2 h, 50 Min. Gebäck aus Hefeteig 0.00 / 5,00

Streuseltaler

Streuseltaler gehören für mich zu den besten Klassikern aus der Bäckertheke. Unten wartet ein weicher Hefeteig, darüber liegt eine dicke Schicht knuspriger Butterstreusel und zum Schluss kommt noch etwas Zuckerguss darauf. Bei diesem Gebäck darf an den Streuseln wirklich nicht gespart werden. Die Streuseltaler schmecken pur bereits richtig lecker. Du kannst sie aber auch mit […]

Streuseltaler auf Kuchengitter
Streuseltaler angeschnitten auf Teller
Streuseltaler angeschnitten auf Teller
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Streuseltaler gehören für mich zu den besten Klassikern aus der Bäckertheke. Unten wartet ein weicher Hefeteig, darüber liegt eine dicke Schicht knuspriger Butterstreusel und zum Schluss kommt noch etwas Zuckerguss darauf. Bei diesem Gebäck darf an den Streuseln wirklich nicht gespart werden. Die Streuseltaler schmecken pur bereits richtig lecker. Du kannst sie aber auch mit Vanillepudding, Johannisbeeren oder anderem Obst belegen. Wichtig ist vor allem, dass der Hefeteig weich bleibt, die Taler schön flach geformt werden und die Streusel ihre grobe Form behalten. Wie das gelingt, zeige ich dir im Rezept.

Welche Zutaten brauche ich für Streuseltaler?

  • Mehl: Weizenmehl Type 405 eignet sich für den Hefeteig und die Streusel. Gib beim Kneten nicht vorschnell zusätzliches Mehl dazu, auch wenn der Teig anfangs noch etwas klebt.
  • Hefe: Du kannst Trockenhefe oder frische Hefe verwenden. Trockenhefe lässt sich direkt mit dem Mehl vermischen. Frische Hefe kannst du vorher in der lauwarmen Milch auflösen.
  • Milch: Die Milch sollte nur lauwarm sein. Ist sie zu heiß, kann die Hefe nicht mehr richtig arbeiten.
  • Zucker und Vanillezucker: Sie geben dem Hefeteig eine leichte Süße und gehören auch in die Streusel.
  • Butter: Für den Hefeteig brauchst du weiche Butter. Die Butter für die Streusel sollte dagegen kalt sein, damit grobe und formstabile Streusel entstehen.
  • Ei: Das Ei macht den Hefeteig geschmeidig und sorgt für eine weiche Konsistenz.
  • Salz: Eine kleine Prise gleicht die Süße aus und gehört sowohl in den Hefeteig als auch in die Streusel.
  • Puderzucker: Daraus wird nach dem Backen der Guss angerührt.
  • Zitronensaft oder Milch: Mit Zitronensaft schmeckt der Guss etwas frischer. Milch macht ihn mild und klassisch süß.
Streuseltaler angeschnitten auf Teller

Wie werden Streuseltaler wie vom Bäcker gemacht?

Zuerst bereitest du einen weichen Hefeteig zu. Dafür werden die Zutaten mehrere Minuten gründlich verknetet, bis der Teig glatt und elastisch ist. Anfangs wirkt er noch etwas klebrig, das gibt sich allerdings, je länger du knetest. Kippe also nicht direkt Mehl dazu, das würde den Teig unnötig trocken machen. Danach darf er abgedeckt an einem warmen Ort aufgehen. Er ist bereit für die weitere Verarbeitung, sobald er deutlich größer und luftiger geworden ist.

Während der Hefeteig ruht, kannst du bereits die Streusel vorbereiten. Dafür vermengst du Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz mit der kalten Butter. Ich drücke die Zutaten nur kurz mit den Händen zusammen, bis kleine und größere Streusel entstanden sind. Nach der ersten Gehzeit wird der Hefeteig in gleich große Portionen geteilt. Forme daraus zunächst Kugeln und drücke sie anschließend zu runden, flachen Talern. Sie gehen während der zweiten Ruhezeit und im Backofen noch deutlich auf.

Vor dem Backen werden die Taler dünn mit Butter bestrichen und großzügig mit Streuseln belegt. Drücke die Streusel nur leicht an, damit sie am Hefeteig haften, aber trotzdem locker bleiben. Die Streuseltaler sind fertig, sobald der Rand leicht goldbraun ist. Lass sie vollständig auskühlen, bevor du den Guss darüberziehst. Auf warmem Gebäck würde er schmelzen und in die Streusel einziehen. Da die Teigmenge für zwei Bleche reicht, backe ich die Bleche bei Ober-/Unterhitze nacheinander. Das zweite Blech stelle ich währenddessen etwas kühler, damit die Taler nicht zu stark aufgehen.

Wie bleibt der Hefeteig weich und werden die Taler schön flach?

