Quarkkuchen ohne Boden- ein zartes Träumchen!

von Simone Schäfer
Quarkkuchen als Stück

Mein Quarkkuchen ohne Boden- der zergeht auf der Zunge!  

Mmmmmh, schon der Gedanke an frischen Quarkkuchen lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen! Quarkkuchen, Käsekuchen- egal wie ihr ihn nennt! Er ist einfach DER Klassiker für mich und daher kann es nie genug Varianten davon geben. Heute habe ich ausnahmsweise nichts hinzugefügt, sondern weggenommen! Und zwar den Boden! 😉 

Kaum ein Kuchen ist so saftig und fluffig zugleich wie dieser Quarkkuchen! Bei jedem Bissen stellt man sich vor, eine kleine Wolke im Mund zu haben, die sanft zergeht. Das sind doch schöne Vorstellungen, oder? 

Käsekuchen kann man ja in den verschiedensten Variationen backen. Ich habe ihn beispielsweise schon mit Mohn und Mandarinen aufgepeppt oder zu Cheesecake Sticks verwandelt. Die Käsemasse habe ich dabei immer etwas abgewandelt- mal mit Quark und Frischkäse, mal mit Quark und Schmand. Je nachdem, welche Milchprodukte man hinzufügt, verändert sich der Geschmack und vor allem die Konsistenz des Käsekuchens. 

Eins war aber immer ganz klassisch dabei: ein leckerer Boden aus Mürbeteig. Zugegeben- ich liebe den Boden total und esse immer die Reste davon auf, die mein Mann von seinem Kuchenstück übrig lässt. Der ist nämlich im Team „ohne Boden“ und hat sich deswegen auch diese „bodenlose“ Variante gewünscht. 

Käsekuchen ist einfach sein Lieblingskuchen und das am besten ganz einfach als gebackene Quarkmasse ohne Boden und sonstige Zutaten. Natürlich musste ich ihm irgendwann diesen Wunsch erfüllen und nun ist die Zeit gekommen! 😀 Er hat sich riesig gefreut und ich bin sehr froh, dass der Kuchen so lange überlebt hat, bis ich die Fotos davon geschossen hatte. 

Wenn schon kein Boden dabei ist, was ist denn sonst drin im Kuchen? Die Quarkmasse besteht aus vieeeel Quark, Zucker, Eier, Butter und Speisestärke. Letztere sorgt für die Bindung des Kuchens und die cremige Konsistenz. Die Eier machen die Masse fluffig und geschmackvoll. Beim Quark habe ich hier auf die Magerstufe zurückgegriffen. Den kaufe ich meistens und backe auch gerne damit. Mit den Eiern und dem Quark ist dieser Quarkkuchen eine wahre Eiweiß-Bombe! 🙂 

Um den Kuchen geschmacklich etwas aufzupeppen, habe ich Vanillezucker und Zitronenschale zur Masse hinzugefügt. Diese beiden Komponenten gehören für mich immer in einen Käsekuchen! Solltet ihr noch etwas Abwechslung wollen, könnt ihr auch noch Kirschen, Mandarinen oder Pfirsiche auf dem Kuchen verteilen. 

Mein saftiger Quarkkuchen- so funktioniert`s!  

Da bei diesem Rezept auf den Boden verzichtet wird, hat man sich natürlich auch einen Arbeitsschritt gespart. Kein Kneten, kein Ausrollen, kein Reinfummeln in die Backform! 🙂 Die Masse ist total schnell angerührt. Nur die Backzeit dauert etwas länger. 

Für die Quarkmasse verrührt ihr zunächst Zucker, Butter und Vanillezucker. Danach kommen die Eier hinein. Die dürft ihr ruhig gut unterrühren, damit der Kuchen am Ende schön locker wird. Als letztes kommen Quark, Zitronenschale und Speisestärke dazu. Heraus kommt eine dickflüssige Quarkmasse, die ihr in eine eingefettete Form füllen könnt. 

Der Quarkkuchen wird bei 170 Grad für 50-60 Minuten gebacken. Oben darf er ruhig eine gute Bräunung annehmen! Da die Eier im Kuchen relativ fluffig aufgeschlagen werden, kann es passieren, dass der Kuchen an der Oberfläche leichte Risse bekommt. Das finde ich hier überhaupt nicht schlimm! Denn wenn man „nur“ die Quarkmasse ohne Boden genießt, sollte diese richtig weich und saftig sein und die Optik rückt in den Hintergrund. Wenn er fertig ist, sollte er oben schön braun sein und noch leicht wackeln. Beim Abkühlen wird er automatisch fester. 

