Kräuterbaguette einfach selber machen
Mit diesem einfachen Rezept kannst du Kräuterbaguette einfach und schnell selber machen. Ich zeige dir hier im Rezept, wie du[…]
Mehr dazuDieses schnelle Baguette ist perfekt, wenn du frisches Brot selbst backen möchtest, aber keine Lust auf langes Kneten, Dehnen und Falten hast. Der Teig wird am Vorabend mit einem Kochlöffel zusammengerührt. Danach darf er ganz in Ruhe aufgehen und muss am nächsten Tag nur noch vorsichtig geformt werden. Die lange Gehzeit klingt zunächst aufwendig, tatsächlich hast du mit dem Teig aber nur wenige Minuten Arbeit. Ich bereite ihn gerne abends vor und backe die Baguettes am nächsten Morgen oder zum Mittagessen. Durch die kleine Hefemenge und die lange Ruhezeit werden sie innen locker und bekommen im heißen Ofen eine knusprige Kruste.

Für den Baguetteteig werden Mehl, Salz und Trockenhefe zunächst vermischt. Danach kommt das Wasser dazu. Ein Kochlöffel reicht vollkommen aus, um alles kurz miteinander zu verrühren. Sobald kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist, ist der Teig fertig vorbereitet. Kneten musst du ihn nicht. Auch während der Gehzeit wird der Teig weder gedehnt noch gefaltet. Du deckst die Schüssel einfach ab und lässt die Hefe in Ruhe arbeiten. Ich rühre den Teig meist am Abend zusammen. Am nächsten Tag muss ich ihn nur noch auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, teilen und vorsichtig in die Länge ziehen. Die genauen Geh- und Backzeiten findest du wie immer weiter unten im Rezept.
Der Teig für dieses schnelle Baguette ist deutlich weicher als ein klassischer Hefeteig für Brötchen oder Pizza. Er klebt an den Händen und lässt sich nicht zu einer glatten Kugel formen. Genau diese Konsistenz ist richtig. Gib deshalb nicht nach und nach zusätzliches Mehl in den Teig. Dadurch würde das Verhältnis von Mehl und Wasser verändert und das fertige Baguette könnte trockener und fester werden. Am einfachsten lässt sich der weiche Teig mit einer Teigkarte bearbeiten. Bemehle die Arbeitsfläche und auch die Teigkarte gut. Anschließend kannst du den Teig teilen und die beiden Portionen vorsichtig länglich ziehen, ohne sie mit den Händen durchzukneten. Nach der langen Gehzeit sollte der Teig deutlich aufgegangen sein und viele kleine Luftblasen zeigen. Wie schnell das passiert, hängt auch von der Raumtemperatur ab. In einer warmen Küche kann er bereits nach zwölf Stunden bereit zum Backen sein.
Nach der Gehzeit steckt viel Luft im weichen Baguetteteig. Sie sorgt später für die lockere und unregelmäßige Krume. Gehe deshalb behutsam mit dem Teig um und drücke ihn nicht kräftig zusammen. Stürze ihn vorsichtig auf die bemehlte Arbeitsfläche und teile ihn mit der Teigkarte in zwei Portionen. Anschließend ziehst du jedes Teigstück sanft in die Länge. Perfekt gleichmäßig müssen die Baguettes nicht aussehen. Eine etwas rustikale Form passt zu diesem einfachen Rezept sogar sehr gut. Lege die Teiglinge mit genügend Abstand auf das Backblech und lass sie noch einmal ruhen. Falls sie beim Umsetzen etwas breiter werden, ist das bei dem weichen Teig normal. Ein spezielles Baguetteblech brauchst du für das Rezept nicht.
Der Backofen muss für Baguette richtig heiß sein. Heize ihn deshalb gründlich vor, bevor du das Blech hineinschiebst. Die starke Anfangshitze lässt die Teiglinge schnell aufgehen und sorgt dafür, dass sich eine schöne Kruste bildet. Kurz vor dem Backen werden die Baguettes mehrmals schräg eingeschnitten. Dafür eignet sich ein sehr scharfes Messer oder eine saubere Rasierklinge. Arbeite zügig und ohne starken Druck, damit der weiche Teig nicht zusammenfällt. Für zusätzlichen Dampf kommt eine hitzefeste Schale in den Backofen. Sobald die Baguettes im Ofen sind, wird heißes Wasser hineingegossen und die Tür sofort geschlossen. Der Dampf hält die Oberfläche zunächst elastisch, sodass die Baguettes besser aufgehen können. Nach der ersten Backphase wird die Temperatur reduziert. So kann die Kruste weiter bräunen, ohne dass die Baguettes außen zu dunkel werden. Fertig sind sie, wenn sie goldbraun aussehen und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.
Geht der Teig kaum auf, kann die Hefe zu alt oder das Wasser zu heiß gewesen sein. Das Wasser sollte nur lauwarm sein. Sehr heißes Wasser kann die Hefe beschädigen. Auch eine zu kühle Küche verlängert die Gehzeit. Stelle die Schüssel dann an einen etwas wärmeren Platz und gib dem Teig noch ein wenig Zeit. Er muss sich nicht exakt verdoppeln, sollte aber sichtbar luftiger sein und Blasen bilden. Läuft das Baguette auf dem Blech sehr breit, wurde der Teig möglicherweise zu kräftig bearbeitet oder hatte nach dem Formen zu viel Zeit. Schiebe die Teiglinge nach der zweiten Ruhezeit zügig in den vollständig vorgeheizten Ofen. Eine blasse oder weiche Kruste entsteht häufig, wenn der Backofen noch nicht heiß genug war oder die Baguettes zu früh herausgenommen wurden. Lass sie nach dem Backen außerdem auf einem Gitter auskühlen. So kann die Feuchtigkeit auch an der Unterseite entweichen.
Am besten schmeckt das schnelle Baguette am Tag des Backens. Lass es vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen und bewahre es anschließend in einer Brotbox oder einem sauberen Küchentuch auf. Am nächsten Tag kannst du das Baguette kurz mit etwas Wasser befeuchten und im Backofen aufbacken. Dadurch wird die Kruste wieder knuspriger. Auch zum Einfrieren eignet sich das Baguette gut. Ich schneide es dafür gerne in zwei Hälften oder einzelne Stücke. So kann ich später genau die Menge herausnehmen, die ich brauche. Nach dem Auftauen wird es ebenfalls kurz im Ofen aufgebacken.
Mit diesem einfachen Rezept kannst du Kräuterbaguette einfach und schnell selber machen. Ich zeige dir hier im Rezept, wie du[…]
Mehr dazu

Hat es Dir geschmeckt? Hast Du Verbesserungsvorschläge? Hast du etwas anders gemacht, eine kreative Zutat ausprobiert oder einfach eine Frage? Hinterlasse einen Kommentar und lass mich wissen, wie es dir ergangen ist. Dein Feedback inspiriert nicht nur mich, sondern auch andere HobbybäckerInnen!
Rezept bewertenFür mehr Rezept-Ideen folg mir gerne bei Social Media :-)