Pavlova- eine Torte der etwas anderen Art!

von Simone Schäfer
Pavlova mit Früchten angerichtet

Pavlova- mit Eischnee und Früchten!

Unser imaginäres Flugzeug ist im Landeanflug auf unser neues Ziel für heute- Neuseeland! Leider war ich selbst noch nie dort. Es steht allerdings ganz ganz oben auf meiner Bucket List mit Reisezielen. Mich fasziniert dieses Land schon seit ich ein Kind bin. Heute zeige ich euch DAS Dessert aus Neuseeland- eine leckere und zuckersüße Pavlova!

Ihr kennt bestimmt alle die Herr der Ringe-Trilogie. Die Filme wurden in Neuseeland gedreht und ich dachte mir damals schon, wie ein Land nur so schön sein kann. Die Landschaften sind so unterschiedlich! Von tollen Berglandschaften bis hin zu kilometerlangen Sandstränden ist alles dabei. Bekannte die schon dort waren, schwärmen außerdem von der Herzlichkeit der Neuseeländer. Eins steht fest: dieses interessante und faszinierende Land muss ich einmal im Leben besuchen!

Und wenn ich dann dort bin, werde ich auf jeden Fall die zahlreichen Süßspeisen probieren, die Neuseeland zu bieten hat. Da wären die ANZAC-Biscuits (Kekse aus Hafterflocken) oder das Hokey Pokey, eine Art Toffee. Als Königin der neuseeländischen Desserts thront allerdings die Pavlova über allem. Sie ist dort der Nachtisch schlechthin und wird liebend gerne gegessen.

Ich würde sagen, die Pavlova ist bei uns eher weniger verbreitet. Daher fand ich es umso schöner, mal etwas ganz anderes zu backen und neue Geschmäcker zu testen! Die Pavlova ist eine Torte, die prinzipiell nur aus einem Baiserboden besteht. Der Baiser wird so gebacken, dass in der Mitte eine kleine Mulde bleibt, um die Pavlova zu füllen. Die Füllung besteht ganz klassisch aus geschlagener Sahne. Denkbar wäre natürlich auch eine Creme aus Joghurt oder Mascarpone oder sogar eine Füllung aus Eis! 🙂

Meine Pavlova habe ich in großen Tupfen auf das Backblech aufgetragen, sodass diese dann nach dem Backen auch noch für die Optik sichtbar sind. Meine Füllung besteht aus Sahne, die ich mit Zimt, Vanille und Mandellikör verfeinert habe. Ich bin zur Zeit einfach schon zu sehr im Weihnachtsmodus! Deswegen habe ich auch ein paar weihnachtliche Geschmäcker mit in die Pavlova gebracht! 🙂

Jede Pavlova wird noch mit leckeren frischen Früchten dekoriert. Beeren sind dafür natürlich eine tolle Wahl! Das gibt die Jahreszeit allerdings nicht her, also habe ich mich für Orangenfilets, Kiwis und Passionsfrucht entschieden. Letztere ist übrigens auch die Frucht, die auf einer traditionellen Pavlova nicht fehlen darf!

Wie macht man nun eine perfekte Pavlova? Es kommt nämlich vor allem darauf an, dass der Baiser gelingt. Er muss außen knusprig sein und innen dafür aber noch schön weich. Das ist eine Kunst für sich! Ich habe hier aber ein paar Tipps für euch, mit denen euch der Baiser sicher gelingt!

  • Trennt das Eiweiß von Anfang an ganz sauber! Es dürfen keine Eigelb-Reste mehr im Eiweiß vorhanden sein. Sonst wird das Eiweiß nicht fest. Auch die Schüssel, die ihr benutzt, sollte frei von Fettrückständen sein.
  • Schlagt das Eiweiß erst mit etwas Salz auf. Wenn es schön langsam anfängt weißlich zu werden, gebt nach und nach den Zucker dazu.
  • Wenn der Zucker zugefügt wurde, muss das Eiweiß noch ca. 5 Minuten weiter geschlagen werden. Es darf sich in der Schüssel nicht mehr bewegen, wenn ihr sie leicht kippt. Außerdem sollten sich kleine Spitzen bilden, wenn ihr die Rührer des Rührgerätes herauszieht.
  • Sobald das Eiweiß fest genug ist, fügt ihr noch etwas Zitronensaft und Stärke dazu. Der Zitronensaft führt dazu, dass die Pavlova innen weich bleibt. Die Stärke gibt zusätzlichen Halt. Diese Zutaten sollten allerdings nur noch kurz untergearbeitet werden.
  • Backt, oder vielmehr trocknet, die Pavlova bei kleinster Temperatur und bei Umluft. Das dauert zwar etwas, die Geduld lohnt sich aber.
  • Lasst sie nach Ablauf der Backzeit noch eine Stunde im abgeschalteten Ofen stehen. So kann sie sich langsam an die kühleren Temperaturen außerhalb des Ofens gewöhnen und fällt nicht zusammen.

