Mein saftiger Bananen-Marmorkuchen ohne Zucker!

von Simone Schäfer
Bananen-Marmorkuchen ohne Zucker

Mein Bananen-Marmorkuchen: so geht`s auch ohne Zucker!

Leckerer Kuchen geht auch ganz ohne Zucker! Das habe ich gerade wieder festgestellt, als ich diesen saftigen Bananen-Marmorkuchen gebacken habe. Durch die sehr reifen Bananen im Teig ist eine zusätzliche Süße gar nicht mehr nötig. Außerdem gibt das Kakaopulver im dunklen Teig einen schön schokoladigen Geschmack ab. Richtig lecker, fluffig und saftig- ganze ohne Industriezucker!

Die Idee zu diesem Kuchen kam mir eigentlich ganz spontan. Ich war eine Woche nicht Zuhause und mein Mann hat wohl beschlossen, er testet, ob Bananen irgendwann von selbst weglaufen können! 😀 Diese Früchte waren definitiv mehr als reif! Aber so eigenen sie sich auch optimal zum Backen und das musste natürlich genutzt werden.

Falls ihr also auch einmal sehr reife Bananen übrig habt, dann schmeißt sie nicht weg, sondern backt damit. Sie sehen zwar von außen nicht mehr so appetitlich aus, aber die wahren Werte stecken ja im Inneren. 🙂 Es ist eher andersrum- Bananen, die gerade mal reif sind, sind zum backen ungeeignet. Sie schmecken nicht so süß wie nötig und auch die Konsistenz eignet sich nicht dafür, sie bestmöglich in einen Teig einzuarbeiten.

Reife Bananen sind also wirklich ein tolles Süßungsmittel, wenn man ganz auf industriellen Zucker verzichten möchte. Egal ob man aus gesundheitlichen Gründen auf Industriezucker verzichten möchte oder ob man für die Kleinen backt- die gelbe Frucht lässt sich wunderbar verwenden! 

Bananen statt Industriezucker zu verwenden hat auch noch weitere Vorteile. Denn in der süßen Frucht stecken zudem Vitamine wie B6 oder auch einige Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalium. Hört sich doch wirklich wunderbar an, oder? Bananen haben übrigens zudem einen niedrigen glykämischen Index und sind auch für Menschen mit Fructoseintoleranz meist gut verträglich. 

Bei den vielen Vorteilen sollte man allerdings eins im Kopf behalten: Bananen wachsen nicht beim Bauern um die Ecke. Sie haben stets einen langen Weg hinter sich und die Bedingungen für die Arbeiter in den Anbauländern sind auch oft unzureichend. Ich greife daher schon seit Jahren auf Bio-Produkte zurück und versuche die leckeren Früchte aus der Ferne einfach bewusst zu genießen. 

Was kann man sonst noch zum Süßen nutzen?

Über die Banane haben wir jetzt ja schon einiges gehört. Aber was kann man noch gut zum Süßen verwenden, wenn es nicht unbedingt der weiße Zucker sein soll? Am besten eignen sich tatsächlich frische Früchte. Das klappt neben der Banane am besten mit geriebenem Apfel und Beeren. Gesund, leicht süß und lecker! 

Auch Trockenfrüchte könnt ihr wunderbar zum Süßen verwenden. Allen voran die Dattel! Sie ist wahnsinnig süß und man vermisst geschmacklich den Zucker gar nicht. Am besten zerkleinert ihr sie in einem Mixer, so kann man sie am besten zu einem Teig verarbeiten. Bei der Dattel sollte aber gesagt sein, dass trotzdem ein hoher Zuckergehalt vorhanden ist. Das was man mit Datteln zubereitet ist trotzdem als eine Süßigkeit anzusehen. Es geht hier vor allem um die Alternativen zu normalem Haushaltszucker. Dabei sind diese Früchte ganz vorne mit dabei!

Habt ihr schon einmal von Erdmandelmus gehört? Auch dieses ist leicht süß und kann als Alternative für Kristallzucker verwendet werden. Natürliche Produkte sind zudem Agavendicksaft oder Ahornsirup. Die beiden letzten Alternativen sind allerdings auch stark verarbeitet und daher auch nicht mehr soooo natürlich. Wie gesagt, hier geht es heute allerdings vor allem darum, Haushaltszucker mit besseren Varianten zu ersetzen und dafür müssen auch Agavendicksaft oder Ahornsirup auf die Liste!

Mein Bananen-Marmorkuchen: perfekt für die Kids! 

Wann Kleinkinder Zucker konsumieren dürfen und wie viel es dann im Endeffekt sein soll, ist eine schwierige Entscheidung, vor der Eltern stehen wenn die Kleinen größer werden. Wir haben uns bei unserer Tochter dafür entschieden, das erste Jahr komplett auf Zucker zu verzichten, sowohl beim Essen, als auch bei Getränken.

Andere Eltern entscheiden, sogar noch ein weiteres Jahr oder länger auf Zucker zu verzichten. Das erste Jahr gab es bei uns also keine Süßigkeiten und vor allem auch keine gesüßten Getränke, wie Fruchtsäfte aus der Packung. Nach einem Jahr durfte es auch mal etwas Süßes sein, aber das alles hielt sich immer in Grenzen.

Denn ich finde es wichtig, von Anfang an zu zeigen, das Süßes bewusst konsumiert werden sollte. Es gibt nicht einfach mal Süßigkeiten, schon gar nicht als Belohnung für etwas. Dennoch finde ich die leuchtenden Augen immer wieder schön, wenn es dann doch mal etwas gibt! 

