Torta della Nonna einfach und schnell
Diese Torta della Nonna erinnert mich direkt an eines meiner Lieblingsurlaubsländer: Italien! Ich liebe die italienische Lebensfreude und Lebenslust! Und[…]
Mehr dazuBei Torta Caprese denke ich sofort an Capri, kleine Cafés und ein Stück dunklen Schokoladenkuchen unter einer dicken Schicht Puderzucker. Der Kuchen sieht zunächst schlicht aus, hat es geschmacklich aber ziemlich in sich: intensive Zartbitterschokolade, gemahlene Mandeln und eine Mitte, die wunderbar saftig bleibt. Ich mag die Torta Caprese besonders, weil sie nicht wie ein klassischer Rührkuchen schmeckt. Außen bildet sich eine feine, leicht mürbe Kruste, während das Innere dicht, weich und fast ein bisschen trüffelig wird. Dazu braucht es weder Mehl noch Backpulver. Ihre besondere Konsistenz entsteht allein durch Schokolade, Mandeln, Butter und aufgeschlagenes Eiweiß.

Heize den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor. Fette die Springform gründlich und lege den Boden mit Backpapier aus. Am Rand reicht eine dünne, gleichmäßige Fettschicht.
Schmelze die Zartbitterschokolade langsam über einem Wasserbad oder vorsichtig in kurzen Abständen in der Mikrowelle. Danach muss sie einige Minuten abkühlen. Zu heiße Schokolade würde die Buttermasse weich machen und könnte die Eigelbe ungünstig erwärmen.
Trenne anschließend die Eier. Rühre die weiche Butter mit dem größeren Teil des Zuckers mehrere Minuten cremig. Die Masse sollte heller und deutlich luftiger werden. Danach kommen die Eigelbe einzeln dazu. Jedes Eigelb wird erst vollständig eingerührt, bevor das nächste folgt.
Arbeite nun die geschmolzene Schokolade, die gemahlenen Mandeln, Vanille und nach Wunsch Rum, Amaretto oder Espresso ein. Die Masse wird recht fest und kompakt. Das ist vollkommen richtig.
Schlage das Eiweiß mit einer Prise Salz auf. Sobald es weiß und schaumig wird, lässt du den restlichen Zucker langsam einrieseln. Der Eischnee soll stabil und glänzend sein, aber nicht trocken oder flockig wirken. Hebe ihn in zwei bis drei Portionen unter die Schokoladenmasse. Die erste Portion darfst du etwas kräftiger einarbeiten, um den schweren Teig aufzulockern. Den restlichen Eischnee hebst du vorsichtiger unter, damit möglichst viel Luft erhalten bleibt.
Fülle den Teig in die Form, streiche ihn glatt und backe die Torta Caprese etwa 35 bis 40 Minuten.
Die Torta Caprese stammt von der italienischen Insel Capri und gehört dort zu den bekanntesten Süßspeisen. Auch in der übrigen Region Kampanien ist der Schokoladen-Mandelkuchen längst ein Klassiker. Rund um ihre Entstehung hält sich eine schöne Geschichte: Ein Konditor soll beim Backen eines Schokoladenkuchens das Mehl vergessen haben. Statt eines misslungenen Kuchens kam ein saftiges, intensiv schokoladiges Gebäck aus dem Ofen, das später als Torta Caprese bekannt wurde. Ob die Geschichte genauso passiert ist, lässt sich kaum sicher beweisen. Zum Kuchen passt sie aber erstaunlich gut. Gerade das fehlende Mehl macht seine besondere Konsistenz aus und unterscheidet ihn klar von gewöhnlichem Schokoladenkuchen.
Die klassische Torta Caprese enthält kein Getreidemehl. Gemahlene Mandeln übernehmen die Aufgabe, dem Teig Struktur zu geben. Dadurch ist der Kuchen von seiner Rezeptur her glutenfrei. Bei einer medizinisch notwendigen glutenfreien Ernährung solltest du trotzdem alle Verpackungen kontrollieren. Schokolade, gemahlene Mandeln, Vanille und Puderzucker können je nach Herstellung Spuren von Gluten enthalten. Auch Form, Rührschüssel und Küchengeräte dürfen dann nicht mit Mehl verunreinigt sein. Geschmacklich fehlt dem Kuchen übrigens gar nichts. Im Gegenteil: Ohne Mehl schmeckt die Schokolade intensiver, und die Mandeln sorgen für eine saftige Konsistenz, die auch nach mehreren Tagen nicht trocken schmeckt.
Beim Backen geht die Torta Caprese zunächst etwas auf. Beim Abkühlen sinkt sie häufig wieder leicht zusammen, und auf der Oberfläche können kleine Risse entstehen. Genau das gehört zu diesem Kuchen. Ich würde nicht versuchen, eine makellos glatte Oberfläche zu erzwingen. Die dünne Kruste und die kleinen Risse bilden einen tollen Kontrast zur feuchten Mitte. Unter dem Puderzucker sieht das später ohnehin wunderschön rustikal aus. Auch ein leicht abgesunkener Rand ist kein Anzeichen für einen Fehler. Die Torta Caprese enthält weder Mehl noch Backpulver und verhält sich deshalb anders als ein klassischer Rührkuchen.
Der richtige Backpunkt ist bei diesem Kuchen entscheidend. Zu kurz gebacken bleibt die Mitte flüssig. Zu lange gebacken verliert sie genau die Saftigkeit, die eine Torta Caprese auszeichnet. Nach etwa 35 Minuten solltest du den Kuchen zum ersten Mal prüfen. Der Rand sollte stabil wirken, während die Mitte noch leicht weich sein darf. Beim sanften Bewegen der Form sollte sie nicht mehr flüssig wackeln.
Die klassische Stäbchenprobe hilft nur eingeschränkt. Ein komplett sauberes Holzstäbchen ist hier eher ein Zeichen dafür, dass der Kuchen schon etwas zu lange gebacken wurde. Ein paar feuchte Schokoladenkrümel sind perfekt. Flüssiger Teig am Stäbchen bedeutet dagegen, dass die Torta noch einige Minuten braucht. Ich nehme sie lieber etwas früher aus dem Ofen. Während des Abkühlens zieht die Mitte weiter an und bekommt diese dichte, saftige Konsistenz, die fast an Brownies erinnert.
Traditionell braucht die Torta Caprese keine dicke Glasur und keine aufwendige Creme. Eine großzügige Schicht Puderzucker reicht vollkommen aus. Auf Capri wird sie gerne zu einem Espresso oder einem Glas Limoncello serviert. Der kräftige Kaffee passt zur dunklen Schokolade, während der Zitronenlikör einen frischen Kontrast zum reichhaltigen Kuchen bildet. Ich esse sie am liebsten pur mit einem Espresso. Für ein Dessert passen auch leicht geschlagene Sahne, frische Himbeeren oder Erdbeeren dazu. Zu viel Dekoration würde ich vermeiden. Der Kuchen selbst sollte klar im Mittelpunkt bleiben.
Mein Favorit ist Espresso, wenn die Torta nach einem Essen serviert wird. Zum Nachmittagskaffee nehme ich gerne Amaretto. Komplett ohne zusätzliche Aromen schmeckt sie natürlich ebenfalls hervorragend. Wenn Kinder mitessen, lässt du Kaffee oder Alkohol einfach weg, stattdessen eignet sich auch ein Esslöffel Milch.
Diese Torta della Nonna erinnert mich direkt an eines meiner Lieblingsurlaubsländer: Italien! Ich liebe die italienische Lebensfreude und Lebenslust! Und[…]
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