Tiramisu Bällchen
Mit diesen Tiramisu Bällchen kannst du das klassische italienische Tiramisu im Mini-Format als Praline genießen. Diese bestehen aus den leckeren[…]
Mehr dazuTiramisu und Cheesecake in einem Kuchen? Genau mein Fall. Dieser Tiramisu Cheesecake ist cremig, aromatisch und schmeckt nach Kaffee, Mascarpone, Amaretto und Kakao. Also nach allem, was an Tiramisu gut ist, nur als Kühlschrankkuchen. Ich mag ihn besonders, weil er ohne Backen auskommt und sich perfekt vorbereiten lässt. Über Nacht im Kühlschrank wird die Creme schön fest, die Löffelbiskuits ziehen durch und der Kaffee-Geschmack verteilt sich richtig gut.

Für den Boden zerbröselst du die Butterkekse möglichst fein. Das geht im Mixer schnell, funktioniert aber auch mit einem Gefrierbeutel und Nudelholz. Danach mischst du die Brösel mit geschmolzener Butter und kaltem Kaffee.
Lege den Boden der Springform mit Backpapier aus und drücke die Keksmasse fest hinein. Ich nehme dafür gerne den Boden eines Glases. Je gleichmäßiger und fester du drückst, desto stabiler wird der Boden später beim Schneiden.Danach kommt die Form in den Kühlschrank. Während der Boden fest wird, bereitest du die Creme zu
Mascarpone, Frischkäse, Puderzucker, Vanillezucker, Espressopulver und kalter Kaffee werden glatt verrührt. Nicht ewig schlagen, sondern nur so lange, bis eine gleichmäßige Creme entstanden ist.
Die Sahne schlägst du separat steif und hebst sie anschließend unter. Dadurch wird die Creme luftiger und streichfähig. Ich mache das lieber mit einem Teigschaber als mit dem Mixer, weil die Creme so schöner bleibt. Dann verteilst du die Hälfte der Creme auf dem Keksboden und streichst sie glatt. Das wird die untere Cremeschicht für die Löffelbiskuits.
Kaffee und Amaretto werden in einer flachen Schale gemischt. Die Löffelbiskuits tauchst du nur kurz hinein. Wirklich nur kurz. Wenn sie sich zu stark vollsaugen, werden sie weich und lassen sich schlechter auf der Creme verteilen. Die getränkten Löffelbiskuits legst du auf die erste Cremeschicht. Danach kommt die restliche Creme darüber und wird glatt gestrichen.
Für mich ist genau diese Schicht der Grund, warum der Kuchen wirklich nach Tiramisu Cheesecake schmeckt. Der Keksboden allein wäre eher Cheesecake, die getränkten Löffelbiskuits bringen den typischen Tiramisu-Moment.
Vier Stunden Kühlzeit sind das Minimum. Besser ist über Nacht. In dieser Zeit wird die Creme fester, der Boden stabiler und die Löffelbiskuits ziehen schön durch. Ich würde den Tiramisu Cheesecake wirklich nicht zu früh anschneiden. Dann ist er noch weich und die Stücke werden nicht so sauber. Über Nacht bekommt er die beste Konsistenz und lässt sich deutlich schöner schneiden. Kurz vor dem Servieren bestreust du ihn mit Kakaopulver. Nicht früher, denn Kakao zieht im Kühlschrank Feuchtigkeit und sieht dann schnell fleckig aus.
Eine wichtige Frage, die vor allem wichtig ist, wenn du den Cheesecake für viele Gäste machst. Du ersetzt den Amaretto einfach durch die gleiche Menge Kaffee. Wenn du den Geschmack etwas weicher möchtest, kannst du auch einen kleinen Schuss Milch oder etwas Mandelsirup dazugeben.
Ohne Alkohol schmeckt der Cheesecake immer noch wunderbar nach Kaffee, Mascarpone und Kakao. Für Kinder würde ich allerdings auch beim Kaffee überlegen, ob du ihn durch Kakao oder koffeinfreien Kaffee ersetzt. Für eine erwachsene Runde finde ich Amaretto hier aber richtig passend. Er bringt ein feines Mandelaroma und macht den Kuchen noch näher am klassischen Tiramisu.
Gut gekühlt hält sich der Tiramisu Cheesecake etwa 2 Tage. Ich bewahre ihn abgedeckt im Kühlschrank auf und bestreue ihn am liebsten erst kurz vor dem Servieren mit Kakao. Am nächsten Tag schmeckt er oft sogar noch besser, weil Kaffee und Amaretto richtig durchgezogen sind. Länger würde ich ihn wegen der Sahne und Mascarpone aber nicht stehen lassen. Wenn du ihn für Gäste planst, ist der Vortag ideal: abends vorbereiten, über Nacht kühlen, vor dem Servieren Kakao drauf und fertig.
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