Nach Ablauf der Backzeit habe ich den Quarkkuchen noch für eine halbe Stunde im abgeschalteten Ofen stehen lassen. Ihr habt an diesem Punkt sicher beobachtet, wie schön der Kuchen aufgegangen ist. Wenn ihr ihn zu schnell mit kälteren Temperaturen konfrontiert, sackt er relativ schnell wieder in sich zusammen. Das wollen wir natürlich vermeiden und gewöhnen ihn ganz langsam an sein Leben bei Zimmertemperatur. 

Lasst ihn also 30 Minuten im abgeschalteten Ofen stehen und dann bei Zimmertemperatur ganz abkühlen. Löst ihn dabei am besten direkt vom Rand der Springform, damit er daran nicht kleben bleibt. Jeder Käsekuchen fällt beim Abkühlen etwas zusammen. Bleibt er am Rand kleben, sackt er nur in der Mitte ein und der Rand erscheint dabei überproportional hoch. Zudem kann er stark reißen. Das könnt ihr mit diesem einfachen Trick vermeiden!

Zum Abschluss habe ich ihn mit etwas Puderzucker bestäubt und mit ein paar frischen Beeren dekoriert. Weniger ist hier definitiv mehr. Probiert den Quarkkuchen doch direkt aus! Lasst euch jedes Stückchen auf der Zunge zergehen. 🙂 

Lasst den Kuchen nach Ablauf der Backzeit noch 30 Minuten im abgeschalteten Backofen stehen. So kann er sich langsam an die kühleren Temperaturen gewöhnen und fällt nicht in sich zusammen. 

Simone von Sheepy’s Bakery

 
 

Quarkkuchen angeschnitten

 

Saftiger Quarkkuchen- so lecker, dass sogar der Boden überflüssig ist! 

Dieser Quarkkuchen braucht keinen Boden, er schmeckt auch ohne himmlisch gut! So kommt die fluffige Quarkmasse noch mehr zur Geltung. Bei jedem Bissen zergeht sie auf der Zunge und hinterlässt einen Hauch Vanille und Zitrone am Gaumen. Wenn das für auch auch verführerisch klingt, solltet ihr euch das Rezept dazu gleich ausdrucken! 🙂  

Quarkkuchen ohne Boden

Bewertung 4.1/5
( 212 Bewertungen )
Portionen: 22er Springform Vorbereitungszeit: Backzeit: Nährwertangaben 200 Kalorien 20 grams Fett

Zutaten

  • 1kg Speisequark (Magerquark)
  • 2 Pck Vanillezucker
  • 2 TL Zitronenabrieb
  • 200g Zucker
  • 4 Eier
  • 40g Speisestärke
  • 225g weiche Butter
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben
  • ggf. ein paar frische Beeren zum Garnieren

Anleitung

Schritt 1: 

Heizt den Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vor. Fettet eure Backform ein. 

Verrührt den Zucker, den Vanillezucker und die weiche Butter. Gebt die Eier dazu und rührt sich gründlich unter. Fügt als letztes den Quark, die Speisestärke und den Zitronenabrieb hinzu. 

 

Schritt 2: 

Verteilt die Masse in eurer Backform. Backt den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten für 50-60 Minuten. Oben sollte er schön braun sein und noch leicht wackeln. Schaltet den Ofen aus und lasst den Kuchen weitere 30 Minuten darin stehen. 

Nehmt ihn heraus und lasst ihn bei Zimmertemperatur vollständig abkühlen. Löst ihn am besten nach der Zeit im Ofen direkt vom Rand der Springform. 

Bestäubt ihn zuletzt mit etwas Puderzucker und serviert ihn mit frischen Beeren. 

Quarkkuchen mit Puderzucker

2 Kommentare

Elfriede Bauer 1. Mai 2022 - 15:34

Hallo Simone,
bin zufällig auf deine Seine Seite gekommen. Was soll ich sagen – der Käsekuchen ist kein Träumchen, er ist ein TRAUM!!!!
Hab schon so viele gebacken und endlich einer ohne Puddingpulver. SUPER KLASSE. Er schmeckt einfach unsagbar lecker.
Vielen Dank für das tolle Rezept.

Antworte
Simone Schäfer 2. Mai 2022 - 09:45

Liebe Elfriede,
vielen Dank für dein Feedback! Ich freue mich riesig, dass der Kuchen so gut gelungen ist und vor allem richtig gut geschmeckt hat! Ich hoffe, du findest noch weitere Rezepte für dich! 🙂

Liebe Grüße
Simone

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