Saftiger Streuselkuchen vom Blech
Ein Blech voll Genuss – so einfach lässt sich dieser saftige Streuselkuchen vom Blech zusammenfassen. Ob für den Sonntagskaffee, als[…]
Mehr dazuStreuseltaler gehören für mich zu den besten Klassikern aus der Bäckertheke. Unten wartet ein weicher Hefeteig, darüber liegt eine dicke Schicht knuspriger Butterstreusel und zum Schluss kommt noch etwas Zuckerguss darauf. Bei diesem Gebäck darf an den Streuseln wirklich nicht gespart werden. Die Streuseltaler schmecken pur bereits richtig lecker. Du kannst sie aber auch mit Vanillepudding, Johannisbeeren oder anderem Obst belegen. Wichtig ist vor allem, dass der Hefeteig weich bleibt, die Taler schön flach geformt werden und die Streusel ihre grobe Form behalten. Wie das gelingt, zeige ich dir im Rezept.

Zuerst bereitest du einen weichen Hefeteig zu. Dafür werden die Zutaten mehrere Minuten gründlich verknetet, bis der Teig glatt und elastisch ist. Anfangs wirkt er noch etwas klebrig, das gibt sich allerdings, je länger du knetest. Kippe also nicht direkt Mehl dazu, das würde den Teig unnötig trocken machen. Danach darf er abgedeckt an einem warmen Ort aufgehen. Er ist bereit für die weitere Verarbeitung, sobald er deutlich größer und luftiger geworden ist.
Während der Hefeteig ruht, kannst du bereits die Streusel vorbereiten. Dafür vermengst du Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz mit der kalten Butter. Ich drücke die Zutaten nur kurz mit den Händen zusammen, bis kleine und größere Streusel entstanden sind. Nach der ersten Gehzeit wird der Hefeteig in gleich große Portionen geteilt. Forme daraus zunächst Kugeln und drücke sie anschließend zu runden, flachen Talern. Sie gehen während der zweiten Ruhezeit und im Backofen noch deutlich auf.
Vor dem Backen werden die Taler dünn mit Butter bestrichen und großzügig mit Streuseln belegt. Drücke die Streusel nur leicht an, damit sie am Hefeteig haften, aber trotzdem locker bleiben. Die Streuseltaler sind fertig, sobald der Rand leicht goldbraun ist. Lass sie vollständig auskühlen, bevor du den Guss darüberziehst. Auf warmem Gebäck würde er schmelzen und in die Streusel einziehen. Da die Teigmenge für zwei Bleche reicht, backe ich die Bleche bei Ober-/Unterhitze nacheinander. Das zweite Blech stelle ich währenddessen etwas kühler, damit die Taler nicht zu stark aufgehen.
Ein guter Hefeteig für Streuseltaler darf weich und leicht klebrig sein. Gerade am Anfang löst er sich möglicherweise noch nicht vollständig vom Schüsselrand. Knete ihn trotzdem erst einige Minuten weiter, bevor du zusätzliches Mehl verwendest. Die Zutaten sollten nicht eiskalt sein. Lauwarme Milch, weiche Butter und ein Ei mit Zimmertemperatur helfen der Hefe dabei, gleichmäßig zu arbeiten. Die Milch darf allerdings nicht heiß sein.
Beim Gehenlassen solltest du weniger auf die Uhr und mehr auf den Teig schauen. In einer warmen Küche ist er möglicherweise früher fertig, in einem kühlen Raum braucht er etwas länger. Entscheidend ist, dass sich sein Volumen deutlich vergrößert hat. Auch die Form der Streuseltaler ist wichtig. Drücke die Teigportionen vor der zweiten Gehzeit deutlich flach. Sie dürfen etwas dünner wirken, als du sie später haben möchtest. Werden sie nur zu Kugeln geformt, entstehen eher kleine Hefebrötchen mit Streuseln.
Beim Backen sollten die Ränder nur leicht Farbe bekommen. Dunkelbraune Streuseltaler sehen zwar durchgebacken aus, der Hefeteig wird dadurch aber schnell trockener.
Trockene Streuseltaler entstehen häufig durch zu viel Mehl oder eine zu lange Backzeit. Der Hefeteig darf weich bleiben und sollte nur so lange gebacken werden, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Werden die Taler sehr hoch und rund, waren sie vor dem Backen nicht flach genug. Drücke sie beim nächsten Mal großzügiger auseinander. Auch eine sehr lange zweite Gehzeit kann dazu führen, dass sie stärker in die Höhe wachsen.
