42 Min. Brot & Brötchen 0.00 / 5,00

Schnelles Baguette

Dieses schnelle Baguette ist perfekt, wenn du frisches Brot selbst backen möchtest, aber keine Lust auf langes Kneten, Dehnen und Falten hast. Der Teig wird am Vorabend mit einem Kochlöffel zusammengerührt. Danach darf er ganz in Ruhe aufgehen und muss am nächsten Tag nur noch vorsichtig geformt werden. Die lange Gehzeit klingt zunächst aufwendig, tatsächlich […]

Schnelles Baguette auf Holzbrett
Schnelles Baguette in Scheiben geschnitten
Schnelles Baguette mit Marmelade angerichtet
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Dieses schnelle Baguette ist perfekt, wenn du frisches Brot selbst backen möchtest, aber keine Lust auf langes Kneten, Dehnen und Falten hast. Der Teig wird am Vorabend mit einem Kochlöffel zusammengerührt. Danach darf er ganz in Ruhe aufgehen und muss am nächsten Tag nur noch vorsichtig geformt werden. Die lange Gehzeit klingt zunächst aufwendig, tatsächlich hast du mit dem Teig aber nur wenige Minuten Arbeit. Ich bereite ihn gerne abends vor und backe die Baguettes am nächsten Morgen oder zum Mittagessen. Durch die kleine Hefemenge und die lange Ruhezeit werden sie innen locker und bekommen im heißen Ofen eine knusprige Kruste.

Diese Zutaten brauchst du für schnelles Baguette

  • Weizenmehl Type 550: Das etwas backstärkere Weizenmehl eignet sich gut für Baguette und sorgt für eine lockere Krume. Du findest es inzwischen in den meisten Supermärkten.
  • Lauwarmes Wasser: Durch die recht große Wassermenge wird der Teig sehr weich. Das ist bei diesem Rezept gewollt und kein Zeichen dafür, dass Mehl fehlt.
  • Salz: Salz gibt dem Baguette Geschmack. Ohne Salz würde das Brot trotz knuspriger Kruste recht fade schmecken.
  • Trockenhefe oder frische Hefe: Weil der Teig viele Stunden Zeit zum Aufgehen hat, reicht eine kleine Hefemenge aus. Trockenhefe kannst du direkt mit dem Mehl vermischen. Frische Hefe löst du am besten vorher im Wasser auf.
  • Etwas Mehl zum Formen: Eine gut bemehlte Arbeitsfläche verhindert, dass der weiche Teig überall festklebt. Zusätzliches Mehl sollte trotzdem nicht in den Teig geknetet werden.
Schnelles Baguette in Scheiben geschnitten

Wenige Handgriffe, viel Ruhe: So entsteht der Teig

Für den Baguetteteig werden Mehl, Salz und Trockenhefe zunächst vermischt. Danach kommt das Wasser dazu. Ein Kochlöffel reicht vollkommen aus, um alles kurz miteinander zu verrühren. Sobald kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist, ist der Teig fertig vorbereitet. Kneten musst du ihn nicht. Auch während der Gehzeit wird der Teig weder gedehnt noch gefaltet. Du deckst die Schüssel einfach ab und lässt die Hefe in Ruhe arbeiten. Ich rühre den Teig meist am Abend zusammen. Am nächsten Tag muss ich ihn nur noch auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, teilen und vorsichtig in die Länge ziehen. Die genauen Geh- und Backzeiten findest du wie immer weiter unten im Rezept.

Der Baguetteteig klebt stark? Das soll so sein

Der Teig für dieses schnelle Baguette ist deutlich weicher als ein klassischer Hefeteig für Brötchen oder Pizza. Er klebt an den Händen und lässt sich nicht zu einer glatten Kugel formen. Genau diese Konsistenz ist richtig. Gib deshalb nicht nach und nach zusätzliches Mehl in den Teig. Dadurch würde das Verhältnis von Mehl und Wasser verändert und das fertige Baguette könnte trockener und fester werden. Am einfachsten lässt sich der weiche Teig mit einer Teigkarte bearbeiten. Bemehle die Arbeitsfläche und auch die Teigkarte gut. Anschließend kannst du den Teig teilen und die beiden Portionen vorsichtig länglich ziehen, ohne sie mit den Händen durchzukneten. Nach der langen Gehzeit sollte der Teig deutlich aufgegangen sein und viele kleine Luftblasen zeigen. Wie schnell das passiert, hängt auch von der Raumtemperatur ab. In einer warmen Küche kann er bereits nach zwölf Stunden bereit zum Backen sein.

Beim Formen sollte möglichst viel Luft im Teig bleiben

Nach der Gehzeit steckt viel Luft im weichen Baguetteteig. Sie sorgt später für die lockere und unregelmäßige Krume. Gehe deshalb behutsam mit dem Teig um und drücke ihn nicht kräftig zusammen. Stürze ihn vorsichtig auf die bemehlte Arbeitsfläche und teile ihn mit der Teigkarte in zwei Portionen. Anschließend ziehst du jedes Teigstück sanft in die Länge. Perfekt gleichmäßig müssen die Baguettes nicht aussehen. Eine etwas rustikale Form passt zu diesem einfachen Rezept sogar sehr gut. Lege die Teiglinge mit genügend Abstand auf das Backblech und lass sie noch einmal ruhen. Falls sie beim Umsetzen etwas breiter werden, ist das bei dem weichen Teig normal. Ein spezielles Baguetteblech brauchst du für das Rezept nicht.

