5 Zitronenkuchen Rezepte
Zitronenkuchen gehört zu den Klassikern, die einfach immer passen. Der frische Duft, die feine Säure und die angenehme Süße machen[…]
Mehr dazuEine gute Zitronenglasur braucht nur wenige Zutaten, bei der Konsistenz kann aber trotzdem einiges schiefgehen. Ein kleiner Schuss Zitronensaft zu viel reicht aus und der Guss läuft fast vollständig vom Kuchen. Ist er dagegen zu fest, lässt er sich kaum verteilen und trocknet bereits in der Schüssel an. Mit diesem Zitronenglasur-Rezept entsteht ein dickflüssiger Guss, der sich gut auf Kuchen, Muffins und anderem Gebäck verteilen lässt. Ich gebe den Zitronensaft trotzdem nicht auf einmal dazu, sondern taste mich langsam an die richtige Konsistenz heran. So lässt sich die Glasur viel einfacher an das jeweilige Gebäck anpassen. Auf was du bei der fruchtigen Glasur besonders achten musst, erfährst du hier im Rezept!
Soll die Zitronenglasur vollkommen glatt und weiß aussehen, würde ich den Abrieb nicht direkt unterrühren. Du kannst ihn stattdessen nach dem Glasieren auf den noch feuchten Guss streuen.

Siebe den Puderzucker zuerst in eine kleine Schüssel. Frisch gepressten Zitronensaft kannst du ebenfalls durch ein feines Sieb gießen. Dadurch gelangen weder Kerne noch Fruchtfleisch in die Glasur. Gib zunächst nur den größten Teil des Zitronensafts zum Puderzucker und verrühre beides mit einem kleinen Schneebesen oder Löffel. Anfangs wirkt die Mischung noch sehr trocken. Rühre trotzdem gründlich weiter, bevor du mehr Flüssigkeit dazugibst. Den restlichen Zitronensaft gibst du nur nach und nach dazu. Schon wenige Tropfen können aus einer festen Glasur einen gut fließenden Guss machen. Die fertige Zitronenglasur sollte langsam und gleichmäßig vom Löffel laufen. Die Spur sollte auf der Oberfläche kurz sichtbar bleiben, bevor sie wieder mit dem restlichen Guss verschmilzt.
Für eine weiße, gut sichtbare Glasur brauchst du ein eher dickes Verhältnis aus Puderzucker und Zitronensaft. Läuft der Guss wie Wasser vom Löffel, wird er auf dem Kuchen meist dünn und fast durchsichtig. Trage die Zitronenglasur außerdem auf vollständig ausgekühltes Gebäck auf. Auf einem warmen Kuchen wird sie flüssiger, zieht teilweise in die Oberfläche ein und bleibt dadurch dünner. Das kann gewollt sein, wenn der Guss den Kuchen zusätzlich tränken soll. Für eine weiße, deckende Schicht sollte der Kuchen aber kalt sein.
Auch die Oberfläche des Kuchens spielt eine Rolle. Auf einem sehr feuchten Kuchen kann die Glasur langsamer trocknen. Krümelt die Oberfläche stark, kannst du den Guss vorsichtig darüberlaufen lassen, anstatt ihn mehrmals mit einem Pinsel oder Messer zu verstreichen. Für einen besonders weißen und milden Guss kannst du einen kleinen Teil des Zitronensafts durch Milch ersetzen. Dadurch wird die Glasur weniger säuerlich. Sie ist dann allerdings nicht mehr vegan.
Eine zu flüssige Zitronenglasur lässt sich leicht retten, solange sie noch nicht auf dem Kuchen verteilt wurde. Siebe etwas zusätzlichen Puderzucker hinein und rühre ihn gründlich unter. Gib den Puderzucker am besten esslöffelweise dazu, damit der Guss nicht plötzlich zu fest wird.
Ist die Glasur zu dick, brauchst du nur sehr wenig zusätzliche Flüssigkeit. Gib den Zitronensaft tropfenweise dazu und rühre nach jeder Zugabe. Ein ganzer Esslöffel wäre meistens zu viel und würde die Konsistenz stark verändern. Weitere typische Probleme sind:
Ist die Glasur bereits auf dem Kuchen und noch sehr flüssig, lässt sie sich nur schwer nachträglich verdicken. Lass sie zunächst offen trocknen. Eine weitere dicke Schicht solltest du erst auftragen, wenn der erste Guss fest geworden ist.
Für eine dicke und deckende Zitronenglasur muss der Kuchen vollständig abgekühlt sein. Je nach Größe kann das ein bis zwei Stunden dauern. Fühlt sich die Oberfläche noch warm an, solltest du lieber etwas länger warten.
Möchtest du einen besonders saftigen Zitronenkuchen, kannst du den warmen Kuchen zunächst mit etwas reinem Zitronensaft tränken. Die eigentliche Glasur kommt erst nach dem Abkühlen darauf. So bekommt der Kuchen zusätzliches Zitronenaroma, ohne dass der weiße Guss sofort schmilzt. Verteile die Glasur direkt nach dem Anrühren. Sie beginnt in der Schüssel bereits nach kurzer Zeit anzutrocknen. Für einen Kastenkuchen oder Gugelhupf kannst du den Guss langsam über die Oberseite laufen lassen. Auf einem Blechkuchen lässt er sich mit einem Löffel oder einer kleinen Winkelpalette verteilen.
Streusel, gehackte Pistazien oder Zitronenabrieb müssen auf den noch feuchten Guss. Sobald sich eine feste Oberfläche gebildet hat, halten sie nicht mehr gut und fallen einfach wieder ab.
Die Menge aus Puderzucker und Zitronensaft reicht ungefähr für:
Für einen Blechkuchen von etwa 30 × 40 Zentimetern reicht die Menge nicht für eine dicke, vollständig geschlossene Glasur. Dafür würde ich das Rezept verdoppeln. Wie weit der Guss tatsächlich reicht, hängt stark von der gewünschten Dicke ab. Für feine Linien brauchst du deutlich weniger als für eine geschlossene weiße Schicht.
Eine dünne Zitronenglasur wird bei Zimmertemperatur meist innerhalb von etwa 30 bis 60 Minuten oberflächlich fest. Bis sie vollständig durchgetrocknet ist, können je nach Dicke mehrere Stunden vergehen. Lass das Gebäck währenddessen offen stehen. Unter einer Kuchenglocke oder in einer Dose sammelt sich Feuchtigkeit und die Glasur kann klebrig bleiben. Auch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit verlängert die Trockenzeit.
Verpacke den Kuchen erst, wenn der Guss fest ist und bei einer leichten Berührung nicht mehr am Finger klebt. Beim Stapeln von Plätzchen oder kleinen Gebäckstücken sollte die Glasur vollständig durchgetrocknet sein.
Zitronenglasur kannst du außerdem überraschend gut vorbereiten. Bewahre sie dafür am besten luftdicht abgedeckt auf. Sie bildet zwar schnelle eine trockene Haut, die du beim Verwenden einfach wieder glattrühren kannst. Ist sie doch zu fest geworden, helfen ein paar Tropfen Zitronensaft. Länger als einen Tag würde ich sie allerdings nicht aufbewahren und das bestenfalls im Kühlschrank.
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