Mandorlini- das italienische Mandelgebäck
Mandorlini sind ein typisch italienisches Mandelgebäck, das aus Sizilien stammt und dort das ganze Jahr über gerne zum Espresso gegessen[…]
Mehr dazuEin original italienisches Cantuccini Rezept ist für mich ein absolutes Grundrezept, das mit wenigen Zutaten auskommt und immer wieder begeistert. Du brauchst keine Butter, keine besonderen Zutaten, keine lange Zubereitung. Ich backe Cantuccini meist auf Vorrat, damit immer etwas Süßes da ist, das sich gut verschenken lässt und zu Kaffee genauso passt wie zu einem Glas Vin Santo am Abend. Was viele überrascht: Cantuccini sind kein klassisches Gebäck „für zwischendurch“, sondern eher etwas zum Eintauchen, Knabbern und Langsamessen. Genau deshalb lohnt es sich, sie so nah wie möglich am Original zu backen.
Cantuccini kommen ursprünglich aus der Toskana und sind ganz schlicht und einfach. Im Original wird der Teig ohne Butter zubereitet, dafür mit Eiern, Zucker, Mehl und ganzen Mandeln. Es braucht keine Aromen, keine Schokolade, keine Orangeatstückchen. Alles, was man schmeckt, soll auch wirklich aus den Zutaten kommen.
Der Teig ist deutlich fester als bei vielen anderen Keksen. Das ist gewollt, denn genau diese Festigkeit sorgt später für die typische harte, trockene Konsistenz. Cantuccini sollen nicht weich sein, denn sie sind dafür gemacht, in Kaffee oder Dessertwein getunkt zu werden. Wenn ein Rezept weich gebackene „Cantuccini“ verspricht, ist es streng genommen keins mehr.

Für ein original italienisches Cantuccini Rezept gehören ganze Mandeln mit Schale in den Teig. Die Schale bringt nicht nur Farbe, sondern auch ein besonders nussiges Aroma, das wunderbar mit dem süßen Teig harmoniert. Geschälte Mandeln wirken optisch zwar heller, nehmen den Cantuccini aber einen Teil ihres typischen Charakters.
Ich röste die Mandeln nicht vor. Im Original werden sie roh verarbeitet und rösten beim Backen ausreichend nach. So bleiben sie bissfest und trocknen nicht aus. Wichtig ist außerdem, die Mandeln wirklich ganz zu lassen. Gehackte Mandeln verändern die Struktur komplett und machen aus Cantuccini eher Mandelkekse.
Das doppelte Backen ist das Herzstück dieses Gebäcks. Zuerst wird der Teig zu länglichen Laiben geformt und als Ganzes gebacken. Dadurch bekommt er Stabilität und lässt sich später sauber schneiden.
Nach dem ersten Backen schneide ich die Laibe noch warm schräg in Scheiben. Das ist wichtig, weil der Teig im abgekühlten Zustand sehr hart wird. Die einzelnen Scheiben kommen dann ein zweites Mal in den Ofen und trocknen langsam aus.
Erst dieser zweite Backvorgang macht aus einfachen Mandelkeksen echte Cantuccini. Sie werden knusprig und genau so haltbar, wie man sie kennt.
Cantuccini sind hart und das gehört dazu. Aber sie sollten nicht steinhart sein. Nach dem Abkühlen werden sie fester, behalten aber eine feine, trockene Struktur, die beim Reinbeißen nicht unangenehm ist. Wenn sie zu weich sind, waren sie beim zweiten Backen zu kurz im Ofen. Sind sie bröselig oder unangenehm hart, war die Hitze zu hoch oder die Backzeit zu lang. Ich backe sie lieber etwas länger bei moderater Temperatur, damit sie gleichmäßig durchtrocknen.
Richtig gelungene Cantuccini lassen sich pur essen, entfalten ihr volles Potenzial aber erst, wenn man sie kurz in Kaffee oder Vin Santo taucht.
Einer der größten Vorteile von Cantuccini ist ihre Haltbarkeit. In einer gut schließenden Dose halten sie sich problemlos mehrere Wochen. Genau deshalb backe ich sie gern auf Vorrat oder als Geschenk.
Wichtig ist, sie wirklich komplett auskühlen zu lassen, bevor sie verpackt werden. Restwärme führt dazu, dass sich Feuchtigkeit sammelt und die Cantuccini an Knusprigkeit verlieren. Einfrieren ist nicht nötig und ehrlich gesagt auch nicht sinnvoll. Cantuccini sind genau dafür gemacht, lange haltbar zu sein, ganz ohne Kühlung.
Mandorlini sind ein typisch italienisches Mandelgebäck, das aus Sizilien stammt und dort das ganze Jahr über gerne zum Espresso gegessen[…]
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