Mirabellen, Pflaumen und Zwetschgen: Was eignet sich für welchen Kuchen?

Mirabellen, Pflaumen und Zwetschgen sehen sich ähnlich, verhalten sich beim Backen aber nicht gleich. Manche bleiben schön in Form, andere geben mehr Saft ab oder zerfallen schneller. Genau das macht beim Kuchen einen großen Unterschied. Für klassischen Blechkuchen mit Hefeteig oder Streuseln sind Zwetschgen meistens die beste Wahl. Pflaumen schmecken saftig und süß, machen den […]

Zwetschgen am Baum
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Mirabellen, Pflaumen und Zwetschgen sehen sich ähnlich, verhalten sich beim Backen aber nicht gleich. Manche bleiben schön in Form, andere geben mehr Saft ab oder zerfallen schneller. Genau das macht beim Kuchen einen großen Unterschied. Für klassischen Blechkuchen mit Hefeteig oder Streuseln sind Zwetschgen meistens die beste Wahl. Pflaumen schmecken saftig und süß, machen den Kuchen aber schneller weich. Mirabellen sind klein, aromatisch und besonders lecker in Streuselkuchen, Crumble, Kompott oder Marmelade.

Der Unterschied auf einen Blick

Pflaumen sind meist rundlicher, saftiger und weicher. Sie schmecken süß und aromatisch, geben beim Backen aber oft mehr Flüssigkeit ab. Zwetschgen sind länglicher, fester und etwas säuerlicher. Ihr Stein lässt sich meist leichter lösen und sie behalten beim Backen besser ihre Form. Mirabellen sind kleine, gelbe Früchte mit süßem, feinem Aroma. Sie gehören ebenfalls zur Pflaumenfamilie, sind aber deutlich kleiner und oft sehr saftig.

Kurz gesagt:

  • Mirabellen: klein, süß, fein und saftig
  • Pflaumen: weich, süß, saftig
  • Zwetschgen: fest, aromatisch, formstabil

Sind Pflaumen und Zwetschgen dasselbe?

Nicht ganz. Zwetschgen sind eine bestimmte Art von Pflaumen. Im Alltag werden die Begriffe manchmal durcheinander verwendet, beim Backen lohnt sich die Unterscheidung aber. Zwetschgen sind eher länglich bis oval und haben oft eine dunkelblaue bis violette Schale. Das Fruchtfleisch ist fester und der Stein löst sich meistens gut. Pflaumen sind häufig runder, größer und saftiger. Ihr Fruchtfleisch ist weicher und der Stein sitzt manchmal fester. Für Kuchen ist das wichtig: Eine Frucht, die viel Saft abgibt, kann den Boden schneller durchweichen. Eine festere Frucht bleibt beim Backen schöner sichtbar.

Wann sind Zwetschgen die beste Wahl?

Zwetschgen sind für viele Kuchen die praktischste Wahl. Sie lassen sich gut halbieren, der Stein löst sich meist leicht und die Früchte behalten beim Backen besser ihre Form. Besonders gut eignen sie sich für:

Ich würde Zwetschgen immer dann nehmen, wenn die Früchte ordentlich auf dem Kuchen liegen und nicht komplett zerfallen sollen. Durch ihre leichte Säure passen sie außerdem sehr gut zu süßem Teig, Zimt, Streuseln und Sahne.

Wann passen Pflaumen besser?

Pflaumen sind saftiger und oft etwas süßer als Zwetschgen. Dadurch bringen sie viel Frucht in den Kuchen, können ihn aber auch schneller weich machen. Sie eignen sich gut für Rührkuchen, saftige Obstkuchen, Crumble, Kompottfüllungen, Pflaumenkuchen mit Guss und Kuchen, bei denen die Früchte weich werden dürfen. Bei einem klassischen Blechkuchen würde ich eher Zwetschgen nehmen. Wenn du aber einen besonders saftigen Kuchen möchtest, können Pflaumen sehr lecker sein. Wichtig ist nur, nicht zu viele sehr reife Pflaumen auf einmal zu verwenden. Sonst gibt der Belag so viel Saft ab, dass der Boden matschig werden kann.

Wofür eignen sich Mirabellen?

Mirabellen haben ein feines, süßes Aroma und schmecken oft fast honigartig. Sie sind kleiner als Pflaumen und Zwetschgen und machen etwas mehr Arbeit beim Entsteinen. Dafür passen sie wunderbar in sommerliche Kuchen und Desserts. Besonders gut eignen sie sich für Mirabellenkuchen mit Streuseln, Rührkuchen, Crumble, Kompott, Marmelade, Fruchtfüllungen, kleine Tartes und Desserts mit Quark oder Joghurt. Für einen klassischen Zwetschgendatschi sind Mirabellen weniger ideal. Sie sind kleiner, saftiger und lassen sich nicht so schön dicht nebeneinander legen. Für Streuselkuchen oder Crumble sind sie dafür richtig gut.

