Brötchen Rezept über Nacht
Frisch gebackene Brötchen am Morgen sind für viele ein kleiner Luxus, aber oft scheitert es daran, dass man dafür schon[…]
Mehr dazuFrische Brötchen am Morgen sind wunderbar. Dafür schon im Morgengrauen einen Hefeteig anzusetzen, gehört allerdings nicht zu meinen liebsten Wochenendbeschäftigungen. Bei diesen Rosenbrötchen passiert der größte Teil der Arbeit deshalb ganz entspannt am Vorabend. Über Nacht entwickelt der Teig im Kühlschrank sein Aroma. Am nächsten Morgen musst du ihn nur noch teilen, locker formen und backen. Dabei reißen die Brötchen ganz von allein auf und bekommen ihre typische Form, die ein wenig an eine geöffnete Rosenblüte erinnert. Besonders gerne mag ich die kräftige, knusprige Kruste. Innen bleiben die Rosenbrötchen weich und saftig, sodass sie sowohl zu Marmelade als auch zu einem herzhaften Frühstück passen.

Drei Gramm Hefe wirken zunächst erstaunlich wenig. Für einen Teig, der viele Stunden im Kühlschrank ruht, ist diese Menge aber völlig ausreichend. Die langsame Gare gibt dem Teig Zeit, Geschmack zu entwickeln. Gleichzeitig musst du am Morgen nicht erst darauf warten, dass ein frisch gekneteter Teig sein Volumen verdoppelt. Wichtig ist ein wirklich kalter Kühlschrank. Ist er deutlich wärmer als üblich oder soll der Teig länger als zwölf Stunden ruhen, würde ich eher die kleinere Hefemenge verwenden.vDie Teigschüssel muss außerdem gut verschlossen sein. Eine trockene Haut auf der Oberfläche lässt sich später nur schwer wieder in den Teig einarbeiten.
Löse zuerst Hefe und Zucker im kalten Wasser auf. Gib das Mehl dazu und vermische alles nur grob. Der Teig darf jetzt noch ungleichmäßig und etwas zottelig aussehen. Nach einer kurzen Ruhepause kommen Salz und nach Wunsch Butter oder Öl dazu. Knete den Teig anschließend, bis er glatt, elastisch und deutlich weniger klebrig wird.vBei mir dauert das in der Küchenmaschine ungefähr acht bis zehn Minuten. Mit den Händen funktioniert es ebenfalls, braucht aber etwas mehr Kraft und Geduld.
Lass den Teig anschließend kurz bei Raumtemperatur anspringen. Nach etwa zwanzig Minuten ziehst du ihn einmal vorsichtig auseinander und faltest ihn von allen Seiten zur Mitte. Danach wandert er in eine leicht geölte, verschlossene Schüssel und darf über Nacht im Kühlschrank ruhen.
Am Morgen kommt der Teig direkt aus dem Kühlschrank auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche. Teile ihn in acht bis zehn ähnlich große Portionen. Forme die Stücke nur locker rund. Du möchtest keine vollkommen glatte Kugel herstellen, sondern auf der Unterseite einen sichtbaren, unregelmäßigen Schluss behalten. Lege die Teiglinge mit genau dieser unebenen Seite nach oben auf ein bemehltes Tuch oder Backpapier. Etwas zusätzliches Mehl am Schluss verhindert, dass die Falten während der Stückgare vollständig zusammenkleben. Einschneiden musst du Rosenbrötchen nicht. Im Ofen öffnet sich der lockere Schluss von selbst und bildet die rustikale, blütenartige Oberfläche.
Nach dem Formen brauchen die kalten Teiglinge noch etwas Zeit bei Raumtemperatur. Je nach Temperatur in deiner Küche kann das ungefähr 45 bis 75 Minuten dauern. Verlasse dich dabei nicht nur auf die Uhr. Drücke einen Teigling vorsichtig mit dem Finger ein. Kommt die Delle langsam und nicht vollständig zurück, können die Brötchen in den Ofen.vSpringt der Teig sofort zurück, braucht er noch Zeit. Bleibt die Delle tief stehen, ist die Gare bereits weit fortgeschritten und die Brötchen sollten möglichst schnell gebacken werden.vGerade beim ersten Versuch ist diese Fingerdruckprobe hilfreicher als eine exakt vorgegebene Gehzeit. Im Winter kann der Teig deutlich länger brauchen als an einem warmen Sommertag.
Heize den Backofen rechtzeitig auf hohe Temperatur vor. Auch das Backblech darf bereits im Ofen heiß werden, damit die Brötchen von Beginn an kräftigen Ofentrieb bekommen.Setze die Teiglinge mit dem Schluss nach oben auf das heiße Blech und gib zu Beginn Dampf in den Ofen. Dafür kannst du etwas heißes Wasser in ein vorgeheiztes, hitzebeständiges Gefäß gießen.vNach einigen Minuten lässt du den Dampf entweichen und backst die Rosenbrötchen kräftig goldbraun. So wird die Kruste schön rösch und bleibt nicht blass oder weich.vLass die fertigen Brötchen auf einem Gitter auskühlen. Dort kann die Feuchtigkeit entweichen, ohne dass der Boden weich wird. Frisch schmecken sie natürlich am besten. Übrige Rosenbrötchen kannst du aber problemlos einfrieren und später kurz im Ofen aufbacken.
Frisch gebackene Brötchen am Morgen sind für viele ein kleiner Luxus, aber oft scheitert es daran, dass man dafür schon[…]
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