Kuchen mit Quark sind wunderbar saftig, frisch und oft ein bisschen leichter als klassische Kuchen mit viel Butter oder Sahne. Quark kann im Teig für Feuchtigkeit sorgen, eine feine Säure mitbringen und Kuchen besonders zart machen. Ob Käsekuchen, Quarkkuchen, Rührkuchen mit Quark oder kleine Quarkteilchen: Diese Zutat ist beim Backen unglaublich vielseitig. Ich mag Quark im Kuchen besonders, weil er Gebäck nicht nur saftiger macht, sondern auch diesen leicht frischen Geschmack gibt, der gut zu Zitrone, Vanille, Beeren oder Streuseln passt. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, auf die man achten sollte. Die Fettstufe, die Feuchtigkeit im Quark und das richtige Rezept machen nämlich einen echten Unterschied.
Welche Fettstufe eignet sich am besten für Kuchen mit Quark?
Für die meisten Kuchen mit Quark ist Quark mit 20 Prozent Fett eine sehr gute Wahl. Er ist cremig genug, bringt Geschmack mit und macht den Kuchen schön saftig, ohne zu schwer zu werden. Magerquark funktioniert zwar auch, kann aber schneller etwas trockener oder fester wirken, besonders in Rührteigen oder Käsekuchen. Quark mit 40 Prozent Fett macht den Kuchen besonders cremig und vollmundig, ist aber nicht immer nötig. Aus meiner Erfahrung ist 20-Prozent-Quark der beste Mittelweg für viele Rezepte. Wenn im Rezept ausdrücklich Magerquark steht, würde ich mich daran halten. Wenn nichts angegeben ist, greife ich meistens zu 20 Prozent, weil das Ergebnis einfach runder schmeckt.
Was macht Quark im Kuchenteig?
Quark bringt Feuchtigkeit, Bindung und eine leichte Frische in den Teig. Dadurch werden viele Kuchen saftiger und bekommen eine weichere, manchmal fast cremige Konsistenz. In Rührkuchen kann Quark einen Teil der Butter oder Flüssigkeit ergänzen, bei Käsekuchen ist er natürlich die Hauptzutat für die Füllung. Wichtig ist aber: Quark verhält sich anders als Milch oder Joghurt. Er ist dicker, enthält Eiweiß und kann den Teig dichter machen. Deshalb sollte man ihn nicht einfach wahllos in jedes Rezept rühren. Ich finde Quark besonders schön in Zitronenkuchen, Streuselkuchen, Käsekuchen, Muffins oder einfachen Kastenkuchen, weil er dort genau das macht, was man sich wünscht: Er hält den Kuchen saftig und gibt ihm mehr Geschmack.
Warum wird Kuchen mit Quark manchmal zu fest oder trocken?
Wenn Kuchen mit Quark zu fest wird, liegt es oft an zu viel Mehl, zu langem Rühren oder zu langer Backzeit. Gerade Quarkteige mögen es nicht, wenn man sie ewig bearbeitet. Sobald Mehl im Teig ist, sollte man nur noch so lange rühren, bis sich alles verbunden hat. Sonst wird der Kuchen schnell kompakt statt locker. Auch Magerquark kann dazu beitragen, dass ein Kuchen trockener wirkt, weil ihm Fett und Cremigkeit fehlen. Ich mache deshalb gegen Ende der Backzeit lieber frühzeitig die Stäbchenprobe. Ein Quarkkuchen darf nicht totgebacken werden. Er soll saftig bleiben und beim Abkühlen noch etwas nachziehen dürfen.
Muss man Quark vor dem Backen abtropfen lassen?
Das kommt auf das Rezept an. Für viele einfache Rührkuchen oder Quarkkuchen kann der Quark direkt aus dem Becher verwendet werden. Wenn er aber sehr wässrig ist oder eine feste Käsekuchenmasse entstehen soll, kann Abtropfen sinnvoll sein. Zu viel Flüssigkeit macht den Teig weicher und kann dazu führen, dass der Kuchen länger braucht oder in der Mitte nicht richtig fest wird. Ich schaue mir den Quark immer kurz an: Ist oben viel Flüssigkeit im Becher, gieße ich sie ab oder rühre den Quark erst glatt. Für besonders cremige Käsekuchen ist es außerdem wichtig, die Quarkmasse nicht unnötig luftig aufzuschlagen. Zu viel Luft kann später Risse verursachen. Fein cremig ist hier besser als wild aufgeschlagen.
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