Omas einfaches Rezept für Dampfnudeln
Diese Dampfnudeln sind ganz vorne mit dabei, wenn ich an die Rezepte meiner Oma aus meiner Kindheit denke. Für mich[…]
Mehr dazuRohrnudeln sind für mich ein echtes Rezept aus Omas Küche. Der weiche Hefeteig, der Duft nach Butter und die goldbraunen Kugeln in der Auflaufform erinnern an ein Gebäck, für das man sich gerne gemeinsam an den Tisch setzt. Rohrnudeln gehören zur traditionellen süddeutschen und österreichischen Mehlspeisenküche. Früher kamen sie oft als süßes Mittagessen auf den Tisch, zum Beispiel mit Vanillesoße, Kompott oder eingekochten Früchten. Genau so kenne ich sie auch aus der klassischen Familienküche: frisch aus dem Ofen, noch leicht warm und großzügig mit Puderzucker bestäubt. In meinem Rohrnudeln-Rezept bleiben die Teigkugeln ungefüllt. Dadurch schmecken sie besonders fein nach Butter und Vanille und lassen sich später ganz nach Geschmack servieren. Du kannst sie aber auch mit Marmelade, Pflaumenmus oder frischen Früchten füllen. Weiter unten zeige ich dir, worauf du dabei achten solltest.

Für den Teig werden zunächst die trockenen Zutaten vermischt. Anschließend kommen Milch, Butter und Ei dazu. Nun braucht der Hefeteig ein paar Minuten Geduld beim Kneten. Er ist fertig, sobald er glatt, elastisch und weich ist. Nach der ersten Ruhezeit sollte sich das Volumen deutlich vergrößert haben. Dann teilst du den Teig in gleich große Portionen und formst daraus glatte Kugeln. Durch die gleichmäßige Größe werden später alle Rohrnudeln zur selben Zeit fertig. Ich setze die Teigkugeln mit etwas Abstand in eine gebutterte Auflaufform und bestreiche sie ebenfalls mit Butter. Während der zweiten Ruhezeit gehen sie weiter auf und berühren sich schließlich leicht. Im Backofen wachsen sie dann zu den typischen weichen Rohrnudeln zusammen. Nach dem Backen lasse ich sie nur kurz abkühlen. Lauwarm schmecken sie besonders gut, vor allem mit Puderzucker und reichlich Vanillesoße.
Rohrnudeln und Buchteln sind sich sehr ähnlich. Beide bestehen aus weichem Hefeteig und werden dicht nebeneinander in einer Form im Backofen gebacken. Welche Bezeichnung verwendet wird, hängt häufig von der Region ab. Auch der Name Ofennudeln wird stellenweise für das gleiche Gebäck verwendet. Dampfnudeln werden dagegen nicht im Backofen gebacken. Sie garen in einem geschlossenen Topf mit etwas Flüssigkeit und bekommen je nach Zubereitung eine weiche oder leicht karamellisierte Unterseite. Germknödel werden ebenfalls gedämpft oder gekocht und meist einzeln serviert. Für mein Rezept werden die Teigkugeln klassisch in einer gebutterten Auflaufform gebacken. Dadurch wachsen sie beim Backen zusammen und bleiben an den Seiten besonders weich.
Ein guter Hefeteig braucht vor allem Wärme und Zeit. Die Milch darf nur lauwarm sein. Zu heiße Milch kann die Hefe schädigen, kalte Milch verlängert die Gehzeit deutlich. Knete den Teig gründlich, bis er glatt und elastisch ist. Anfangs kann er noch etwas kleben. Gib nicht sofort zusätzliches Mehl dazu. Zu viel Mehl macht die Rohrnudeln später trocken und fest. Nach einigen Minuten Kneten löst sich der Teig meist immer besser vom Schüsselrand. Auch die beiden Ruhezeiten solltest du nicht verkürzen. Beim ersten Gehen entwickelt der Teig sein Volumen. Nach dem Formen braucht er noch einmal Zeit, damit die Rohrnudeln später weich und luftig werden. Ich bestreiche die Teigkugeln vor dem Backen mit geschmolzener Butter. Dadurch bleiben sie an der Oberfläche weich, bräunen gleichmäßig und lassen sich nach dem Backen besser voneinander lösen.
