5 Streuselkuchen Rezepte
Streuselkuchen Rezepte verbinden einen saftigen Boden mit einer goldbraunen, buttrigen Kruste und gehören genau deshalb zu den beliebtesten Kuchenklassikern. Ob[…]
Mehr dazuGute Streusel müssen für mich vor allem zwei Dinge können: Beim Backen sollen sie ihre Form behalten und nach dem Abkühlen richtig schön knusprig sein. Mit diesem Grundrezept entstehen grobe Butterstreusel, die zu Obstkuchen, Streuselkuchen, Muffins und vielen weiteren Rezepten passen. Für die Streusel brauchst du nur wenige Zutaten. Ich bereite sie mit kalter Butter zu und stelle sie vor dem Backen noch einmal kurz kühl. Dadurch lassen sie sich gut formen und laufen im Ofen nicht so schnell auseinander. Weiter unten zeige ich dir außerdem, welche Menge du für ein Backblech oder eine Springform brauchst und wann geschmolzene Butter trotzdem sinnvoll sein kann.
Das Rezept enthält etwas weniger Zucker als viele klassische Streuselrezepte. Dadurch werden die Streusel nicht zu süß und passen auch gut auf Kuchen mit Pudding, Marmelade oder süßem Obst.

Vermische zuerst Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz. Gib anschließend die kalte Butter in kleinen Würfeln dazu. Nun kannst du die Zutaten entweder kurz mit den Knethaken des Handrührgeräts oder direkt mit den Händen verarbeiten. Ich beginne gerne mit den Knethaken und forme die Streusel anschließend mit den Fingern fertig. Drücke dafür etwas von der krümeligen Masse in der Hand zusammen und zerbrich sie danach wieder in unterschiedlich große Stücke. So entstehen neben kleinen Streuseln auch einige größere Stücke.
Die Masse sollte nur so lange bearbeitet werden, bis kein trockenes Mehl mehr übrig ist. Knetest du weiter, erwärmt sich die Butter und aus den Streuseln wird schnell ein zusammenhängender Teig. Verteile die rohen Streusel direkt auf dem ungebackenen Kuchen. Sie müssen normalerweise nicht vorgebacken werden, sondern backen gemeinsam mit dem Kuchen nach den Angaben des jeweiligen Rezepts. Bis dahin kannst du sie abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Kalte Butter ist eine gute Grundlage, reicht allein aber noch nicht aus. Auch die Verarbeitung und das Backen entscheiden darüber, ob die Streusel später knusprig oder weich werden. Bearbeite die Masse möglichst kurz. Dabei sollte der Zucker nicht vollständig in der Butter aufgelöst werden. Die kleinen Zuckerkristalle tragen beim Backen zur knusprigen Oberfläche bei.
Forme außerdem nicht nur sehr feine Krümel. Kleine Streusel backen schneller durch und können trocken werden. Einige größere Stücke bleiben innen mürbe und werden außen schön knusprig. Vor dem Backen stelle ich die fertigen Streusel für etwa 15 bis 20 Minuten in den Kühlschrank. Die Butter wird dadurch wieder fest und die Streusel behalten im Ofen besser ihre Form.
Nimm den Kuchen erst aus dem Ofen, wenn die Streusel leicht goldbraun sind. Sehr helle Streusel sind häufig noch weich und haben wenig Röstaroma. Lass den fertigen Kuchen anschließend offen auskühlen. Wird er noch warm abgedeckt, bildet sich Feuchtigkeit und die Streuseldecke verliert ihren Biss.
Beides funktioniert, das Ergebnis sieht aber unterschiedlich aus. Mit kalter Butter lassen sich besonders gut grobe und formstabile Streusel herstellen. Du kannst selbst bestimmen, wie groß die einzelnen Stücke werden. Deshalb verwende ich für dieses Rezept kalte Butter.
Geschmolzene Butter verteilt sich schneller und gleichmäßiger im Mehl. Dadurch entstehen meist feinere, kleinere Streusel. Sie sind praktisch, wenn du eine gleichmäßige Krümelschicht möchtest oder die Streusel nur mit einem Löffel verrühren willst. Sie wirken nach dem Backen häufig etwas kompakter und weniger grob.
Weiche Butter liegt dazwischen. Die Zutaten verbinden sich damit sehr schnell zu größeren Stücken. Werden die Streusel anschließend nicht gekühlt, können sie im Ofen jedoch stärker verlaufen.