Ein guter Hefeteig für Streuseltaler darf weich und leicht klebrig sein. Gerade am Anfang löst er sich möglicherweise noch nicht vollständig vom Schüsselrand. Knete ihn trotzdem erst einige Minuten weiter, bevor du zusätzliches Mehl verwendest. Die Zutaten sollten nicht eiskalt sein. Lauwarme Milch, weiche Butter und ein Ei mit Zimmertemperatur helfen der Hefe dabei, gleichmäßig zu arbeiten. Die Milch darf allerdings nicht heiß sein.

Beim Gehenlassen solltest du weniger auf die Uhr und mehr auf den Teig schauen. In einer warmen Küche ist er möglicherweise früher fertig, in einem kühlen Raum braucht er etwas länger. Entscheidend ist, dass sich sein Volumen deutlich vergrößert hat. Auch die Form der Streuseltaler ist wichtig. Drücke die Teigportionen vor der zweiten Gehzeit deutlich flach. Sie dürfen etwas dünner wirken, als du sie später haben möchtest. Werden sie nur zu Kugeln geformt, entstehen eher kleine Hefebrötchen mit Streuseln.

Beim Backen sollten die Ränder nur leicht Farbe bekommen. Dunkelbraune Streuseltaler sehen zwar durchgebacken aus, der Hefeteig wird dadurch aber schnell trockener.

Was kann ich tun, wenn die Streuseltaler trocken oder zu rund werden?

Trockene Streuseltaler entstehen häufig durch zu viel Mehl oder eine zu lange Backzeit. Der Hefeteig darf weich bleiben und sollte nur so lange gebacken werden, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Werden die Taler sehr hoch und rund, waren sie vor dem Backen nicht flach genug. Drücke sie beim nächsten Mal großzügiger auseinander. Auch eine sehr lange zweite Gehzeit kann dazu führen, dass sie stärker in die Höhe wachsen.

Geht der Hefeteig kaum auf, kann die Milch zu heiß, die Hefe zu alt oder der Raum zu kühl gewesen sein. Stelle die Schüssel an einen warmen und zugfreien Ort und gib dem Teig bei Bedarf noch etwas Zeit. Laufen die Taler stark auseinander, war der Hefeteig möglicherweise sehr weich oder wurde nach der ersten Gehzeit zu wenig gespannt. Forme die Portionen zunächst zu glatten Kugeln und drücke sie danach gleichmäßig flach. So bleibt die runde Form besser erhalten.

Warum werden meine Streusel nicht knusprig?

Für grobe und knusprige Streusel sollte die Butter kalt sein. Schneide sie in kleine Stücke und verarbeite sie nur so lange mit den übrigen Zutaten, bis sich unterschiedlich große Streusel bilden. Werden die Streusel zu lange geknetet, erwärmt sich die Butter durch die Hände. Die Masse wird dann weich und verbindet sich zu einem zusammenhängenden Teig. Sollte das passieren, kannst du die Streusel noch einmal auseinanderzupfen und kurz in den Kühlschrank stellen. Auch sehr feine Streusel werden oft weniger knusprig. Ich forme deshalb bewusst einige größere Stücke. Sie bekommen beim Backen eine feste Oberfläche, bleiben innen aber leicht mürbe.

Typische Probleme lassen sich meist schnell erklären:

  • Verlaufen die Streusel, war die Butter wahrscheinlich zu warm.
  • Wirken sie sehr trocken und sandig, wurden die Zutaten nicht ausreichend zusammengedrückt.
  • Fallen sie vom Taler, wurden sie gar nicht oder nur sehr locker angedrückt.
  • Werden sie durch den Guss weich, waren die Streuseltaler beim Verzieren noch warm.

Mein Tipp: Keine Panik, falls die Streusel frisch aus dem Ofen noch etwas weicher sind. Wenn die Streuseltaler abkühlen, werden auch die Streusel schön knusprig.

Kann ich Streuseltaler mit Pudding oder Obst backen?

Streuseltaler lassen sich gut mit Pudding, Quark oder Obst erweitern. Die zusätzliche Schicht sollte allerdings nicht zu dick sein. Sonst bleibt die Mitte sehr feucht und die Streusel können leichter herunterrutschen. Für Streuseltaler mit Pudding bereitest du zunächst einen festen Vanillepudding zu und lässt ihn vollständig abkühlen. Drücke nach der zweiten Gehzeit eine flache Mulde in die Mitte der Taler und verteile etwas Pudding darin. Der Rand sollte frei bleiben. Danach kommen die Streusel darauf.

Johannisbeeren passen besonders gut zu den süßen Butterstreuseln. Wasche die Beeren, löse sie von den Rispen und trockne sie sorgfältig ab. Feuchte Beeren geben beim Backen zusätzlich Wasser ab. Verteile sie auf den Talern und bedecke sie anschließend mit den Streuseln. Pudding und Johannisbeeren lassen sich ebenfalls miteinander kombinieren. Verwende von beiden nur eine kleine Menge, damit der Hefeteig unter dem Belag noch gut durchbacken kann.