Hohe Hitze und Dampf sorgen für eine knusprige Kruste

Der Backofen muss für Baguette richtig heiß sein. Heize ihn deshalb gründlich vor, bevor du das Blech hineinschiebst. Die starke Anfangshitze lässt die Teiglinge schnell aufgehen und sorgt dafür, dass sich eine schöne Kruste bildet. Kurz vor dem Backen werden die Baguettes mehrmals schräg eingeschnitten. Dafür eignet sich ein sehr scharfes Messer oder eine saubere Rasierklinge. Arbeite zügig und ohne starken Druck, damit der weiche Teig nicht zusammenfällt. Für zusätzlichen Dampf kommt eine hitzefeste Schale in den Backofen. Sobald die Baguettes im Ofen sind, wird heißes Wasser hineingegossen und die Tür sofort geschlossen. Der Dampf hält die Oberfläche zunächst elastisch, sodass die Baguettes besser aufgehen können. Nach der ersten Backphase wird die Temperatur reduziert. So kann die Kruste weiter bräunen, ohne dass die Baguettes außen zu dunkel werden. Fertig sind sie, wenn sie goldbraun aussehen und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.

Was tun, wenn das schnelle Baguette nicht richtig aufgeht?

Geht der Teig kaum auf, kann die Hefe zu alt oder das Wasser zu heiß gewesen sein. Das Wasser sollte nur lauwarm sein. Sehr heißes Wasser kann die Hefe beschädigen. Auch eine zu kühle Küche verlängert die Gehzeit. Stelle die Schüssel dann an einen etwas wärmeren Platz und gib dem Teig noch ein wenig Zeit. Er muss sich nicht exakt verdoppeln, sollte aber sichtbar luftiger sein und Blasen bilden. Läuft das Baguette auf dem Blech sehr breit, wurde der Teig möglicherweise zu kräftig bearbeitet oder hatte nach dem Formen zu viel Zeit. Schiebe die Teiglinge nach der zweiten Ruhezeit zügig in den vollständig vorgeheizten Ofen. Eine blasse oder weiche Kruste entsteht häufig, wenn der Backofen noch nicht heiß genug war oder die Baguettes zu früh herausgenommen wurden. Lass sie nach dem Backen außerdem auf einem Gitter auskühlen. So kann die Feuchtigkeit auch an der Unterseite entweichen.

Baguette aufbewahren, einfrieren und wieder aufbacken

Am besten schmeckt das schnelle Baguette am Tag des Backens. Lass es vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen und bewahre es anschließend in einer Brotbox oder einem sauberen Küchentuch auf. Am nächsten Tag kannst du das Baguette kurz mit etwas Wasser befeuchten und im Backofen aufbacken. Dadurch wird die Kruste wieder knuspriger. Auch zum Einfrieren eignet sich das Baguette gut. Ich schneide es dafür gerne in zwei Hälften oder einzelne Stücke. So kann ich später genau die Menge herausnehmen, die ich brauche. Nach dem Auftauen wird es ebenfalls kurz im Ofen aufgebacken.

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Schnelles Baguette ohne Kneten, Dehnen oder Falten. Der Teig wird am Vorabend einfach zusammengerührt und am nächsten Tag knusprig gebacken.

Vorbereitung 15 minutes
Zubereitung 27 minutes
Gesamt 42 minutes
Schnelles Baguette auf Holzbrett mit angeschnittenen Scheiben und Marmelade
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Du benötigst Equipment

2 Stück

Zutaten Zutaten

  • 500 g Weizenmehl Typ 550
  • 400 ml lauwarmes Wasser
  • 15 g Salz
  • 3 g Trockenhefe oder 10g frische Hefe
  • etwas Mehl zum Formen

Zubereitung Zubereitung

  • Mehl, Salz und Trockenhefe in einer großen Schüssel vermischen. Wasser dazugeben und alles mit einem Kochlöffel nur so lange verrühren, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Der Teig ist sehr weich und klebrig.
  • Die Schüssel abdecken und den Teig 12 bis 18 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
  • Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben. Nicht kneten. Mit einer Teigkarte vorsichtig in zwei Teile teilen. Beide Teigstücke behutsam länglich ziehen und zu Baguettes formen. Dabei möglichst wenig Luft aus dem Teig drücken. Auf ein Backblech mit Backpapier legen und weitere 30 bis 45 Minuten ruhen lassen.
  • Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine hitzefeste Schale auf den Boden des Ofens stellen. Das Blech in den Ofen schieben und etwa 100 ml heißes Wasser in die Schale gießen. Ofentür sofort schließen.
  • Baguettes 12 Minuten bei 250 °C backen. Danach die Temperatur auf 220 °C reduzieren und weitere 12 bis 15 Minuten backen. Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Nährwertangaben: Schnelles Baguette
Angaben pro Portion
Kalorien
915
% Tagesbedarf*
Fett
 
3
g
5
%
Gesättigte Fettsäuren
 
0.4
g
3
%
Mehrfach ungesättigte Fette
 
1
g
Einfach ungesättigte Fette
 
0.3
g
Natrium
 
2923
mg
127
%
Kalium
 
282
mg
8
%
Kohlenhydrate
 
191
g
64
%
Zucker
 
1
g
1
%
Eiweiß
 
26
g
52
%
* Die prozentualen Tageswerte basieren auf einer 2000-Kalorien-Ernährung
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