Vor allem Babys und Kleinkinder, die noch nie Zucker gegessen haben, finden die Süße aus Obst schon absolut ausreichend. Da ist auch jeder Apfel oder jede Banane eine Geschmacksexplosion. Wenn wir einen Kuchen mit der Süße aus Obst probieren, wird er ziemlich langweilig schmecken. Für die ganz Kleinen unter uns ist das definitiv nicht so, das sollte man sich immer vor Augen führen! 

Meinen Bananen-Marmorkuchen können auch die Kleinsten bedenkenlos essen. Ich zähle euch einmal auf, was alles drin ist: reife Bananen, etwas Mehl, Grieß, Backpulver, Milch, Eier, Butter, Zimt, Vanille und etwas Kakaopulver. Achtet am besten auf eine gute Qualität der Produkte, so wird auch der Kuchen noch leckerer! Beim Mehl und beim Grieß könnt ihr entweder die Weizen- oder die Dinkelvariante wählen. Auch bei der Milch seid ihr frei, ob es denn Kuhmilch oder Pflanzenmilch sein soll. 

Mein Bananen-Marmorkuchen: so wird`s gemacht!

Der Bananen-Marmorkuchen ist super schnell und einfach gemacht. Er ist also auch was für Zwischendurch, wenn die Zeit etwas knapper ist. Für den Rührteig habe ich Butter und Eier aufgeschlagen. Dann kommen Mehl, Grieß, Backpulver und Milch dazu. Das ergibt schon einen tollen geschmeidigen Teig! Noch weicher wird er, wenn anschließend die zerdrückten Bananen dazukommen! Verfeinert habe ich den Teig zudem mit etwas Zimt und Vanillepaste. 

Die Hälfte des Teiges habe ich in eine Springform gefüllt. Ich habe hier eine 20er Form benutzt! Die andere Hälfte des Teiges habe ich anschließend noch mit Kakaopulver verfeinert. Schokoladig, aber trotzdem ganz ohne Zucker. Den dunklen Teig verteilt ihr auf dem hellen Teig und schon ist der Kuchen fertig für den Ofen! Wenn ihr die beiden Teigsorten noch mehr vermischen wollt, könnt ihr auch mit einer Gabel ein Muster durch die Form ziehen. 

Nach 35 Minuten im Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ist der Kuchen fertig. Er ist super saftig und total fluffig. Der leichte Geschmack nach Grieß, Banane und Kakao passt wunderbar zusammen und schmeckt daher unglaublich lecker!

Wer es doch noch etwas süßer mag, kann in den Teig zusätzlich etwas Agavendicksaft oder Ahornsirup geben. Theoretisch könnt ihr den Kuchen natürlich auch mit Haushaltszucker backen. Dafür schlagt ihr die Butter am Anfang mit ca. 100g Zucker auf. Das klappt auch wunderbar! 

Sehr reife Bananen sind eine tolle Alternative zu Haushaltszucker. Die Bananen müssen dafür zerdrückt werden und können so wunderbar in einen Teig eingearbeitet werden! 

Simone von Sheepy’s Bakery

 
 

Bananen-Marmorkuchen mit Grieß

 

Fluffig, saftig, lecker und das ganz ohne industriellen Zucker! Das ist mein Bananen-Marmorkuchen!  

Marmorkuchen ohne Zucker- ob das schmecken kann? Ohja und wie!! Als Süßungsmittel habe ich hier reife Bananen verwendet. Außerdem machen Grieß, Zimt, Vanille und Kakaopulver den Kuchen ganz besonders. Auch für die Kleinsten unter uns oder für alle, die ohne Industriezucker leben, ist dieses Rezept ein Genuss! 

Bananen-Marmorkuchen

Bewertung 4.2/5
( 180 Bewertungen )
Portionen: 20er Springform Vorbereitungszeit: Backzeit: Nährwertangaben 200 Kalorien 20 grams Fett

Zutaten

  • 150g weiche Butter oder Margarine
  • 3 Eier
  • 150g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 100g Grieß
  • 200ml Milch
  • 2 sehr reife Bananen
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL Vanillepaste oder -aroma
  • 1 EL Kakaopulver

optional:

  • zusätzlich 2 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup
  • zusätzlich 100g Zucker

Anleitung

Schritt 1

Heizt den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. Fettet eure Backform gut ein. 

Rührt die Butter cremig. Gebt die Eier einzeln dazu und rührt jedes Ei ca. eine Minute unter. 

Mischt Mehl, Grieß und Backpulver in einer Schüssel.  Gebt diese Mischung zusammen mit der Milch zum Teig. 

Zerdrückt die Banane zu einem groben Brei. Gebt diesen zum Teig und verfeinert ihn mit Zimt und Vanille. 

 

Schritt 2

Füllt die Hälfte des Teiges in eure Form. Verrührt die andere Hälfte in der Schüssel mit dem Kakaopulver. Verstreicht den dunklen Teig nun auf dem hellen. Wer etwas mehr Muster mag, kann noch mit der Gabel ein Muster durch die Form ziehen. 

Backt den Kuchen nun für 35 Minuten und lasst ihn anschließend gut auskühlen. 

Bananen-Marmorkuchen mit Kakao

2 Kommentare

Rero 13. März 2022 - 20:09

Hab den Kuchen heute nachgebacken, genauso wie im Rezept und nur mit der Banane als Süße. Muss leider sagen dass es mir so etwas zu „gesund“ geschmeckt hat jedoch werde ich es bald noch einmal versuchen mit etwas Süßstoff zusätzlich, dann ist es bestimmt nach meinem Geschmack, das Rezept bietet ja viele Möglichkeiten♡

Antworte
Simone Schäfer 16. März 2022 - 09:23

Hallo 🙂
Ja, der Kuchen ist tatsächlich wenig süß. Wie du schon sagst, kannst du noch etwas mehr Süße durch Süßstoff oder auch gemahlene Datteln hinzfügen.

Liebe Grüße
Simone

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