Auch andere Früchte passen zum Grundrezept:

  • kleine Apfelstücke mit etwas Zimt
  • gut abgetropfte Kirschen
  • dünne Zwetschgen- oder Aprikosenspalten
  • Himbeeren oder Heidelbeeren

Sehr saftiges oder tiefgekühltes Obst solltest du sparsam verwenden. Es kann den Hefeteig in der Mitte weich machen. Tiefgekühlte Früchte kommen am besten direkt aus dem Gefrierfach auf die Taler und werden nicht vorher aufgetaut.

Kann man Streuseltaler vorbereiten, aufbewahren und einfrieren?

Die Streusel kannst du bereits am Vortag zubereiten. Bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf. Durch die Kühlung werden sie besonders fest und behalten beim Backen gut ihre Form. Den Hefeteig bereite ich mit der angegebenen Hefemenge lieber frisch zu. Für eine lange Gehzeit über Nacht reichen ca. 3g Trockenhefe aus.

Am besten schmecken Streuseltaler am Backtag. Vollständig ausgekühlt kannst du sie luftdicht verpackt bei Raumtemperatur aufbewahren. Im Kühlschrank wird der Hefeteig schneller fest. Am nächsten Tag kannst du die Streuseltaler kurz im Backofen erwärmen. Dadurch wird der Hefeteig wieder weicher. Der Guss kann beim Erwärmen allerdings etwas schmelzen.

Auch Einfrieren ist problemlos möglich. Ich friere die Taler am liebsten ohne Guss ein und verziere sie erst nach dem Auftauen. Verpacke sie einzeln oder trenne sie mit Backpapier, damit sie nicht aneinanderkleben. Streuseltaler mit Pudding oder Obst sollten nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahrt und möglichst zeitnah gegessen werden. Durch den feuchten Belag werden die Streusel schneller weich.

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Streuseltaler mit Zuckerguss

Streuseltaler

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Weiche Streuseltaler aus lockerem Hefeteig mit einer dicken Schicht knuspriger Butterstreusel und Zuckerguss. Das Gebäck schmeckt pur oder mit Pudding und Obst.

Vorbereitung 30 minutes
Zubereitung 20 minutes
Ruhezeit 2 hours
Gesamt 2 hours 50 minutes
Streuseltaler auf Kuchengitter mit einer Schüssel Zuckerguss im Hintergrund
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Du benötigst Equipment

10 Stück
  • Rührgerät mit Hefeteig

Zutaten Zutaten

Hefeteig
  • 500 g Weizenmehl Typ 405
  • 70 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 70 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 10 g geschmolzene Butter zum Bestreichen
  • 1 Pck Trockenhefe oder 1/2 Würfel frische Hefe
Streusel
  • 250 g Weizenmehl Typ 405
  • 150 g kalte Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
Zuckerguss
  • 150 g Puderzucker
  • 45 ml Zitronensaft

Zubereitung Zubereitung

  • Mehl, Hefe, Zucker, Vanillezucker und Salz vermischen. Milch, Ei und Butter dazugeben und etwa 8 Minuten zu einem glatten, weichen Teig kneten. Den Teig abgedeckt etwa 60 bis 90 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat.
  • Für die Streusel Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz mischen. Die kalte Butter in Stückchen dazugeben und mit den Händen zu groben Streuseln verarbeiten.
  • Den Hefeteig in 10 Stücke teilen und zu runden, flachen Talern formen. Auf zwei mit Backpapier belegte Bleche legen. Die Taler abgedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
  • Die Oberfläche mit etwas Butter bestreichen. Die Streusel großzügig darauf verteilen und leicht andrücken. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze jeweils etwa 15 bis 18 Minuten backen. Sie sollten am Rand leicht goldbraun, aber nicht dunkel sein.
  • Abkühlen lassen. Puderzucker mit Zitronensaft oder Milch zu einem dickflüssigen Guss verrühren und über die Streuseltaler ziehen.
Nährwertangaben: Streuseltaler
Angaben pro Portion
Kalorien
584
% Tagesbedarf*
Fett
 
21
g
32
%
Gesättigte Fettsäuren
 
13
g
81
%
Transfettsäuren
 
1
g
Mehrfach ungesättigte Fette
 
1
g
Einfach ungesättigte Fette
 
5
g
Cholesterin
 
69
mg
23
%
Natrium
 
243
mg
11
%
Kalium
 
131
mg
4
%
Kohlenhydrate
 
91
g
30
%
Zucker
 
33
g
37
%
Eiweiß
 
9
g
18
%
* Die prozentualen Tageswerte basieren auf einer 2000-Kalorien-Ernährung
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