Saftiger Streuselkuchen vom Blech
Ein Blech voll Genuss – so einfach lässt sich dieser saftige Streuselkuchen vom Blech zusammenfassen. Ob für den Sonntagskaffee, als[…]
Mehr dazuDieser Butterkuchen mit Mandeln ist ein echter Blechkuchen-Klassiker: lockerer Hefeteig, kalte Butterflöckchen, Zucker und knusprige Mandelblättchen. Beim Backen schmilzt die Butter in die tiefen Mulden und verbindet sich mit dem Zucker zu einer leicht karamellisierten Kruste. Genau so schmeckt Butterkuchen wie früher: weich, buttrig, goldbraun und herrlich aromatisch. Damit der Butterkuchen nicht trocken wird, kommt es vor allem auf drei Dinge an: einen geschmeidigen Hefeteig, genug Butter auf dem Belag und die richtige Backzeit. Wer ihn besonders saftig mag, kann den heißen Kuchen nach dem Backen zusätzlich mit etwas Sahne beträufeln. Dadurch bleibt der Hefeteig noch weicher und schmeckt auch am nächsten Tag wunderbar.

Für den Teig gibst du Mehl, Ei, Salz, Zucker, weiche Butter, Vanillezucker, Hefe und lauwarme Milch in eine Schüssel und verknetest alles etwa 5 Minuten. Der Teig sollte weich, glatt und geschmeidig werden. Wenn er leicht klebt, ist das kein Problem. Zu viel zusätzliches Mehl würde ihn später eher trocken machen.
Danach darf der Teig abgedeckt 90 Minuten ruhen. In dieser Zeit geht er auf und entwickelt mehr Aroma. Gerade bei Butterkuchen lohnt sich diese Geduld, weil ein gut gegangener Hefeteig später viel weicher schmeckt.
Nach der ersten Gehzeit gibst du den Teig auf ein Blech und drückst ihn flach. Das geht mit leicht bemehlten Händen oder direkt mit den Fingern. Danach bekommt er noch einmal 30 Minuten Ruhe. Diese zweite Gehzeit macht den Kuchen luftiger und sorgt dafür, dass er beim Backen nicht kompakt wird.
Fans der Hörspiel- und Filmreihe Bibi & Tina kennen den Martinshof, auf dem Frau Martin regelmäßig Butterkuchen für ihre Gäste backt. Das zeigt, wie sehr Butterkuchen auch in Geschichten und Serien als Sinnbild für Gemütlichkeit und Gastfreundschaft steht. Genau deshalb passt er perfekt in jede reale Kaffeerunde – er ist einfach ein Kuchen, der Menschen zusammenbringt.
Die Mulden sind beim Butterkuchen kein Deko-Schritt. Sie sorgen dafür, dass Butter und Zucker nicht einfach nur oben liegen, sondern beim Backen richtig in den Teig wandern. Drücke die Mulden ruhig tief mit den Fingern in den Hefeteig. Nicht nur kleine Dellen an der Oberfläche. Genau in diese Vertiefungen setzt sich später die kalte Butter. Beim Backen schmilzt sie langsam, verbindet sich mit Zucker und Vanillezucker und zieht in den Teig ein. Das Ergebnis ist diese typische Butterkuchen-Oberfläche: leicht karamellig, an manchen Stellen saftiger und besonders buttrig. Für mich sind genau diese Stücke mit Butter-Mulde die besten auf dem ganzen Blech.
Butterkuchen kann schnell trocken werden, wenn er zu lange gebacken wird oder der Hefeteig zu fest ist. Deshalb solltest du ihn nur so lange backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Mandeln leicht geröstet duften. Für eine besonders saftige Variante kannst du den heißen Butterkuchen direkt nach dem Backen mit Sahne beträufeln. Dafür reichen je nach gewünschter Saftigkeit etwa 100 bis 200 ml Sahne. Gieße sie gleichmäßig über den noch heißen Kuchen. So kann sie besser einziehen und macht den Hefeteig weicher. Wichtig: Der Kuchen soll nicht schwimmen. Die Sahne soll einziehen, nicht als Flüssigkeit auf dem Blech stehen bleiben. Wenn du es etwas dezenter magst, starte mit 100 ml. Für einen richtig saftigen Butterkuchen vom Blech kannst du 150 bis 200 ml verwenden.
Butterkuchen schmeckt am Backtag am besten. Frisch aus dem Ofen oder leicht lauwarm ist er weich, duftet nach Butter und die Mandeln sind oben noch schön aromatisch. Am nächsten Tag ist er immer noch lecker, aber Hefekuchen wird mit der Zeit etwas trockener. Du kannst ihn gut abgedeckt bei Raumtemperatur aufbewahren. In den Kühlschrank würde ich ihn nicht stellen, dort wird Hefeteig schneller fest.