Geht der Hefeteig kaum auf, kann die Milch zu heiß, die Hefe zu alt oder der Raum zu kühl gewesen sein. Stelle die Schüssel an einen warmen und zugfreien Ort und gib dem Teig bei Bedarf noch etwas Zeit. Laufen die Taler stark auseinander, war der Hefeteig möglicherweise sehr weich oder wurde nach der ersten Gehzeit zu wenig gespannt. Forme die Portionen zunächst zu glatten Kugeln und drücke sie danach gleichmäßig flach. So bleibt die runde Form besser erhalten.
Für grobe und knusprige Streusel sollte die Butter kalt sein. Schneide sie in kleine Stücke und verarbeite sie nur so lange mit den übrigen Zutaten, bis sich unterschiedlich große Streusel bilden. Werden die Streusel zu lange geknetet, erwärmt sich die Butter durch die Hände. Die Masse wird dann weich und verbindet sich zu einem zusammenhängenden Teig. Sollte das passieren, kannst du die Streusel noch einmal auseinanderzupfen und kurz in den Kühlschrank stellen. Auch sehr feine Streusel werden oft weniger knusprig. Ich forme deshalb bewusst einige größere Stücke. Sie bekommen beim Backen eine feste Oberfläche, bleiben innen aber leicht mürbe.
Typische Probleme lassen sich meist schnell erklären:
Mein Tipp: Keine Panik, falls die Streusel frisch aus dem Ofen noch etwas weicher sind. Wenn die Streuseltaler abkühlen, werden auch die Streusel schön knusprig.
Streuseltaler lassen sich gut mit Pudding, Quark oder Obst erweitern. Die zusätzliche Schicht sollte allerdings nicht zu dick sein. Sonst bleibt die Mitte sehr feucht und die Streusel können leichter herunterrutschen. Für Streuseltaler mit Pudding bereitest du zunächst einen festen Vanillepudding zu und lässt ihn vollständig abkühlen. Drücke nach der zweiten Gehzeit eine flache Mulde in die Mitte der Taler und verteile etwas Pudding darin. Der Rand sollte frei bleiben. Danach kommen die Streusel darauf.
Johannisbeeren passen besonders gut zu den süßen Butterstreuseln. Wasche die Beeren, löse sie von den Rispen und trockne sie sorgfältig ab. Feuchte Beeren geben beim Backen zusätzlich Wasser ab. Verteile sie auf den Talern und bedecke sie anschließend mit den Streuseln. Pudding und Johannisbeeren lassen sich ebenfalls miteinander kombinieren. Verwende von beiden nur eine kleine Menge, damit der Hefeteig unter dem Belag noch gut durchbacken kann.
Auch andere Früchte passen zum Grundrezept:
Sehr saftiges oder tiefgekühltes Obst solltest du sparsam verwenden. Es kann den Hefeteig in der Mitte weich machen. Tiefgekühlte Früchte kommen am besten direkt aus dem Gefrierfach auf die Taler und werden nicht vorher aufgetaut.
Die Streusel kannst du bereits am Vortag zubereiten. Bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf. Durch die Kühlung werden sie besonders fest und behalten beim Backen gut ihre Form. Den Hefeteig bereite ich mit der angegebenen Hefemenge lieber frisch zu. Für eine lange Gehzeit über Nacht reichen ca. 3g Trockenhefe aus.
Am besten schmecken Streuseltaler am Backtag. Vollständig ausgekühlt kannst du sie luftdicht verpackt bei Raumtemperatur aufbewahren. Im Kühlschrank wird der Hefeteig schneller fest. Am nächsten Tag kannst du die Streuseltaler kurz im Backofen erwärmen. Dadurch wird der Hefeteig wieder weicher. Der Guss kann beim Erwärmen allerdings etwas schmelzen.
Auch Einfrieren ist problemlos möglich. Ich friere die Taler am liebsten ohne Guss ein und verziere sie erst nach dem Auftauen. Verpacke sie einzeln oder trenne sie mit Backpapier, damit sie nicht aneinanderkleben. Streuseltaler mit Pudding oder Obst sollten nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahrt und möglichst zeitnah gegessen werden. Durch den feuchten Belag werden die Streusel schneller weich.
Ein Blech voll Genuss – so einfach lässt sich dieser saftige Streuselkuchen vom Blech zusammenfassen. Ob für den Sonntagskaffee, als[…]
Mehr dazu

Hat es Dir geschmeckt? Hast Du Verbesserungsvorschläge? Hast du etwas anders gemacht, eine kreative Zutat ausprobiert oder einfach eine Frage? Hinterlasse einen Kommentar und lass mich wissen, wie es dir ergangen ist. Dein Feedback inspiriert nicht nur mich, sondern auch andere HobbybäckerInnen!
Rezept bewertenFür mehr Rezept-Ideen folg mir gerne bei Social Media :-)