Schnelle Brötchen Rezepte
Frische Brötchen selbst zu machen fühlt sich für mich immer ein bisschen nach extra gemütlichem Morgen an. Dabei muss das[…]
Mehr dazuDiese Sesambrötchen mit Übernachtgare sind perfekt, wenn du morgens frische, knusprige Brötchen auf dem Tisch haben möchtest, ohne dafür im Halbschlaf einen Hefeteig anzusetzen. Der Teig wird am Abend vorbereitet, ruht über Nacht im Kühlschrank und muss am nächsten Morgen nur noch geformt, mit Sesam bestreut und gebacken werden. Ich mag an diesem Rezept besonders, dass die Brötchen außen richtig schön goldbraun und rösch werden, innen aber weich und locker bleiben. Durch die lange Gare brauchst du nur wenig Hefe, der Teig bekommt mehr Aroma und die Sesambrötchen schmecken deutlich runder als schnelle Hefebrötchen. Mit etwas Dampf im Ofen werden sie fast wie vom Bäcker, nur eben frisch aus deiner eigenen Küche.

Der Teig für diese Sesambrötchen wird am Abend vorbereitet. Dafür vermischst du zuerst Mehl, kaltes Wasser, Hefe und Zucker oder Honig nur grob miteinander. Diese kurze Ruhezeit hilft dem Mehl, das Wasser aufzunehmen. Danach kommen Salz und Öl oder Butter dazu und der Teig wird so lange geknetet, bis er glatt und elastisch ist. Nach dem Kneten darf der Teig noch kurz bei Raumtemperatur anspringen. Das bedeutet: Die Hefe wird aktiv, bevor der Teig in den Kühlschrank kommt. Danach wandert er abgedeckt in eine leicht geölte Schüssel und ruht dort über Nacht für etwa 10 bis 14 Stunden. Am nächsten Morgen muss der Teig nur noch kurz akklimatisieren. Danach teilst du ihn in 8 Stücke, schleifst sie rund und formst sie leicht länglich. So bekommen die Sesambrötchen ihre klassische Form.
Bei schneller gebackenen Brötchen wird oft deutlich mehr Hefe verwendet. Für Sesambrötchen mit Übernachtgare brauchst du das nicht. Im Gegenteil: Weniger Hefe ist hier sogar besser, weil der Teig langsam reifen kann und dadurch mehr Geschmack entwickelt. Wenn du zu viel Hefe verwendest, kann der Teig im Kühlschrank überreif werden. Dann riecht er stark hefig, wird instabil und lässt sich am Morgen schlechter formen. Mit 5 g frischer Hefe auf 500 g Mehl bist du auf der sicheren Seite, besonders wenn dein Kühlschrank wirklich kalt ist. Falls deine Küche sehr warm ist oder der Teig länger als 14 Stunden stehen soll, würde ich die Hefemenge eher etwas reduzieren. Der Teig soll am Morgen sichtbar aufgegangen sein, aber nicht über die Schüssel hinauswachsen.
Ein typisches Problem bei Sesambrötchen: Nach dem Backen liegt der halbe Sesam auf dem Blech. Das lässt sich leicht vermeiden. Wichtig ist, dass du die Oberfläche der geformten Teiglinge gut mit Wasser befeuchtest und sie dann direkt in den Sesam drückst. Nur darüberstreuen reicht meistens nicht. Besser ist es, den Sesam in eine kleine Schale zu geben und die feuchte Oberseite der Brötchen sanft hineinzudrücken. Danach setzt du die Teiglinge auf Backpapier und lässt sie abgedeckt gehen. Wenn du magst, kannst du den Sesam vorher ganz kurz in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Dann schmeckt er intensiver. Aber wirklich nur leicht rösten, denn im Ofen bekommt er noch einmal Farbe.
Für knusprige Sesambrötchen brauchst du vor allem drei Dinge: einen gut vorgeheizten Ofen, starke Anfangshitze und Dampf. Heize den Ofen deshalb rechtzeitig mit Backblech oder Backstahl auf 240 Grad Ober-/Unterhitze vor. Eine leere ofenfeste Schale auf dem Ofenboden hilft beim Schwaden. Sobald die Brötchen im Ofen sind, gießt du heißes Wasser in die Schale und schließt die Tür sofort. Der Dampf hält die Oberfläche der Brötchen am Anfang elastisch, sodass sie gut aufgehen können. Nach etwa 10 Minuten lässt du den Dampf ab, senkst die Temperatur auf 220 Grad und backst die Sesambrötchen fertig, bis sie kräftig goldbraun sind. Für extra Knusper kannst du sie nach dem Backen noch 5 Minuten im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür lassen.
Frisch gebacken schmecken Sesambrötchen natürlich am besten. Wenn etwas übrig bleibt, kannst du sie vollständig auskühlen lassen und in einem Brotkasten oder locker eingewickelt aufbewahren. Am nächsten Tag werden sie wieder richtig gut, wenn du sie kurz mit etwas Wasser besprühst und bei 180 Grad für 5 bis 8 Minuten aufbackst. Einfrieren klappt ebenfalls sehr gut. Dafür die Brötchen komplett auskühlen lassen, luftdicht verpacken und einfrieren. Zum Aufbacken kannst du sie direkt gefroren in den Ofen geben. So hast du auch unter der Woche schnell frische Frühstücksbrötchen auf dem Tisch.
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