Bestes Kartoffelbrot Rezept
Ein frisches Kartoffelbrot ist das ideale Alltagsbrot: außen knusprig, innen weich und lange saftig. Gekochte Kartoffeln im Teig sorgen für[…]
Mehr dazuRoggen Sauerteigbrot ist für mich eines der besten Brote überhaupt, wenn es kräftig, aromatisch und richtig schön saftig sein soll. Es schmeckt herrlich rustikal, passt zu Käse, Wurst, Aufstrichen, Suppe oder einfach nur mit Butter und Salz. Ich backe Roggenbrot besonders gerne im Gusseisentopf, weil die Kruste dort richtig schön wird. Der Teig ist dabei ganz anders als ein klassischer Weizenteig: weich, klebrig und eher pastenartig. Genau das ist aber richtig so. Bei Roggenbrot musst du nicht kneten wie verrückt, sondern dem Sauerteig, der Zeit und der Feuchtigkeit vertrauen.

Für den Sauerteig verrührst du Roggenmehl, Wasser und aktiven Sauerteig-Starter. Mehr ist es nicht. Die Mischung bleibt abgedeckt 10 bis 14 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Am nächsten Tag sollte der Sauerteig deutlich aufgegangen sein, viele Blasen zeigen und leicht säuerlich riechen. Genau dann ist er bereit für den Hauptteig. Ich finde diesen Moment beim Brotbacken immer ziemlich zufriedenstellend, weil man direkt sieht: Der Sauerteig arbeitet.
Falls dein Sauerteig nach der Reifezeit kaum Blasen zeigt oder sehr schwach riecht, gib ihm lieber noch etwas Zeit. Roggenbrot lebt vom aktiven Sauerteig. Hier lohnt sich Geduld wirklich.
Für den Hauptteig gibst du den gesamten Sauerteig mit Roggenmehl, Weizenmehl oder Dinkelmehl, lauwarmem Wasser, Salz und optional Brotgewürz in eine Schüssel. Dann wird alles nur so lange vermischt, bis keine trockenen Mehlnester mehr zu sehen sind. Und jetzt bitte nicht erschrecken: Der Teig bleibt klebrig, weich und eher wie eine dicke Paste. Das ist bei Roggen völlig normal. Wer hier versucht, einen elastischen Weizenteig daraus zu kneten, verliert nur Zeit und Nerven.
Ich rühre Roggenteig am liebsten mit einem stabilen Löffel, einer Teigkarte oder kurz mit der Küchenmaschine auf niedriger Stufe. Mehr braucht er nicht. Roggen bildet kein starkes Klebergerüst wie Weizen. Die Struktur kommt später durch Sauerteig und Backen.
Nach dem Mischen darf der Teig abgedeckt 60 bis 90 Minuten ruhen. Diese Stockgare ist wichtig, aber du solltest hier nicht erwarten, dass sich der Teig wie ein Hefeteig verdoppelt. Roggen Sauerteigbrot geht langsamer auf. Der Teig wird etwas lockerer, wirkt lebendiger und bekommt mehr Spannung. Das reicht völlig. Ich schaue bei Roggenbrot mehr auf die Oberfläche und das Gefühl als auf eine perfekte Verdopplung. Wenn deine Küche eher kühl ist, kann die Gare etwas länger dauern. Ist es sehr warm, geht es schneller. Sauerteig arbeitet nicht nach Stoppuhr, sondern nach Temperatur und Aktivität.
Beim Formen hilft Wasser mehr als Mehl. Roggenteig klebt stark, und mit nassen Händen lässt er sich viel besser bändigen. Du kannst den Teig mit einer Teigkarte zusammenschieben und dann vorsichtig in Form bringen. Für ein freigeschobenes Brot kommt der Teig in ein gut bemehltes Gärkörbchen. Wenn du es noch entspannter magst, nimm eine Kastenform. Gerade bei sehr weichen Roggenteigen ist das eine richtig gute Lösung.
Ich backe Roggenbrot gerne rund im Gusseisentopf, aber die Kastenform hat auch ihren Reiz. Sie gibt Stabilität, und du bekommst schöne gleichmäßige Scheiben für Frühstück, Abendbrot oder Pausenbrot.
Nach dem Formen folgt die Stückgare. Der Teig ruht noch einmal 45 bis 60 Minuten. Er sollte sichtbar lockerer wirken und leicht aufgegangen sein. Auch hier gilt: nicht auf eine riesige Volumenexplosion warten. Roggenbrot bleibt kompakter als Weizenbrot. Wenn der Teig etwas aufgegangen ist und die Oberfläche lebendiger aussieht, bist du auf dem richtigen Weg. Zu lange Stückgare ist bei Roggenbrot übrigens auch keine gute Idee. Dann kann der Teig überreif werden und später flacher backen. Lieber rechtzeitig in den heißen Ofen geben.
Am besten wird das Roggen Sauerteigbrot im Gusseisentopf. Der Topf speichert Hitze, hält am Anfang Feuchtigkeit und sorgt für eine kräftige Kruste. Heize den Topf auf 250 °C vor. Dann gibst du das Brot vorsichtig hinein, schneidest es ein und backst es zuerst 15 Minuten mit Deckel. Danach nimmst du den Deckel ab, reduzierst die Temperatur auf 210 °C und backst das Brot weitere 30 bis 35 Minuten fertig.
Nach dem Backen sollte das Brot kräftig gebräunt sein und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen. Ich lasse Roggenbrot immer komplett auskühlen, bevor ich es anschneide. Auch wenn das schwerfällt. Frisch aus dem Ofen duftet es brutal gut, aber die Krume braucht Zeit zum Stabilisieren.
Bei Roggen Sauerteigbrot ist Geduld nach dem Backen fast genauso wichtig wie vorher. Die Krume ist direkt aus dem Ofen noch sehr weich und feucht. Schneidest du zu früh an, wirkt das Brot schnell klebrig oder speckig.
Am besten lässt du es mehrere Stunden auskühlen. Noch besser: über Nacht ruhen lassen und erst am nächsten Tag anschneiden. Dann ist die Krume stabil, das Aroma runder und die Scheiben lassen sich viel sauberer schneiden. Ich weiß, das ist der härteste Teil am Rezept. Aber bei Roggenbrot lohnt es sich wirklich.
Roggen Sauerteigbrot ist ein echtes Alltagsbrot. Es passt zu herzhaften Belägen wie Käse, Schinken, Salami, Frischkäse, Kräuterquark oder Hummus. Auch zu Suppen und Eintöpfen ist es großartig, weil es kräftig genug ist und nicht sofort untergeht.
Meine Lieblingsvariante ist ganz schlicht: eine Scheibe Roggenbrot mit Butter, etwas Salz und Schnittlauch. Wenn das Brot gut ist, braucht es nicht viel. Auch getoastet schmeckt es am nächsten Tag richtig gut. Die Kruste wird wieder knusprig und das Sauerteigaroma kommt schön raus.
Ein frisches Kartoffelbrot ist das ideale Alltagsbrot: außen knusprig, innen weich und lange saftig. Gekochte Kartoffeln im Teig sorgen für[…]
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