Ungefüllte Rohrnudeln sind der Klassiker und passen zu vielen Soßen und Kompotten. Für eine fruchtige Überraschung kannst du jede Teigportion vor dem Formen füllen. Drücke das Teigstück dafür vorsichtig flach und gib einen kleinen Klecks Marmelade oder Pflaumenmus in die Mitte. Verwende nicht zu viel Füllung. Sonst lässt sich der Teig nur schwer verschließen und die Marmelade kann beim Backen auslaufen. Ziehe die Teigränder über der Füllung zusammen und drücke sie sorgfältig fest. Setze die Kugel anschließend mit der geschlossenen Seite nach unten in die Auflaufform.
Damit kannst du Rohrnudeln füllen:
Sehr flüssige Marmelade ist weniger geeignet. Sie läuft schnell aus und macht den Teig an der Unterseite feucht. Ein fester Fruchtaufstrich oder Pflaumenmus lässt sich leichter verarbeiten.
Ganz klassisch serviere ich Rohrnudeln warm mit Vanillesoße und Puderzucker. Die Soße darf ruhig großzügig über das Hefegebäck gegeben werden, denn der weiche Teig nimmt sie wunderbar auf. Auch Fruchtkompott passt sehr gut dazu. Je nach Jahreszeit kannst du Zwetschgenkompott, Apfelkompott oder warme Kirschen servieren. Bei gefüllten Rohrnudeln würde ich die Beilage auf die Füllung abstimmen. Rohrnudeln mit Pflaumenmus schmecken beispielsweise besonders gut mit Vanillesoße oder Zwetschgenkompott. Weitere passende Beilagen sind:
Rohrnudeln wurden traditionell nicht nur als Gebäck zum Kaffee gegessen. Mit Vanillesoße, Kompott oder Fruchtsoße wurden sie auch als süße Hauptspeise serviert. Gerade ungefüllte Rohrnudeln eignen sich dafür gut, weil die Beilage den Geschmack bestimmt und der Hefeteig die Soße schön aufnimmt. Bleibt etwas übrig, schmecken sie auch als Frühstück richtig lecker.
Geht der Hefeteig kaum auf, war die Milch möglicherweise zu heiß oder die Hefe nicht mehr frisch. Prüfe bei frischer Hefe das Haltbarkeitsdatum und achte darauf, dass die Milch wirklich nur handwarm ist. Eine kühle Küche kann die Gehzeit ebenfalls verlängern. Stelle die abgedeckte Schüssel an einen warmen, zugfreien Platz. Der Teig braucht manchmal etwas länger als im Rezept angegeben. Entscheidend ist nicht allein die Uhr, sondern ob er sichtbar an Volumen gewonnen hat. Trockene Rohrnudeln entstehen häufig durch zu viel Mehl oder eine zu lange Backzeit. Der Hefeteig darf weich und leicht klebrig sein. Gib beim Formen nur so viel Mehl auf die Arbeitsfläche, wie du wirklich brauchst. Werden die Rohrnudeln oben zu dunkel, obwohl sie innen noch nicht fertig sind, kannst du die Form locker mit Backpapier abdecken. So backen sie weiter, ohne an der Oberfläche zu stark zu bräunen.
Du kannst den Hefeteig bereits am Vorabend zubereiten. Verwende dafür kalte oder nur leicht temperierte Milch und stelle den abgedeckten Teig nach dem Kneten direkt in den Kühlschrank. Dort geht er langsam über Nacht auf. Am nächsten Tag lässt du den Teig kurz bei Zimmertemperatur stehen, bevor du ihn portionierst und zu Kugeln formst. Danach kommen die Rohrnudeln wie im Rezept in die gebutterte Form und brauchen noch einmal Zeit zum Aufgehen. Fertig geformte Rohrnudeln würde ich nicht über viele Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Der Hefeteig kann sonst zu stark aufgehen und beim Backen wieder zusammenfallen.
Am besten schmecken Rohrnudeln frisch und noch leicht warm. Reste solltest du nach dem vollständigen Abkühlen luftdicht verpacken. Bei Raumtemperatur bleiben sie etwa ein bis zwei Tage weich. Vor dem Servieren kannst du die Rohrnudeln kurz im Backofen erwärmen. Bestreiche sie vorher mit wenig Milch oder Butter, damit die Oberfläche nicht austrocknet. Auch einige Sekunden in der Mikrowelle machen einzelne Stücke wieder weich. Zum Einfrieren lässt du die Rohrnudeln vollständig abkühlen und verpackst sie einzeln oder portionsweise. Nach dem Auftauen werden sie kurz aufgebacken. Puderzucker und Vanillesoße kommen erst beim Servieren dazu.
Diese Dampfnudeln sind ganz vorne mit dabei, wenn ich an die Rezepte meiner Oma aus meiner Kindheit denke. Für mich[…]
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