Perfekt zum Grillen: selbstgebackenes Kräuterbaguette!

von Simone Schäfer
Kräuterbaguette angeschnitten

So wird Baguette selbstgemacht!

Ab und zu darf es auch hier mal herzhaft sein! Auch wenn die meisten Rezepte süß sind, muss auch mal was Herzhaftes und Deftiges her. Danach kann ja dann die Nachspeise kommen. 😀 Heute habe ich ein Rezept für euch, das perfekt in den Sommer und in die Grillsaison passt: ein leckeres selbstgebackenes Kräuterbaguette!

Brotbacken ist ja wirklich eine Wissenschaft für sich! Ich glaube, viele Wege führen zu einem gelungenen Ergebnis und jeder bereitet das Brot etwas anders zu. Und das ist auch gut so! Denn so ergeben sich ganz viele tolle und individuelle Geschmäcker, die das Essen einfach spannend machen!

Heute zeige ich euch mein Baguette-Rezept. Ihr habt also hier gleich zwei Rezepte in einem: das Rezept für ein klassisches Baguette und für ein Kräuterbaguette. Im Prinzip benötigt ihr nur fünf Zutaten: Mehl, Wasser, Salz, etwas Zucker und Hefe. Die einfache Variante wäre: alle Zutaten zusammenkneten und ruhen lassen. Das funktioniert auch, aber es wird die typische große Porung der Baguettes fehlen.

Ihr wisst schon, die großen Luftlöcher, die in guten Baguettes zu finden sind. Diese sind ganz typisch für diese Brotsorte und machen das längliche Brot so besonders. Das Wort Baguette bedeutet übrigens „kleiner Stab“. Ich würde sagen, meine Zubereitung ist vom Schwierigkeitsgrad her im Mittelmaß. Die einfache Variante ist, die Zutaten einfach zu einem Teig zu verkneten. Die ganz aufwändige Möglichkeit ist, einen Vorteig (Poolish) zuzubereiten und diese sehr lange ruhen zu lassen. Danach wird das Baguette erst weiterverarbeitet.

In unserer Variante suchen wir uns die besten Elementen aus allen Zubereitungsarten zusammen. Wir kneten alle Zutaten als erstes zu einem Teig. Am besten ist es hier allerdings, den Teig tatsächlich nicht mit der Küchenmaschine, sondern mit einem Kochlöffel zu verrühren. Der Teig ist sehr weich und sollte ihn diesem Fall nicht so lange geknetet werden. Normalerweise predige ich ja, Hefeteige immer sehr lange zu kneten. Das ist hier nicht der Fall!

Nachdem der Teig schnell verrührt wurde, muss er erst einmal eineinhalb Stunden ruhen. Dabei muss er aber zwischenzeitlich immer wieder bearbeitet werden. Der Baguetteteig muss nämlich alle 30 Minuten gefaltet werden. Das heißt, ihr nehmt in aus der Schüssel, drückt ihn zu einem flachen Rechteck und legt alle Ecken nacheinander zur Mitte hin übereinander. Dieses Rechteck lasst ihr dann weiterruhen, bis die nächsten 30 Minuten um sind. Insgesamt müsst ihr den Teig zwei Mal falten. 

Anschließend könnt ihr den Teig portionieren und zu Baguettes formen. Es gibt mittlerweile ja ganz spezielle Backbleche für Baguettes. Wenn ihr wirklich regelmäßig Baguettes backt, mag sich das sicherlich lohnen! Wenn ihr aber nur ab und zu den Ofen für das längliche Brot anschmeißt, dann könnt ihr es auch ganz einfach auf einem Backblech backen.

Bestäubt es am besten vor dem Backen noch mit etwas Mehl. So erhält es eine rustikale Optik. Speziell für unser Kräuterbaguette würde ich euch empfehlen, es schon vor dem Backen mehrmals schräg einzuschneiden. Da kommt am Ende die Kräuterbutter rein! Das Baguette solltet ihr relativ heißt, also bei 230 Grad Ober-/Unterhitze backen, damit ihr eine schöne Kruste bekommen. Eine kleine Schüssel Wasser im Ofen sorgt dafür, dass es schön luftig wird. 

So wird aus dem Brot ein Kräuterbaguette!

Eigentlich habt ihr heute gleich zwei Rezepte in einem bekommen: das Standard-Rezept für ganz normales Baguette verwenden, das ihr pur oder belegt nach Lust und Laune genießen könnt, und das Rezept für die Kräuterbutter, die in unserem Fall das Kräuterbaguette vervollständigt. 

Eine leckere Kräuterbutter selbst zuzubereiten ist wirklich nicht kompliziert. Ihr braucht Butter, gemischte und gehackte Kräuter, Knoblauch und Salz. Die Butter sollte für die Verarbeitung sehr weich sein. So könnt ihr sie dann richtig gut durchmischen! Und das ist auch schon alles. Ihr vermischt eure Kräuter mit der Butter, dem Salz und gepresstem Knoblauch.

