Haselnusseis aus der Ninja Creami
Haselnusseis ist für mich so ein Klassiker, der viel zu oft unterschätzt wird. Dabei hat es eigentlich alles: eine leicht[…]
Mehr dazuWalnusseis gehört für mich zu den Eissorten, die viel spannender schmecken als ihre Farbe vermuten lässt. Es ist nussig, leicht herb und wunderbar cremig. Dazu kommen geröstete Walnussstückchen, die bei jedem Löffel für etwas Biss sorgen. Der entscheidende Schritt passiert noch vor dem Einfrieren: Die Walnüsse werden in der Pfanne geröstet. Dadurch entwickeln sie ein viel kräftigeres Aroma und schmecken nicht mehr nur mild-nussig, sondern richtig intensiv. Eine Hälfte landet fein gemahlen in der Eisbasis, die andere kommt später als Mix-in dazu. Genau diese Kombination macht das Walnusseis für mich so gut.

Hacke die Walnüsse zunächst grob und gib sie ohne Fett in eine Pfanne. Röste sie bei mittlerer Hitze, bis sie intensiv duften und leicht Farbe bekommen.
Bleib dabei unbedingt in der Nähe. Walnüsse enthalten viel Fett und können innerhalb kurzer Zeit von aromatisch zu verbrannt wechseln. Sobald sie nussig duften, nehme ich sie direkt aus der heißen Pfanne. Auf einem kalten Teller können sie auskühlen, ohne weiterzurösten.
Genau dieser Schritt macht geschmacklich den größten Unterschied. Rohe Walnüsse bleiben im Eis oft erstaunlich geschmacklos. Geröstete Walnüsse bringen Tiefe und eine feine herbe Note mit, die wunderbar zur Sahne passt.
Teile die abgekühlten Walnüsse in zwei Portionen. Eine Hälfte wird möglichst fein gemahlen oder püriert. Diese Nüsse kommen direkt in die Eisbasis und verteilen ihren Geschmack in der gesamten Creme. Mahle sie nicht endlos weiter, wenn du keine Walnussbutter herstellen möchtest. Sobald sie fein und leicht feucht wirken, reicht es. Durch zu langes Mixen tritt immer mehr Öl aus, was die Basis schwerer machen kann.
Die zweite Hälfte bleibt grob gehackt. Sie kommt erst nach dem ersten Creami-Durchlauf ins Eis. Dadurch bleiben sichtbare Stücke erhalten, die einen schönen Kontrast zur glatten Nusscreme bilden. Ich mag es besonders, wenn die Stücke nicht alle gleich groß sind. Kleinere verteilen sich im Eis, größere sorgen zwischendurch für einen richtigen Walnuss-Crunch.
Verrühre Milch, Sahne, Zucker und Salz gründlich miteinander. Gib die fein gemahlenen Walnüsse und nach Wunsch etwas Honig oder Ahornsirup dazu. Ein Pürierstab hilft dabei, die Nüsse gleichmäßiger in der Flüssigkeit zu verteilen. Ganz glatt muss die Basis nicht werden. Eine leichte Nussstruktur passt gut zu diesem Eis und zeigt später auch, dass echte Walnüsse enthalten sind. Probier die Mischung vor dem Einfrieren. Sie darf leicht süßer schmecken, als du das fertige Eis haben möchtest. Durch die Kälte nimmt man Süße später schwächer wahr. Fülle die Basis in den Becher der Ninja Creami, streiche die Oberfläche möglichst eben und friere sie 12 bis 24 Stunden vollständig durch.
Eine trockene, krümelige Oberfläche nach dem ersten Durchlauf bedeutet noch lange nicht, dass das Walnusseis misslungen ist. Gerade Nüsse binden Flüssigkeit und können dafür sorgen, dass die gefrorene Masse zunächst etwas pudrig wirkt.
Gehe am besten so vor:
Die groben Walnüsse kommen wirklich erst dazu, wenn die Konsistenz der Eisbasis stimmt. Werden sie vor einem weiteren Re-Spin eingearbeitet, zermahlt die Maschine sie stärker als gewünscht.
Nach dem Ice-Cream-Programm und einem möglichen Re-Spin formst du eine Mulde in der Mitte des Eises. Gib die grob gehackten Walnüsse hinein und arbeite sie mit der Mix-in-Funktion unter. Die Nüsse sollten vollständig ausgekühlt sein. Warme Walnüsse würden die Eiscreme an einzelnen Stellen anschmelzen und könnten die Konsistenz verändern. Für noch mehr Geschmack kannst du die Stücke vor dem Mix-in mit einem kleinen Tropfen Ahornsirup vermengen. Wirklich nur wenig, sonst kleben sie zusammen und verteilen sich schlechter.
Mit einer klassischen Eismaschine funktioniert die Basis ebenfalls. Stelle sie nach dem Mixen für mehrere Stunden in den Kühlschrank und gib sie vollständig kalt in die laufende Maschine. Die groben Walnüsse kommen erst kurz vor Ende der Gefrierzeit dazu. Ohne Eismaschine füllst du die Mischung in eine flache, gefriergeeignete Form. Während des Gefrierens rührst du sie ungefähr alle 30 bis 45 Minuten kräftig durch. So werden große Eiskristalle immer wieder aufgebrochen. Die Walnussstücke hebst du unter, sobald die Masse deutlich angefroren und cremig ist. Ohne Maschine wird das Eis meist fester. Vor dem Portionieren sollte es deshalb einige Minuten bei Raumtemperatur stehen.
Walnusseis lässt sich wunderbar mit warmen und fruchtigen Desserts kombinieren. Besonders gut passen:
Mein Favorit ist eine Kugel Walnusseis auf noch warmem Apfelkompott. Das Eis schmilzt leicht an, die Äpfel bringen Frische und die gerösteten Nüsse sorgen für Biss. Auch zu Brownies oder Schokoladenkuchen passt es richtig gut. Die leichte Herbe der Walnüsse ist ein schöner Gegenpol zu einem süßen, saftigen Schokokuchen.
Haselnusseis ist für mich so ein Klassiker, der viel zu oft unterschätzt wird. Dabei hat es eigentlich alles: eine leicht[…]
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