Rezept für Omas Spritzgebäck
Wenn die Butter auf Zimmertemperatur kommt und der alte Fleischwolf aus dem Schrank geholt wird, weiß ich: Es ist wieder[…]
Mehr dazuNougatstangen gehören zu den Klassikern, die auf keinem Plätzchenteller fehlen dürfen. Dieses Rezept erinnert an traditionelle Konditorei-Plätzchen: Ein zarter Spritzteig, der sich leicht formen lässt und beim Backen zart und mürbe wird. Nach dem Abkühlen werden immer zwei Stangen mit feinem Nougat zusammengesetzt, bevor sie zur Hälfte in Schokolade getaucht werden. Sie sind etwas aufwändiger als einfache Ausstechplätzchen, aber dafür schmecken sie auch wirklich nach Weihnachten.
Diese Nougatstangen sind Plätzchen, die mit wenig Aufwand professionell wirken. Sie haben eine klassische Form, ein rundes Aroma und halten, was sie versprechen: außen zart, innen nussig und von einem Hauch Schokolade umhüllt. Sie passen perfekt in die Vorweihnachtszeit, sind aber ehrlich gesagt zu gut, um sie nur einmal im Jahr zu backen. Wer sie einmal probiert, hat sie schnell als festen Bestandteil seiner Weihnachtsbäckerei etabliert.

Das Herzstück der Nougatstangen ist der Spritzteig. Er sollte weich genug sein, um sich problemlos durch den Spritzbeutel drücken zu lassen, dabei aber stabil bleiben, damit die Stangen beim Backen nicht verlaufen. Die richtige Konsistenz ist entscheidend, denn ein zu fester Teig reißt, ein zu weicher verliert seine Form.
Am besten funktioniert eine Mischung aus Butter, Zucker, Eigelb, Mehl und etwas Stärke. Ein kleiner Anteil gemahlener Nüsse gibt dem Gebäck zusätzlichen Geschmack und sorgt für eine feinere Struktur. Wichtig ist auch, dass die Butter wirklich weich ist, damit sie sich gleichmäßig mit den anderen Zutaten verbindet. Kalte Butter ist der häufigste Grund, warum Spritzteig bricht oder klumpig wird.
Wenn sich der Teig nur schwer aufspritzen lässt, kannst du ihn ganz kurz bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Danach sollte er sich gleichmäßig formen lassen.
Die aufgespritzten Teigstreifen kommen auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Am besten spritzt du sie in etwa gleich lange Linien, damit sie später gut zusammenpassen. Die Nougatstangen brauchen beim Backen nur wenige Minuten, denn sie sollen nicht zu lange gebacken werden.
Nach dem Abkühlen kommt der zweite, entscheidende Schritt: das Zusammensetzen. Dafür wird der Nougat leicht erwärmt, bis er weich, aber nicht flüssig ist. Eine dünne Schicht auf eine Stange streichen, die zweite daraufsetzen, leicht andrücken und kurz trocknen lassen. Wenn du etwas Geduld hast, kannst du sie anschließend für ein paar Minuten kühlstellen, damit der Nougat fest wird und die Stangen sich gut handhaben lassen.
Erst danach folgt der Schokoladenguss: Die Enden der Stangen werden zur Hälfte in flüssige Vollmilch- oder Zartbitterschokolade getaucht. Wenn du magst, kannst du sie auf Backpapier ablegen und leicht antrocknen lassen. Dadurch entsteht der klassische, glänzende Look, den man von feinem Gebäck kennt.
Viele Rezepte für Nougatgebäck werden schnell zu süß oder zu weich. Hier stimmt das Verhältnis von Teig, Füllung und Schokolade. Der Spritzteig bleibt auch nach Tagen mürbe, die Nougatfüllung verbindet sich perfekt mit dem Gebäck, und die Schokolade sorgt für eine angenehme Süße und Stabilität.
Die Stangen sind außerdem erstaunlich haltbar. In einer Dose, kühl und trocken gelagert, bleiben sie zwei bis drei Wochen frisch. Nach ein bis zwei Tagen Lagerzeit schmecken sie sogar noch besser, weil sich die Aromen verbunden haben.
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