Mein Tipp: Stücke vom Vortag kurz im Ofen oder Airfryer aufwärmen. Dann wird der Kuchen wieder weicher und die Butter-Mandel-Schicht schmeckt fast wie frisch gebacken. Ein paar Minuten reichen.
Das klappt sogar hervorragend! Am besten schneidest du ihn nach dem Auskühlen in Stücke und frierst sie portionsweise ein. So kannst du später genau so viel auftauen, wie du brauchst. Zum Servieren lässt du die Stücke bei Raumtemperatur auftauen und wärmst sie danach kurz im Ofen auf. Dadurch wird der Hefeteig wieder weicher und der Belag schmeckt frischer. Für mich ist das besonders praktisch, weil ein ganzes Blech manchmal viel ist. Wobei Butterkuchen mit Mandeln meistens schneller verschwindet, als man denkt.
Meistens war die Milch zu heiß oder die Hefe nicht mehr frisch. Milch darf für Hefeteig nur lauwarm sein. Wird sie zu heiß, kann die Hefe nicht mehr arbeiten. Auch alte oder falsch gelagerte Hefe kann dafür sorgen, dass der Teig nicht aufgeht.
Der häufigste Grund ist eine zu lange Backzeit. Butterkuchen sollte goldbraun sein, aber nicht dunkel und hart. Auch zu viel Mehl im Teig macht ihn trocken. Wenn du ihn besonders saftig möchtest, kannst du ihn nach dem Backen mit Sahne beträufeln.
Ein leicht klebriger Hefeteig ist bei Butterkuchen normal und sogar gut. Er wird dadurch später weicher. Gib nur wenig Mehl dazu, gerade so viel, dass du ihn gut verarbeiten kannst.
Dann waren die Mulden wahrscheinlich nicht tief genug oder die Butter war zu weich. Verwende für den Belag kalte Butter und drücke deutliche Vertiefungen in den Teig.
Mandeln rösten schnell. Wenn dein Ofen stark von oben heizt, kannst du den Kuchen auf der mittleren oder leicht unteren Schiene backen. Kontrolliere ihn in den letzten Minuten regelmäßig.
Wie bei fast allem Hefegebäck, kannst beides verwenden. Frische Hefe schmeckt klassisch und funktioniert sehr gut. Trockenhefe ist praktisch, weil sie länger haltbar ist und direkt mit dem Mehl vermischt werden kann. Als Faustregel gilt: Ein halber Würfel frische Hefe entspricht etwa einem Päckchen Trockenhefe. Wichtig ist bei beiden Varianten, dem Teig genug Zeit zu geben. Hefeteig richtet sich nicht stur nach der Uhr, sondern danach, ob er sichtbar aufgegangen ist.
Du kannst den Butterkuchen einfach abwandeln:
Ein Blech voll Genuss – so einfach lässt sich dieser saftige Streuselkuchen vom Blech zusammenfassen. Ob für den Sonntagskaffee, als[…]
Mehr dazu
Hat es Dir geschmeckt? Hast Du Verbesserungsvorschläge? Hast du etwas anders gemacht, eine kreative Zutat ausprobiert oder einfach eine Frage? Hinterlasse einen Kommentar und lass mich wissen, wie es dir ergangen ist. Dein Feedback inspiriert nicht nur mich, sondern auch andere HobbybäckerInnen!
Rezept bewertenFür mehr Rezept-Ideen folg mir gerne bei Social Media :-)
6 Kommentare anderer User
Tine
12. Juni. 2023, 16:19 UhrHuhu, habe ihn heute nach deinem Rezept gebacken. In den Ecken hatte ich nach dem Backen richtige Fettpfützen…in denen die geschmolzene Butter stand. Ist das normal? Musste das viele Fett mit Küchenrolle auffangen.
Simone Schäfer
13. Juni. 2023, 15:03 UhrHallo! 🙂
Ohje, das tut mir leid! Ich könnte mir nur vorstellen, dass die Butter nicht tief genug in den Teig gedrückt wurde, sodass sie beim Backen nicht richtig aufgesaugt, sondern nur geschmolzen ist. Ich hoffe, er hat trotzdem geschmeckt!
Liebe Grüße
Jones
12. Feb.. 2022, 14:48 UhrWas denn für Sahne? Schlagsahne ungeschlagen? oder..
Simone Schäfer
15. Feb.. 2022, 11:03 UhrHallo 🙂 Das ist ungeschlagene Sahne, also quasi direkt aus dem Becher!
Liebe Grüße
Tina
28. Jan.. 2022, 20:10 UhrDer ist sooooo lecker … und ohne großen Aufwand gebacken. Danke für das tolle Rezept
Simone Schäfer
29. Jan.. 2022, 17:06 UhrLiebe Tina,
vielen vielen Dank! Es freut mich riesig, wenn er dir so gut geschmeckt hat! 🙂
Liebe Grüße,
Simone