas Volumen. Wenn du Körner außen haben möchtest, tauchst du die Oberfläche kurz in Wasser und drückst sie dann in Saaten. Das hält beim Backen besser und gibt eine richtig schöne Kruste.

Backen mit Dampf macht den Unterschied

Der Ofen sollte richtig heiß sein, bevor die Körnerbrötchen hineinkommen. 240 °C sind ideal für den Start. Dampf ist dabei wichtig, weil die Brötchen besser aufgehen und eine schönere Kruste bekommen.

Du kannst dafür eine kleine ofenfeste Form mit heißem Wasser in den Ofen stellen oder beim Einschieben etwas Wasser auf ein heißes Blech geben. Bitte vorsichtig arbeiten, Dampf ist heißer als man denkt. Die Brötchen backen zuerst bei 240 °C für etwa 10 Minuten. Danach reduzierst du die Temperatur auf 200 °C und backst sie weitere 10 bis 15 Minuten fertig. Sie sollten schön gebräunt sein und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.

Kann ich die Körnerbrötchen auch ohne Übernachtgare backen?

Die beste Variante bleibt für mich die Kühlschrankgare über 12 bis 18 Stunden, weil die Brötchen dadurch aromatischer werden und morgens entspannt gebacken werden können. Wenn du nicht so lange warten möchtest, lässt du den Teig 8 bis 10 Stunden bei Raumtemperatur gehen. Dann solltest du aber auf die Temperatur achten. In einer sehr warmen Küche kann der Teig schneller reif sein. Er sollte sichtbar aufgegangen sein und lebendig wirken, aber nicht komplett in sich zusammenfallen. Für richtig schnelle Brötchen ist dieses Rezept nicht gedacht.

Welche Körner passen am besten?

Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Sesam sind für mich die beste Basis. Sonnenblumenkerne schmecken mild und nussig, Kürbiskerne bringen mehr Biss und Sesam gibt außen eine schöne aromatische Kruste. Leinsamen oder Chiasamen kannst du ebenfalls verwenden, aber sie binden viel Wasser. Deshalb passen sie gut ins Quellstück, sollten aber nicht den größten Teil der Körnermischung ausmachen. Sonst wird die Masse schnell sehr gelartig.

Wenn du es besonders aromatisch magst, kannst du die Saaten vor dem Quellen kurz trocken anrösten. Das bringt mehr Geschmack. Danach trotzdem mit heißem Wasser quellen lassen, damit sie dem Teig später keine Feuchtigkeit klauen.

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Diese Körnerbrötchen werden mit Dinkelmehl, Vollkornmehl, wenig Hefe und vielen Saaten gebacken. Die Brötchen werden rustikal geformt, mit Dampf gebacken und schmecken außen knusprig und innen schön saftig.

Vorbereitung 20 minutes
Zubereitung 20 minutes
Ruhezeit 18 hours
Gesamt 18 hours 40 minutes
Körnerbrötchen angerichtet
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Du benötigst Equipment

10 Stück

Zutaten Zutaten

  • 350 g Dinkelmehl Typ 630
  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 10 g Salz
  • 3 g frische Hefe
  • 300 ml Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig oder Zucker
  • 100 g gemischte Saaten
  • 120 ml heißes Wasser
  • 3-4 EL Saaten zum Bestreuen

Zubereitung Zubereitung

  • Beide Mehlsorten mit 275ml Wasser verkneten. 30 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit, die Saaten im heißen Wasser quellen lassen.
  • Die Hefe in den restlichen 25ml Wasser auflösen. Mit Honig, Öl und den abgetropften Saaten zum Teig geben. Ca. 5 Minuten vorsichtig und langsam kneten. Ca. 12-18 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. (Oder 8-10 Stunden bei Raumtemperatur)
  • Den Teig auf die Küchenoberfläche geben und rustikale Brötchen abstechen. Auf ein Blech legen und nochmal 30 Minuten ruhen lassen. Mit Wasser bestreichen und mit Saaten bestreuen.
  • In der Zwischenzeit, den Ofen auf 240 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine ofenfeste Schüssel mit Wasser in den Ofen stellen.
  • Die Brötchen bei 240 Grad 10 Minuten backen, dann bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für weitere 10 Minuten backen.
Nährwertangaben: Körnerbrötchen
Angaben pro Portion
Kalorien
257
% Tagesbedarf*
Fett
 
7
g
11
%
Gesättigte Fettsäuren
 
1
g
6
%
Transfettsäuren
 
0.01
g
Mehrfach ungesättigte Fette
 
2
g
Einfach ungesättigte Fette
 
2
g
Natrium
 
392
mg
17
%
Kalium
 
83
mg
2
%
Kohlenhydrate
 
38
g
13
%
Zucker
 
0.2
g
0
%
Eiweiß
 
10
g
20
%
* Die prozentualen Tageswerte basieren auf einer 2000-Kalorien-Ernährung
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