Rezept für Zwetschgenröster
Dieser klassische Zwetschgenröster ist ein einfaches Kompott aus gekochten Zwetschgen, das mit Zimt, Kardamom und braunem Zucker sein typisches Aroma[…]
Mehr dazuAus reifen Zwetschgen koche ich besonders gerne ein schnelles Kompott. Dafür braucht es nur wenige Zutaten und kaum Vorbereitung. Schon nach ein paar Minuten duftet die ganze Küche nach warmen Zwetschgen, Vanille und Zimt. Mein Rezept für Zwetschgenkompott kannst du warm oder kalt servieren. Es schmeckt wunderbar zu Milchreis, Grießbrei und Kaiserschmarrn, passt aber genauso gut auf Joghurt oder zu einer Kugel Vanilleeis.

Als erstes werden die Zwetschgen gewaschen, halbiert und entsteint. Sehr große Früchte kannst du zusätzlich vierteln, damit später alle Stücke ungefähr zur gleichen Zeit weich werden. Gib anschließend Zucker, Vanillezucker, Wasser oder Apfelsaft, Zimt und Zitronensaft in einen ausreichend großen Topf. Sobald die Mischung aufkocht, kommen die vorbereiteten Zwetschgen dazu.
Nun darf das Kompott bei mittlerer Hitze sanft köcheln. Rühre nur gelegentlich und möglichst vorsichtig um, denn die weicher werdenden Früchte zerfallen sonst schnell. Je nach Reifegrad sind die Zwetschgen nach etwa acht bis zwölf Minuten fertig. Möchtest du das Zwetschgenkompott etwas dicker haben, verrührst du die Speisestärke zunächst mit kaltem Wasser. Gib die Mischung anschließend unter Rühren in das köchelnde Kompott und lass alles noch einmal kurz aufkochen. Die vollständigen Mengen und Arbeitsschritte findest du wie immer weiter unten im Rezept.
Damit die Zwetschgen nicht vollständig zerfallen, sollten sie zwar reif, aber noch fest sein. Sehr weiche Früchte eignen sich besser für Zwetschgenmarmelade oder Pflaumenmus, da sie bereits nach kurzer Kochzeit ihre Form verlieren. Auch die Größe der Stücke macht einen Unterschied. Kleine Würfel werden deutlich schneller weich als halbierte oder geviertelte Zwetschgen. Für ein stückiges Kompott würde ich die Früchte daher nur halbieren und lediglich besonders große Exemplare vierteln.
Lass das Kompott außerdem nur sanft köcheln. Bei starker Hitze bewegen sich die Früchte im Topf stärker und zerfallen schneller. Statt kräftig umzurühren, kannst du den Topf zwischendurch vorsichtig schwenken. Die Kochzeit ist dabei immer nur ein Richtwert. Sehr reife Zwetschgen können schon nach wenigen Minuten weich sein, während festere Früchte etwas länger brauchen. Nimm deshalb lieber ein Stück heraus und probiere, ob die Konsistenz bereits passt. Sollten die Zwetschgen doch einmal stärker zerfallen, ist das geschmacklich kein Problem. Das Kompott wird dann lediglich etwas musiger und sieht weniger stückig aus.
Zwetschgen geben beim Kochen unterschiedlich viel Saft ab. Deshalb kann das fertige Kompott je nach Sorte und Reifegrad einmal dünner und ein anderes Mal deutlich dicker ausfallen. Für mehr Bindung verrührst du Speisestärke immer zuerst mit kaltem Wasser. Würdest du das Pulver direkt in das heiße Kompott geben, könnten sich kleine Klümpchen bilden. Rühre die angerührte Stärke anschließend in die köchelnde Flüssigkeit und lass alles noch etwa eine Minute aufkochen. Bedenke dabei, dass das Kompott beim Abkühlen noch etwas dicker wird. Gib daher lieber zunächst weniger Stärke hinein und warte kurz ab, bevor du weiter bindest.