Für grobe Streusel wie vom Bäcker würde ich deshalb kalte Butter nehmen. Für feine Streusel auf Muffins, Desserts oder einem Crumble kann auch geschmolzene Butter sinnvoll sein.
Die genaue Menge hängt davon ab, wie dick du die Streuselschicht magst. Das Grundrezept reicht ungefähr für:
Für eine Springform kannst du die Menge reduzieren, wenn neben den Streuseln noch viel Obst, Pudding oder eine Quarkfüllung auf den Kuchen kommt. Etwa die Hälfte bis zwei Drittel des Rezepts reichen dann meistens aus. Für einen Blechkuchen mit einer besonders dicken Streuseldecke kannst du die Menge um etwa ein Viertel erhöhen. Zum Vergleich: Andere Grundrezepte verwenden ungefähr 300 Gramm Mehl für eine dicke Streuselschicht auf einem Backblech.
Das Grundrezept passt zu fast allen Kuchen, bei denen eine knusprige Streuseldecke gewünscht ist. Besonders gut eignen sich:
Bei einem Hefeteig kannst du die Oberfläche vorher dünn mit Milch oder geschmolzener Butter bestreichen. Auch eine dünne Schicht Marmelade sorgt dafür, dass die Streusel besser haften.
Du kannst die Butterstreusel außerdem nach Geschmack abwandeln. Zimt passt besonders gut zu Äpfeln, Pflaumen und Zwetschgen. Zitronen- oder Orangenabrieb bringt Frische in die Streusel. Gehackte Mandeln, Haselnüsse oder Haferflocken sorgen für zusätzlichen Biss.
Streusel lassen sich auch ohne Kuchen backen. Verteile sie dafür locker auf einem mit Backpapier belegten Blech und backe sie bei etwa 170 bis 180 °C, bis sie goldbraun sind. Nach dem Abkühlen kannst du sie als knuspriges Topping für Joghurt, Eis oder Desserts verwenden.
Verlaufen die Streusel im Ofen, war die Butter meist zu warm oder die Masse wurde zu lange geknetet. Stelle die Streusel vor dem Backen noch einmal kalt. Ist die Masse bereits sehr weich, kannst du wenig zusätzliches Mehl einarbeiten.
Bleiben die Streusel fein, trocken und sandig, wurden die Zutaten möglicherweise noch nicht ausreichend zusammengedrückt. Nimm etwas Masse in die Hand, drücke sie zusammen und zerbrich sie anschließend wieder. Falls weiterhin viel trockenes Mehl übrig bleibt, helfen ein bis zwei Teelöffel kaltes Wasser oder Milch.
Sehr harte Streusel wurden häufig zu lange gebacken oder enthalten im Verhältnis zu viel Zucker. Auch sehr kleine Streusel trocknen schneller aus. Bei Umluft kann die Oberfläche ebenfalls etwas schneller fest werden als bei Ober-/Unterhitze. Bleiben die Streusel dagegen blass und weich, brauchen sie meist noch etwas Backzeit. Sie sollten leicht goldbraun sein. Bei einem sehr feuchten Obst- oder Puddingkuchen können sie nach dem Abkühlen trotzdem etwas weicher werden, weil sie Feuchtigkeit aus der Füllung aufnehmen.
Streusel lassen sich sehr gut vorbereiten. Du kannst sie am Vortag herstellen, abdecken und bis zum Backen im Kühlschrank lagern. Das ist sogar praktisch, weil die Butter dabei vollständig durchkühlt. Auch das Einfrieren funktioniert. Verteile die ungebackenen Streusel zunächst locker auf einem kleinen Blech oder Teller und friere sie etwa eine Stunde vor. Danach kannst du sie in einen Gefrierbeutel oder eine Dose umfüllen, ohne dass sie zu einem großen Block zusammenfrieren. Luftdicht verpackt halten sich rohe Streusel mehrere Monate im Gefrierschrank. Gib sie bei Bedarf direkt gefroren auf den Kuchen. Auftauen musst du sie nicht.
Übrig gebliebene gebackene Streusel sollten vollständig auskühlen, bevor du sie luftdicht verpackst. So bleiben sie länger knusprig und können später als Topping verwendet werden.
Streuselkuchen Rezepte verbinden einen saftigen Boden mit einer goldbraunen, buttrigen Kruste und gehören genau deshalb zu den beliebtesten Kuchenklassikern. Ob[…]
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