Karottenbrötchen- ganz einfach selbst gebacken!

von Simone Schäfer
Karottenbrötchen mit Mohn in der Hand gehalten

Der herzhafte Hefeteig für die Karottenbrötchen!

Es ist Sonntagmorgen und man hat endlich einmal Zeit, ausgiebig zu Frühstücken. Stellt euch vor, ihr holt frisch gebackene Brötchen aus dem Ofen. Die ganze Küche riecht danach und sie dampfen noch herrlich! Das könnte jetzt ganz einfach Wirklichkeit werden. Dafür braucht ihr nur dieses Rezept für diese leckere Karottenbrötchen!

Für meine Karottenbrötchen braucht ihr einen ganz klassischen Hefeteig für herzhafte Gebäcke. Ich backe ja liebend gerne auch Süßes mit Hefeteig. Die beiden Arten unterschieden sich allerdings schon ein wenig. Die Gemeinsamkeit ist allerdings, dass ihr mit nur ein paar Zutaten, Tipps und Tricks und etwas Geduld richtig leckere Gebäcke zaubern könnt.

Für den herzhaften Hefeteig für die Brötchen braucht ihr tatsächlich nur sehr wenige Zutaten. Dabei sind Dinkelvollkornmehl, etwas Weizenmehl, eine gute Prise Salz, lauwarmes Wasser, etwas Olivenöl und natürlich Hefe. Hier ist es egal, ob ihr frische Hefe oder Trockenhefe verwendet. Das Ergebnis ist dasselbe, ihr müsst nur auf die unterschiedlichen Mengenangaben achten. Die beiden Hefesorten sind nämlich nicht 1:1 austauschbar. Ihr könnt euch allerdings die Faustformel merken: ein Würfel Hefe entspricht zwei Päckchen Trockenhefe. Ich habe euch aber alles genau im Rezept unten angegeben.

Ich habe hier Dinkelmehl und Weizenmehl verwendet. Das Dinkelmehl gibt einen tollen und kräftigen Geschmack hab. Zudem bekommen die Karottenbrötchen eine schöne dunkle Farbe. Ich habe etwas Weizenmehl hinzugefügt, damit der Teig einfach etwas geschmeidiger wird. 

Die Karottenbrötchen: Wie werden sie gemacht?

Die Art und Weise, wie mein herzhafter Hefeteig zubereitet wird, nennt man direkte Teigführung. Alle Zutaten für den Hefeteig werden in eine Schüssel gegeben und ordentlich verknetet. Neben der direkten gibt es auch noch eine indirekte Teigführung. Hier würde man einen Vorteig herstellen und dann erst alle weiteren Zutaten dazugeben. 

Wichtig ist beim Teig für die Brötchen, dass das Wasser lauwarm ist. Die Hefe braucht die Wärme um arbeiten zu können. Ihr müsst das Wasser aber nicht extra erhitzen. Es reicht vollkommen aus, wenn ihr lauwarmes Wasser aus der Leitung nehmt. Löst die Hefe mit dem Salz und einem Teelöffel Zucker dann im Wasser auf. Das geht ganz einfach und schnell! Diese Flüssigkeit gebt ihr dann zum Mehl und schon kann geknetet werden!

Hefeteig solltet ihr immer ausreichend lange kneten! Nur dann wird er richtig fluffig und kann schön aufgehen. Nehmt euch also hier wirklich die Zeit und habt Geduld. Der Hefeteig sollte sich schön vom Schüsselrand lösen. Dann ist der Teig fertig! Ich habe schon oft bemerkt, dass er sich oft erst nach ca. 5 Minuten Kneten vom Rand der Schüssel gelöst hat.