Kann man die Früchte austauschen?

In vielen Rezepten kannst du Mirabellen, Pflaumen und Zwetschgen austauschen. Ganz ohne Anpassung klappt es aber nicht immer. Wenn du Zwetschgen durch Pflaumen ersetzt, wird der Kuchen meist saftiger. Dann solltest du darauf achten, dass die Pflaumen nicht überreif sind und der Boden genug Schutz vor Flüssigkeit bekommt. Wenn du Pflaumen durch Zwetschgen ersetzt, wird der Kuchen oft etwas fester und weniger saftig. Dafür bleibt der Belag schöner. Wenn du Mirabellen statt Zwetschgen verwendest, brauchst du mehr einzelne Früchte, weil Mirabellen kleiner sind. Außerdem geben sie häufig mehr Saft ab. Für Streuselkuchen oder Crumble ist das kein Problem. Für einen ordentlich belegten Blechkuchen sind Zwetschgen praktischer.

So bereitest du die Früchte vor

Wasche die Früchte kurz unter kaltem Wasser und tupfe sie anschließend trocken. Zwetschgen und Pflaumen halbierst du entlang der natürlichen Naht. Danach kannst du den Stein entfernen und die Früchte je nach Rezept halbiert lassen, vierteln oder in Spalten schneiden. Mirabellen sind kleiner. Schneide sie mit einem kleinen Messer rund um den Stein ein und löse die Hälften vorsichtig voneinander. Wenn der Stein fest sitzt, kannst du das Fruchtfleisch einfach in Stücken vom Stein schneiden. Für Kuchen sollten die Früchte nicht zu nass sein. Besonders bei sehr saftigen Pflaumen oder Mirabellen lohnt es sich, sie nach dem Schneiden kurz abtropfen zu lassen.

So wird der Boden nicht matschig

Pflaumen, Zwetschgen und Mirabellen geben beim Backen Saft ab. Das ist gewünscht, denn dadurch wird der Kuchen fruchtig. Zu viel Saft kann den Boden aber durchweichen.

Das hilft:

  • reife, aber nicht überreife Früchte verwenden
  • Früchte nach dem Waschen gut trocknen
  • sehr saftige Früchte kurz abtropfen lassen
  • den Kuchen nicht zu dicht und zu hoch belegen
  • eine dünne Schicht gemahlene Mandeln, Semmelbrösel oder Speisestärke auf den Boden streuen
  • Kuchen vollständig durchbacken

Gerade bei Mürbeteig, Tartes oder Hefeteig ist eine dünne Schicht gemahlene Mandeln unter dem Obst sehr praktisch. Sie nimmt etwas Fruchtsaft auf und passt geschmacklich sehr gut.

Reife Früchte erkennen

Für Kuchen sind Früchte ideal, die aromatisch, aber noch nicht matschig sind. Zwetschgen sollten fest sein und auf leichten Druck nur etwas nachgeben. Pflaumen dürfen etwas weicher sein, sollten aber nicht auslaufen. Mirabellen sind reif, wenn sie gelb bis goldgelb sind, duften und leicht nachgeben. Sehr harte Früchte schmecken nach dem Backen oft weniger aromatisch. Sehr weiche Früchte geben viel Saft ab und zerfallen schneller.

Häufige Fragen

Was ist besser für Pflaumenkuchen: Pflaumen oder Zwetschgen?

Für klassischen Pflaumenkuchen vom Blech sind Zwetschgen meistens besser. Sie behalten ihre Form, lassen sich gut entsteinen und geben nicht ganz so viel Saft ab wie viele Pflaumen.

Kann man Mirabellen statt Zwetschgen nehmen?

Ja, für Streuselkuchen, Rührkuchen, Crumble oder Kompott funktioniert das gut. Für klassischen Zwetschgendatschi sind Mirabellen weniger praktisch, weil sie kleiner und oft saftiger sind.

Warum wird Pflaumenkuchen matschig?

Häufig waren die Früchte sehr reif oder zu saftig. Auch zu viel Obst, ein zu dünner Boden oder eine zu kurze Backzeit können dazu führen. Eine dünne Schicht gemahlene Mandeln, Semmelbrösel oder Speisestärke hilft gegen zu viel Feuchtigkeit.

Was passt besser zu Hefeteig?

Zwetschgen passen am besten zu Hefeteig. Sie behalten beim Backen gut ihre Form und bringen genug Säure mit, damit der Kuchen nicht zu süß schmeckt.

Welche Frucht eignet sich am besten für Marmelade?

Mirabellen und Pflaumen eignen sich besonders gut für Marmelade, weil sie süß und aromatisch sind. Zwetschgen funktionieren ebenfalls, ergeben aber meist eine etwas herbere Marmelade.

Mirabellen am Baum

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