Ist das Zwetschgenkompott zu dünn, hast du mehrere Möglichkeiten:
Ist es dagegen zu fest geworden, kannst du einfach etwas Wasser oder Apfelsaft einrühren. Gib die Flüssigkeit nach und nach dazu, bis das Kompott wieder die gewünschte Konsistenz hat.
Zwetschgenkompott wird meist mit etwas mehr Flüssigkeit gekocht. Je nach Rezept kommen Wasser, Saft oder Wein dazu, außerdem kann es mit Speisestärke gebunden werden. Dadurch entsteht eine fruchtige Beilage mit weichen Zwetschgenstücken und ausreichend Soße.
Zwetschgenröster stammt vor allem aus der österreichischen Küche und wird traditionell mit sehr wenig zusätzlicher Flüssigkeit zubereitet. Die Früchte dünsten überwiegend im eigenen Saft und werden meist mit Zucker, Zimt und gelegentlich weiteren Gewürzen verfeinert. Daher ist ein Zwetschgenröster häufig konzentrierter und weniger flüssig als ein klassisches Kompott. Die Übergänge sind allerdings fließend, denn auch bei Kompott unterscheiden sich die Rezepte deutlich. Für mein Zwetschgenkompott verwende ich nur eine kleine Menge Wasser oder Apfelsaft. So entsteht genügend fruchtige Soße, ohne dass der Geschmack der Zwetschgen verwässert wird.
Zwetschgenkompott schmeckt sowohl warm als auch kalt und passt dadurch zu vielen süßen Gerichten. Besonders gerne serviere ich es lauwarm zu Milchreis oder Grießbrei, denn die leicht säuerlichen Früchte gleichen die cremige Süße wunderbar aus. Auch zu diesen Gerichten passt es sehr gut:
Kompott wird häufig zu Vanilleeis, Vanillecreme oder Sahne serviert. Auch im Müsli sorgt es für eine fruchtige Schicht. Wenn du das Zwetschgenkompott als Dessert reichen möchtest, kannst du es außerdem in kleine Gläser füllen und mit Vanillejoghurt, Mascarponecreme oder knusprigen Streuseln schichten.
Zwetschgenkompott lässt sich sehr gut vorbereiten, denn nach einigen Stunden schmecken Zimt und Vanille häufig noch etwas kräftiger. Lass es nach dem Kochen zunächst abkühlen und fülle es anschließend in eine gut schließende Dose oder ein sauberes Glas. Im Kühlschrank würde ich das frisch gekochte Kompott innerhalb von etwa drei bis vier Tagen verbrauchen. Entnimm es dabei immer mit einem sauberen Löffel.
Du kannst das Zwetschgenkompott auch portionsweise einfrieren. Lass es dafür vollständig abkühlen und fülle es in geeignete Behälter, wobei nach oben etwas Platz bleiben sollte. Flüssigkeit dehnt sich beim Gefrieren aus. Nach dem Auftauen kannst du das Kompott langsam in einem Topf erwärmen. Sollte es dabei etwas Flüssigkeit abgeben, lässt du es entweder kurz einkochen oder bindest es erneut mit wenig Speisestärke. Eingefrorene Zwetschgen beziehungsweise daraus zubereitetes Kompott sollten innerhalb mehrerer Monate verbraucht werden.
Zimt und Vanille sind die klassische Kombination, du kannst das Grundrezept aber leicht anpassen. Ein Teil des Wassers lässt sich beispielsweise durch Apfelsaft ersetzen, wodurch das Kompott noch fruchtiger wird. Auch diese Zutaten passen gut zu Zwetschgen:
Ganze Gewürze wie Zimtstangen, Nelken oder Sternanis solltest du vor dem Servieren wieder entfernen. Besonders kräftige Gewürze verwendest du außerdem besser sparsam, damit der Geschmack der Zwetschgen nicht untergeht.
Dieser klassische Zwetschgenröster ist ein einfaches Kompott aus gekochten Zwetschgen, das mit Zimt, Kardamom und braunem Zucker sein typisches Aroma[…]
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