5 Rezepte mit Kirschen
Kirschen gehören zu den beliebtesten Früchten für süße Rezepte und bringen sofort sommerliche Frische in Kuchen, Desserts und Gebäck. Mit[…]
Mehr dazuVersunkener Kirschkuchen ist für mich genau die Art Kuchen, die man auf den Tisch stellt und sofort fühlt es sich ein bisschen nach früher an. Kein großes Tamtam, keine aufwendige Deko, einfach ein guter Rührteig, viele Kirschen und am Ende eine feine Schicht Puderzucker. So ein Kirschkuchen wie bei Oma darf ruhig schlicht aussehen. Gerade das macht ihn so schön. Die Kirschen sinken beim Backen leicht in den Teig, der Kuchen wird saftig und jedes Stück hat diese kleinen fruchtigen Stellen, auf die man sich beim Anschneiden schon freut. Perfekt für den Sonntagskaffee, spontanen Besuch oder einfach, wenn ein unkomplizierter Kuchen gebraucht wird.

Der Name kommt daher, dass die Kirschen beim Backen leicht in den Teig einsinken. Sie liegen also nicht komplett obenauf, sondern verschwinden ein Stück im Kuchen. Genau dadurch entstehen diese saftigen Kirschstellen, die den Kuchen so gemütlich und lecker machen. Bei einem versunkenen Kirschkuchen muss nicht alles perfekt gleichmäßig aussehen. Im Gegenteil: Wenn hier und da eine Kirsche tiefer sitzt und an anderer Stelle noch sichtbar ist, sieht der Kuchen besonders hausgemacht aus. Genau so kennt man ihn oft von früher. Wichtig ist nur, die Kirschen nicht zu stark in den Teig zu drücken. Leicht auflegen oder nur sanft andrücken reicht völlig. Den Rest erledigt der Ofen.
Ein guter versunkener Kirschkuchen steht und fällt mit dem Rührteig. Butter und Zucker sollten zuerst cremig aufgeschlagen werden. Das dauert ein paar Minuten, macht den Teig aber feiner und lockerer. Danach kommen die Eier einzeln dazu. Dieser Schritt ist wichtig, weil der Teig sonst schnell gerinnen kann. Falls das passiert, ist es nicht schlimm, aber schöner wird der Kuchen, wenn jedes Ei gründlich eingerührt wird. Mehl, Backpulver und Salz werden zum Schluss nur noch kurz untergerührt. Sobald sich alles verbunden hat, ist der Teig fertig. Zu langes Rühren kann den Kuchen fester machen, und genau das möchte man bei einem einfachen Kirschkuchen vermeiden.
Zuerst bereitest du die Kirschen vor. Frische Kirschen werden gewaschen, entsteint und gut trocken getupft. Kirschen aus dem Glas lässt du gründlich abtropfen. Wenn sie sehr feucht sind, kannst du sie zusätzlich auf Küchenpapier legen. Dann rührst du den Teig an. Dafür schlägst du Butter, Zucker und Vanillezucker cremig auf. Anschließend rührst du die Eier einzeln unter. Mehl, Backpulver und Salz mischst du in einer separaten Schüssel und gibst alles zusammen mit der Milch zum Teig. Den fertigen Rührteig streichst du in die Form. Danach verteilst du die Kirschen darauf und drückst sie nur leicht an. Nach dem Backen lässt du den Kuchen vollständig auskühlen und bestäubst ihn mit Puderzucker.
Beides funktioniert gut. Mit frischen Kirschen schmeckt versunkener Kirschkuchen besonders sommerlich und etwas milder. Sie sind ideal, wenn gerade Kirschsaison ist und du schöne reife Früchte bekommst. Sauerkirschen aus dem Glas sind die praktischere Variante für das ganze Jahr. Sie bringen etwas mehr Säure mit und passen dadurch wunderbar zum süßen Rührteig. Außerdem sind sie schon entsteint, was den Kuchen noch schneller macht. Mein Tipp: Wenn du Kirschen aus dem Glas verwendest, lass sie wirklich gut abtropfen. Zu viel Saft macht den Teig schneller feucht und kann dafür sorgen, dass der Kuchen in der Mitte länger braucht.
Wenn Kirschen sehr nass sind, schwer auf dem Teig liegen oder der Teig zu weich ist, können sie beim Backen stärker einsinken. Das ist nicht schlimm, aber der Kuchen sieht dann weniger gleichmäßig aus. Tupfe die Kirschen deshalb gut trocken und verteile sie locker auf dem Teig. Du musst sie nicht tief hineindrücken. Wenn du möchtest, kannst du sehr saftige Kirschen ganz leicht mit etwas Mehl bestäuben, bevor sie auf den Teig kommen. Auch die Teigkonsistenz spielt eine Rolle. Der Teig sollte weich und streichfähig sein, aber nicht fließen. Dann hält er die Kirschen besser und backt gleichmäßiger.
Am Backtag schmeckt dieser Klassiker von Oma frisch und fein, aber auch am nächsten und übernächsten Tag ist er noch wunderbar. Genau deshalb ist er ein toller Kuchen für Familienfeiern, Besuch oder den Sonntagskaffee. Bewahre ihn gut abgedeckt bei Raumtemperatur auf. Wenn es sehr heiß ist, kannst du ihn auch in den Kühlschrank stellen und vor dem Servieren rechtzeitig herausnehmen. Puderzucker gibst du am besten erst kurz vor dem Servieren darüber. So sieht der Kuchen schöner aus und der Zucker verschwindet nicht direkt auf der Oberfläche.
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