Ich wollte schon oft beim Kneten von Hefeteig – ungeduldig wie ich bin- je nach Konsistenz Mehl oder Wasser hinzufügen. Das hat sich jedes Mal als Fehler herausgestellt! Wartet wirklich ein paar Minuten ab, knetet den Teig geduldig und begutachtet dann die Konsistenz. Normalerweise löst er sich bei diesem Rezept dann eben alleine vom Schüsselrand. Sollte die Konsistenz dann noch nicht ganz passen, könnt ihr etwas mehr von der ein oder anderen Zutat hinzufügen. Aber wie gesagt, erst nachdem ihr ihn grundsätzlich schon einmal lange Zeit durchgeknetet habt.

Den Teig könnt ihr dann abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort für eine Stunde ruhen lassen. Er wird ungefähr das doppelte an Volumen annehmen. Ihr habt allerdings auch die Möglichkeit, den Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen zu lassen. Das finde ich vor allem praktisch, wenn ihr die Brötchen wirklich am Sonntagmorgen zubereiten wollt. Der Teig ist dann schon fertig und ihr müsst die Brötchen nur noch formen und backen!

Wenn ihr den Teig allerdings schon am Vortag zubereiten wollt, gibt es ein paar Dinge zu beachtet. Statt lauwarmem Wasser müsst ihr hier dann unbedingt kaltes Wasser verwenden. Ansonsten würde bei einer so langen Ruhezeit die Hefe zu stark arbeiten. Ja, das gibt es! Und das wäre nicht gut für den Hefeteig. Genau aus diesem Grund solltet ihr den Hefeteig dann auch in einer Schüssel im Kühlschrank ruhen lassen und nicht bei Zimmertemperatur. Auch hier kann die Hefe dann langsam arbeiten und der Teig ist perfekt, wenn ihr ihn braucht. 

Natürlich gibt es keine Karottenbrötchen ohne Karotte!

Nach der Ruhezeit kommt endlich die Karotte ins Spiel. Die Karotten- und davon eine ganze Menge- müsst ihr für die Brötchen grob raspeln. Macht sie nicht zu fein, damit sie noch richtig Biss im Brötchen haben! 

Die Karotten sollten erst nach der Ruhezeit zum Teig gegeben werden. Sie wären zu schwer und würden die Hefe beim Arbeiten blockieren. Karotten sind ja wahnsinnig saftig! Gerade wenn sie geraspelt werden, tritt richtig viel Saft aus! Genau dieser macht die Brötchen so lecker und weich. Allerdings wird der Teig dadurch auch wieder etwas matschiger.  

Deswegen habe ich dann einfach nochmal 50 Gramm Mehl mit den Händen untergeknetet. Dann hatte der Teig wieder eine gute Konsistenz und man konnte wunderbar damit arbeiten. Wenn er trotzdem beim Formen wieder etwas klebt, dann bestäubt eure Hände und Arbeitsfläche ordentlich mit Mehl. 

Wenn die Karotten dann im Teig sind, können die Brötchen geformt werden. Portioniert den Teig in gleich große Stücke. Diese sollten ca. 90-100 Gramm wiegen. Rollt daraus dann Kugeln und setzt sie auf ein Backblech. Dort sollten sie zugedeckt nochmal 20 Minuten ruhen. 

Meine Brötchen habe ich dann noch mit etwas Wasser angestrichen und mit Mohn bestreut. Der gibt nochmal einen kräftigen Geschmack ab. Statt Mohn könnt ihr natürlich auch andere Saaten wie Leinsamen oder auch Sonnenblumenkerne verwenden. Ich habe die Brötchen dann auch noch mit etwas Mehl bestäubt. Das sieht dann am Ende noch etwas rustikaler aus!

Die Karottenbrötchen werden dann noch 20-25 Minuten im Ofen bei 190 Grad gebacken. Sie sind außen schön kross und innen richtig weich und saftig. Sie sollten dann etwa 15 Minuten abkühlen bevor ihr sie anschneidet. Sonst klebt der Teig innen wieder zusammen! 