Nach Geschmack könnt ihr das Ganze übrigens auch um klein gehackte Zwiebeln ergänzen. An sich habe ich für meine Kräuterbutter Thymian,  Petersilie, Oregano, Basilikum und Schnittlauch verwendet. Nehmt einfach die Kräuter, die euch am besten schmecken!

Nachdem die Butter angerührt ist, wickelt ihr sie länglich in Frischhaltefolie ein. Dann geht es ab in den Kühlschrank, damit die Butter wieder fest wird und am Ende für das Baguette in Scheiben geschnitten werden kann. Ich würde euch empfehlen, die Butter schon am Vortrag zuzubereiten oder, wenn es schneller gehen soll, ins Gefrierfach zu legen. 

Wie wird jetzt alles zusammengefügt? Ihr habt das gebackene Brot und die Kräuterbutter. In das noch warme Brot schneidet ihr ihn ca. einem Zentimeter Abstand tiefe Schnitte. Passt nur auf, dass ihr nicht komplett durchschneidet. In die Rillen steckt ihr dann eine Scheibe eurer Kräuterbutter. Nun muss das Ofen, bei niedrigerer Temperatur als vorhin, nochmal für fünf Minuten in den Ofen, um richtig schön durchzuziehen.

Fertig ist euer Kräuterbaguette! Es ist ein wahrer Klassiker beim Grillen, schmeckt aber auch wunderbar zum Salat oder zu einer Suppe. Ich kann euch empfehlen, es frisch aus dem Ofen zu essen. Sollte etwas übrig bleiben, könnt ihr es auch einfrieren und wann anders wieder aufbacken! 

Das Kräuterbaguette kann wunderbar eingefroren und wieder aufgebacken werden! 

Simone von Sheepy’s Bakery

 
 

Kräuterbaguette auf Holzbrett

 

Mein leckeres Kräuterbaguette: außen kross und innen luftig weich! 

Ich zeige euch hier im Rezept, wie man zum einen ein klassisches Baguette backen kann und zum anderen, wie man eine Kräuterbutter zubereitet. Zusammengefügt habt ihr dann ein wahnsinnig leckeres Kräuterbaguette, das außen kross und innen geschmackvoll und weich ist! 

Kräuterbaguette

Bewertung 4.8/5
( 81 Bewertungen )
Portionen: 2 Baguettes Vorbereitungszeit: Backzeit: Nährwertangaben 200 Kalorien 20 grams Fett

Zutaten

Für den Hefeteig:

  • 450g Mehl (Weizenmehl 550 oder Dinkelmehl 630)
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Würfel Hefe oder 1 Pck Trockenhefe
  • 8g Salz
  • 1 TL Zucker

Für die Kräuterbutter: 

  • 100g Butter
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Salz nach Geschmack
  • 35g gemischte Kräuter (z.B. Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Oregano, Rosmarin usw. )

Anleitung

Schritt 1

Füllt das Mehl in eine Schüssel. Vermischt das Wasser mit dem Salz, der Hefe und dem Zucker. Schüttet das Gemisch zum Mehl und knetet alles kurz zu einem glatten Teig. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig sehr klebrig!

Lasst den Teig an einem warmen Ort abgedeckt 30 Minuten ruhen. 

 

Schritt 2

Nehmt den Teig nach 30 Minuten aus der Schüssel und drückt ihn zu einem flachen Rechteckt. Legt jede Ecke des Rechtecks zur Mitte hin übereinander. Dreht das Rechteck um und legt es so zurück in die Schüssel. Deckt den Teig wieder ab und lasst ihn weitere 30 Minuten ruhen.

Nach der Ruhezeit wiederholt ihr das Ganze. Anschließend muss der Teig ein letztes Mal 30 Minuten ruhen. 

 

Schritt 3

Heizt den Ofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vor. Stell ein Gefäß mit Wasser unten in den Ofen.

Teilt den Teig und formt ihn zu zwei Baguettes. Legt diese auf ein Backblech und backt sie auf mittlerer Schiene ca. 25-30 Minuten goldbraun. 

 

Schritt 4

Hackt die Kräuter und presst den Knoblauch. Vermischt Kräuter und Knoblauch mit Butter und formt mit Hilfe eines Stücks Frischhaltefolie eine Rolle aus der Masse. Wickelt diese gut ein und lasst sie gut durchkühlen (im Kühlschrank oder im Gefrierschrank).

Schneidet anschließend dünne Scheiben.

 

Schritt 5

Nehmt das Baguette aus dem Ofen und dreht diesen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze zurück. In der Zwischenzeit schneidet ihr das Baguette mehrmals tief ein. Steckt je eine Scheibe Butter in jede Rille. 

Schiebt die Baguettes nochmal für 5 Minuten in den Ofen. 

Kräuterbaguette mit verschiedenen Kräutern

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