Mirabellen richtig entsteinen und einfrieren
Mirabellen gehören zu den Früchten, die man nur für kurze Zeit frisch bekommt. Wenn sie reif sind, schmecken sie wunderbar[…]
Mehr dazuWenn die Mirabellen reif sind, müssen sie bei mir am liebsten direkt auf einen Kuchen. Für diesen Mirabellenkuchen vom Blech brauchst du einen einfachen Rührteig, viele frische Mirabellen und sonst eigentlich nicht viel. Die kleinen Früchte werden dicht auf dem Teig verteilt und machen den Kuchen beim Backen richtig schön saftig. Besonders gerne streue ich noch ein paar Mandeln darüber. Sie passen super zu den süßen Mirabellen und geben dem Kuchen oben etwas Biss. Nach dem Backen reicht dann ein wenig Puderzucker vollkommen aus. Viel mehr braucht so ein einfacher Mirabellenkuchen für mich gar nicht.

Wasche die Mirabellen zuerst, halbiere sie und entferne die Kerne. Ich mache das immer direkt am Anfang, denn das Entsteinen dauert bei den kleinen Früchten tatsächlich länger als das Anrühren des Teiges. Für den Rührteig schlägst du weiche Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz einige Minuten cremig. Danach rührst du die Eier einzeln unter. Gib das nächste Ei am besten immer erst dazu, wenn sich das vorherige gut mit der Buttermasse verbunden hat. Mische Mehl und Backpulver miteinander. Beides kommt zusammen mit der Milch zum Teig und wird nur noch kurz untergerührt. Der Teig sollte schön cremig sein und sich gut verstreichen lassen. Gib ihn anschließend in deine vorbereitete Form und verteile die Mirabellen dicht darauf. Ich lege sie mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig und drücke sie nur leicht hinein. Wenn du möchtest, streust du jetzt noch etwas Zimt-Zucker und ein paar Mandeln darüber. Der Mirabellenkuchen backt bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 20-25 Minuten. Lass ihn danach vollständig auskühlen und bestäube ihn erst kurz vor dem Servieren mit Puderzucker.
Mirabellen geben beim Backen einiges an Saft ab. Deshalb lege ich die halbierten Früchte gerne mit der Schnittfläche nach oben auf den Kuchen. So läuft nicht direkt die gesamte Flüssigkeit aus den Früchten in den Teig. Außerdem bleiben die Mirabellen dadurch beim Backen schön sichtbar und der Kuchen sieht später einfach hübscher aus. Drücke sie nur leicht in den Rührteig. Sie sinken während des Backens ohnehin noch etwas ein. Du kannst die Früchte ruhig dicht nebeneinanderlegen. Gerade bei Mirabellen mag ich es, wenn wirklich auf jedem Stück ordentlich Frucht liegt. Der Rührteig geht zwischen den Früchten trotzdem noch schön auf.
Mirabellen sind saftig und genau das soll der Kuchen natürlich auch sein. Trotzdem sollte der Rührteig unter den Früchten richtig durchgebacken sein. Achte zuerst darauf, dass du die gewaschenen Mirabellen gut abtrocknest. Sehr überreife oder bereits matschige Früchte würde ich für diesen Kuchen nicht verwenden, denn sie verlieren beim Backen besonders viel Flüssigkeit. Auch beim Teig lohnt es sich, genau nach Rezept zu arbeiten. Gib nicht mehr Milch dazu, nur weil dir der Teig zunächst etwas fest vorkommt. Durch die Mirabellen kommt beim Backen noch genügend Feuchtigkeit dazu. Bei der Stäbchenprobe solltest du außerdem nicht mitten durch eine Mirabelle stechen. Dort bleibt das Holzstäbchen durch den Fruchtsaft fast immer feucht. Suche dir eine Stelle zwischen den Früchten. Bleibt dort kein roher Teig mehr hängen, ist der Kuchen fertig.
Wenn gerade keine frischen Mirabellen Saison haben, kannst du grundsätzlich auch eingekochte Mirabellen verwenden. Wichtig ist dann allerdings, dass du sie wirklich gut abtropfen lässt. Früchte aus dem Glas bringen deutlich mehr zusätzliche Flüssigkeit mit als frische Mirabellen. Lass sie deshalb am besten einige Minuten in einem Sieb liegen und tupfe sie bei Bedarf noch vorsichtig trocken. Mit frischen Mirabellen schmeckt mir der Blechkuchen trotzdem am besten. Gerade in der Mirabellensaison ist dieses Rezept eine einfache Möglichkeit, auch eine größere Menge Früchte auf einmal zu verarbeiten.
Frisch ausgekühlt und mit etwas Puderzucker bestäubt schmeckt der Mirabellenkuchen schon richtig gut. Wenn du ihn noch etwas ergänzen möchtest, passt ein Klecks geschlagene Sahne besonders gut dazu. Mandeln kannst du bereits vor dem Backen auf den Kuchen geben. Gehobelte Mandeln werden etwas feiner und knuspriger, Mandelstifte haben mehr Biss. Beides funktioniert. Auch etwas Vanille passt sehr gut zu Mirabellen. Deshalb ist Vanillezucker bereits im Rührteig. Mehr Gewürze braucht der Kuchen meiner Meinung nach gar nicht, denn der Geschmack der Früchte soll im Vordergrund bleiben. Wenn du es etwas üppiger magst, kannst du einen Mirabellenkuchen auch mit Streuseln backen. Für dieses Rezept mag ich die schlichtere Variante ohne Streusel allerdings besonders gerne, weil sie schnell gemacht ist und die Mirabellen schön zur Geltung kommen.
Lass den Kuchen nach dem Backen vollständig auskühlen. Danach kannst du ihn gut abgedeckt aufbewahren. Durch die vielen Mirabellen bleibt der Rührteig auch am nächsten Tag noch schön saftig. Bei warmem Wetter würde ich den Kuchen im Kühlschrank lagern, da frisches Obst auf dem Kuchen schneller verderben kann. Nimm ihn am besten etwas vor dem Essen heraus, damit er nicht ganz kalt auf den Tisch kommt. Du kannst Mirabellenkuchen auch einfrieren. Schneide ihn dafür am besten direkt in einzelne Stücke und friere diese gut verpackt ein. So kannst du später genau so viele Stücke auftauen, wie du gerade brauchst. Den Puderzucker würde ich in diesem Fall erst nach dem Auftauen darübergeben. So sieht der Kuchen wieder schön frisch aus.
Mirabellen gehören zu den Früchten, die man nur für kurze Zeit frisch bekommt. Wenn sie reif sind, schmecken sie wunderbar[…]
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