Durch die Karotten im Teig waren die Brötchen sogar nach 2 Tagen noch richtig lecker. Und das ganz ohne Aufbacken! Das habe ich bei selbst gebackenen Brötchen tatsächlich auch noch nicht erlebt. Die Karotte gibt einfach so viel Saft ab und das merkt man auch, wenn das Gebäck schon etwas älter ist! 

Wenn euch die Vorstellung von frischen Karottenbrötchen nun auch gefallen hat, dann schmeißt doch einfach den Ofen an und probiert sie gleich mal aus! 🙂 

Durch die Karotte im Teig waren die Karottenbrötchen auch noch zwei Tagen richtig frisch!

Simone von Sheepy’s Bakery

 
 

Karottenbrötchen angeschnitten mit Butter und Schnittlauch

 

Saftige Karottenbrötchen mit kräftigem Dinkelmehl!

Ich bin wirklich ein großer Fan davon geworden, mit Gemüse zu backen! Egal ob süße oder herzhafte Rezepte- Gemüse macht Gebäcke immer richtig saftig und geschmackvoll. So auch diese Karottenbrötchen! Probiert sie unbedingt aus, wenn ihr auch frische Brötchen gerne mögt. 

Karottenbrötchen

Bewertung 4.4/5
( 18 Bewertungen )
Portionen: 10 Stück Vorbereitungszeit: Backzeit: Nährwertangaben 200 Kalorien 20 grams Fett

Zutaten

Für den Hefeteig:

  • 350g Dinkelvollkornmehl
  • 200g Weizenmehl+ etwas mehr zum Formen der Brötchen
  • 150g geraspelte Karotten
  • 8g Salz
  • 20g frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Zucker

außerdem:

  • etwas Wasser zum Bestreichen
  • Mohn, Leinsamen, Sonnenblumenkerne o.Ä. zum Bestreuen
  • etwas Mehl zum Bestäuben

Anleitung

Schritt 1

Als erstes löst ihr die Hefe, das Salz und den Zucker im lauwarmen Wasser auf. 

Gebt das Dinkelvollkornmehl, 150g Weizenmehl und das Olivenöl in eine Schüssel und kippt die Flüssigkeit dazu. Knetet alles mit den Knethaken eures Rührgerätes oder mit den Händen 7-10 Minuten zu einer glatten Teigkugel. Diese sollte sich vom Schüsselrand lösen.

Deckt den Teig mit einem Geschirrtuch ab und lasst ihn eine Stunde an einem warmen Ort ruhen.

Alternative: Verwendet kaltes Wasser und lasst den Teig über Nacht in einer Schüssel mit Deckel im Kühlschrank ruhen.

 

Schritt 2

Schält die Karotten und raspelt sie grob. Knetet sie mit den Händen nach der Ruhezeit unter den Teig. Dieser wird dann etwas matschiger. Fügt deswegen nochmal 50g Weizenmehl dazu. Dann sollte der Teig gut zu verarbeiten sein.

Verwendet aber in jedem Fall noch etwas Mehl, um die Brötchen dann zu formen! 

Teilt den Teig in gleich große Portionen von ca. 90-100g. Rollt diese dann zu Kugeln und setzt sie auf ein Backblech mit Backpapier. Deckt die Kugeln ab und lasst sie nochmal 20 Minuten ruhen. 

 

Schritt 3

Heizt den Ofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vor. 

Bestreicht die Brötchen nach der Ruhezeit noch mit etwas Wasser und bestreut sie dann mit Mohn, Leinsamen o.Ä. Danach könnt ihr sie noch mit einer dünnen Schicht Mehl bestäuben. Dadurch werden die Brötchen noch rustikaler!

Backt die Karottenbrötchen für 20-25 Minuten auf mittlerer Schiene. Sie sollten oben kross sein.  Danach müssen sie noch ca. 15 Minuten auskühlen, bevor ihr sie genießen könnt!

Karottenbrötchen ganz in Nahaufnahme

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