Die Australier und Neuseeländer streiten sich übrigens darüber, wer denn nun die Pavlova erfunden hat. Die meisten Hinweise deuten allerdings auf die Neuseeländer! 😉 Die Pavlova wird vor allem zu besonderen Anlässen wie Weihnachten serviert. Wäre das vielleicht auch etwas für euer Weihnachtsfest? Dann findet ihr das Rezept gleich hier unten!

Ich wollte euch noch erzählen, dass meine Backweltreise jetzt erst einmal in Neuseeland überwintert! 🙂 Bald startet die Vorweihnachtszeit und es gibt so viel weihnachtliche Leckereien, die ich euch zeigen will! Daher macht die Weltreise ein kleines Päuschen und im neuen Jahr geht es gleich weiter mit den nächsten tollen Zielen- versprochen! 🙂

Etwas Zitronensaft im Baiser macht ihn innen schön weich!

Simone von Sheepy’s Bakery
 
 

Pavlova mit Früchten

 

Pavlova- eine köstliche Torte aus Baiser und Sahne!

Um eine gute Pavlova zu backen, benötigt es nur wenige Zutaten! Wir brauchen vor allem Eiweiß und Zucker für das Baiser und Sahne für die Füllung. Ein paar frische Früchte und ein herrlicher Geschmack ist garantiert!

Pavlova

Bewertung 5.0/5
( 2 Bewertungen )
Portionen: eine Pavlova mit 20cm Durchmesser Vorbereitungszeit: Backzeit: Nährwertangaben 200 Kalorien 20 grams Fett

Zutaten

Für den Baiser:

  •  2 Eiweiße
  • 120g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 15g Stärke

Für die Füllung:

  • 200ml Sahne
  • 2 TL Sanapart
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 EL Mandellikör

außerdem:

  • frische Früchte nach Wahl (ich habe Orangen, Kiwis und Passionsfrucht verwendet.)

Anleitung

Schritt 1

Das A und O jeder Pavlova ist ein gelungener Baiser! Dafür trennt ihr zunächst das Eiweiß sauber vom Eigelb. Gebt das Eiweiß in eine saubere Schüssel und schlagt es mit einer Prise Salz leicht auf. 

Gebt nach und nach den Zucker dazu, wenn das Eiweiß schön langsam weiß wird. Fügt nur immer eine Esslöffel Zucker dazu, damit er sich gut mit dem Eiweiß verbinden kann.

Schlagt so ca. 5 Minuten weiter, bis der Eischnee schön steif ist. Er sollte sich in der Schüssel nicht mehr bewegen, wenn ihr sie hin und her dreht. 

Gebt jetzt noch den Zitronensaft und die Stärke dazu und rührt sie nur ganz kurz unter. Sie sollte sich gut mit dem Eiweiß verbinden, mehr aber auch nicht. 

 

Schritt 2

Heizt den Ofen auf 100 Grad Umluft vor. Legt euch ein Stück Backpapier zurecht.

Zeichnet auf die Unterseite des Backpapiers mit Bleistift einen Kreis mit 15 Zentimetern Durchmesser. Auf die Oberseite des Backpapiers gebt ihr nun in Form dieses Kreises eine ca. 2 Zentimeter dicke Schicht Baiser.

Den restlichen Eischnee drapiert in mit einem Löffel in dicken Tupfen um diesen Kreis herum. Die Tropfen sollten nahtlos aneinander und an den Kreis in der Mitte anschließen.

So habt ihr genug Platz für die Füllung in der Mitte und zusätzlich noch einen schönen Rand außen herum! 

Ihr könnt den Rand natürlich auch ganz einfach glatt lassen oder für einen noch dekorativeren Effekt den Rand mit einen Spritzbeutel und Tülle nach Wahl aufspritzen. 

 

Schritt 3

Lasst die Pavlova auf mittlerer Schiene für 90 Minuten trocknen. Sie sollte nach Ablauf der Backzeit außen schön fest, aber nicht gebräunt sein.

Die Pavlova sollte im abgeschalteten Backofen noch für 1 Stunde auskühlen. Danach könnt ihr sie bei Zimmertemperatur noch komplett erkalten lassen.

 

Schritt 4

Für die Füllung schlagt ihr die Sahne mit Sanapart steif. Anschließend gebt ihr die restlichen Zutaten dazu. Füllt die Sahne in die kalte Pavlova und dekoriert sie mit frischen Früchten.

Ich habe dafür Orangenfilets verwendet und aus Kiwischeiben Sterne ausgestochen. Danach habe ich noch etwas Passionsfrucht darüber gegeben. 

Pavlova mit Früchten dekoriert

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