Französisches Brioche: locker, zart und lecker!

von Simone Schäfer
Brioche als Scheibe mit Marmelade

Ein absolut leckeres Gebäck: das französische Brioche!Französisches Brioche

Seitdem ich viel backe, ist mir der Hefeteig schon sehr ans Herz gewachsen. Manchmal ist er etwas zickig, aber wenn man einmal den Dreh raus hat, kann man die tollsten Gebäcke damit zaubern. Hefezöpfe, Donuts, Zimtschnecken…was es da nicht alles gibt! Auch in Frankreich gibt es das ein oder andere leckere Hefeteiggebäck. Allen voran ist hier das Brioche! 

Wir sind mit der Backweltreise wieder einmal in Frankreich angekommen! Generell gibt es so viele französische Gebäcke, die unglaublich lecker sind und jedes einzelne davon möchte ich einmal probieren und nachbacken. Allerding muss ich mich hier Stück für Stück rantasten und eins nach dem anderen backen! Heute habe ich mich für Brioche entschieden. 

Brioche kennt man bei uns hier auch unter dem Namen Apostelkuchen. An sich ähnelt das süße und wahnsinnig fluffige Brot unserem klassischen Hefezopf. Allerdings ist das Brioche noch fluffiger! Das passiert durch gaaanz viel Butter und Ei. Es zergeht richtig auf der Zunge.

Das Brioche wird in Frankreich vor allem zum Frühstück gegessen. Ob mit Marmelade, Butter oder auch herzhaft mit Käse- man kann das Hefebrot mit allem kombinieren. Ich finde die Kombination aus herzhaftem Belag und dem süßlichen Brot am allerbesten. Das ergänzt sich wirklich perfekt und man hat ein besonderes Geschmackserlebnis im Mund.

Genau aus diesem Grund habe ich euch eine abgewandelte Form des Brioche hier auch schon mal gezeigt: meine Brioche-Burger Buns. Der Teig für  Burgerbrötchen wird ebenfalls mit Butter und Ei zubereitet, was für herzhafte Brötchen ja normalerweise eher untypisch ist. Die Burger Buns werden dadurch aber so zart und saftig. Der süßliche Geschmack passt auch hier wunderbar zum herzhaften Belag. Ich kann sie euch nur wärmstens ans Herz legen!

Der Weg zum leckeren Brioche!

So, aber nun zurück zu unserem Hefebrot! Wirklich jeder- egal ob mit oder ohne große Backerfahrung- kann dieses leckere Gebäck zaubern. Man muss nur auf ein paar Dinge achten und schon kann man sein eigenes Brioche anschneiden. Im Prinzip müsst ihr für das Gebäck einen klassischen süßen Hefeteig herstellen. Das Besondere ist- wie oben schon erwähnt- die höhere Menge an Butter und Ei im Teig.

Bei Hefeteigen mache ich gerne am Anfang einen Vorteig aus Mehl, warmer Milch, einem Teelöffel Zucker und Hefe. Die Milch erwärme ich in einem Topf, gebe dann Zucker und Hefe dazu und kippe die Mischung dann zum Mehl. Dabei verrühre ich nicht das ganze Mehl mit der Flüssigkeit, sondern nur soviel, dass eine breiige Konsistenz entsteht. Dadurch soll die Hefe schon einmal in einer geringeren Masse anfangen zu arbeiten. So hat sie es später leichter, wenn auch alle anderen Zutaten dazukommen.

Zu den weiteren Zutaten gehören Ei, Zucker, Vanillezucker und Butter. Die Butter sollte hier am besten kalt sein. So wird das Brioche am Ende schön feinporig, aber dennoch kompakt. Zu weiche Butter würde den Teig klebrig machen und er würde sich nicht so schön aufblättern. 

Außerdem ist es essentiell, den Teig gut zu kneten. Ihr gebt also zum Vorteig alle anderen Zutaten dazu und knetet ihn für eine lange Zeit mit eurer Küchenmaschine oder eurem Rührgerät durch. Nur so kann euer Hefeteig am Schluss richtig fluffig werden. Der Teig für das Brioche ist sehr weich. Durch die viele Butter ist das aber normal! Man kann dem Teig hier aber schon ansehen, dass er am Ende richtig zart wird. 

Nach einer Stunde Ruhezeit könnt ihr den Teig in Form bringen. Der Teig ist auch hier sehr weich, kann aber trotzdem mit etwas Mehl gut verarbeitet werden. Ihr teilt den Teig in fünf gleich große Teile und rollt diese zu Kugeln. Diese Teigbällchen legt ihr anschließend eng aneinander in eine gefettete Kastenform. So bekommt ihr die typische Optik des Brioche! 

Auch dieser Hefeteig sollte insgesamt drei Mal ruhen. Also müsst ihr euch nochmal 20 Minuten gedulden, bevor das Gebäck in den Ofen kann. Kurz bevor es soweit ist, solltet ihr das Brioche noch mit etwas Milch bestreichen. Dadurch bekommt es eine wunderbare Backfarbe! Nach weiteren 35 Minuten im Ofen ist eurer Hefebrot dann perfekt. 

Das Brioche schmeckt frisch am allerbesten! Dann ist es schön zart und richtig fluffig. Wenn ihr es länger aufheben möchtet, solltet ihr es luftdicht, z.B. in Frischhaltefolie, verpacken. Am nächsten Tag kann man es auch wunderbar aufbacken. Länger als zwei Tage würde ich es nicht aufheben.  Sollte doch noch etwas übrig sein, könntet ihr auch Arme Ritter daraus machen! Die perfekte Resteverwertung, die auch noch unglaublich lecker schmeckt! 🙂 

Wenn euch auch das Fernweh packt und ihr gedanklich gerne in Paris in einem Café am Frühstückstisch sitzen möchtet, dann solltet ihr dieses Gebäck unbedingt ausprobieren! So zaubert ihr in Nullkommanichts französisches Flair in eure Küchen!

Beim Brioche solltet ihr kalte Butter im Teig verwenden. Dadurch wird der Teig nicht zu klebrig und das Brioche wird schön zart und feinporig! 

Simone von Sheepy’s Bakery

 
 

Brioche im ganzen fotografiert

 

Dieses Brioche wird euch französisches Flair in eure Küche zaubern! 

Leider können wir nicht jeden Tag zum Frühstücken nach Frankreich jetten. Französisch frühstücken können wir aber allemal! Und zwar mit diesem leckeren Rezept für fluffiges Brioche! 

Brioche

Bewertung 4.8/5
( 24 Bewertungen )
Portionen: Kastenform mit 25cm Länge Vorbereitungszeit: Backzeit: Nährwertangaben 200 Kalorien 20 grams Fett

Zutaten

  • 350g Mehl (Weizenmehl Typ 450 oder Dinkelmehl 630)
  • 200ml lauwarme Milch+ 2 EL zum Bestreichen
  • 125g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 40g Zucker
  • 1,5 Päckchen Trockenhefe oder 3/4 Würfen frische Hefe

dazu passt: Konfitüre, Butter, Nuss-Nougat-Creme, Käse, Wurst usw. 

Anleitung

Schritt 1

Erhitzt die Milch bis sie lauwarm ist. Löst darin die Hefe mit einem TL Zucker auf und rührt alles gut durch.

Gebt das Mehl in eine Schüssel und form darin eine Mulde in der Mitte. Kippt die Hefemilch hinein und verrührt sie mit etwas Mehl vom Rand zu einem Brei. 

Deckt den Vorteig ab und lasst ihn ca. 10 Minuten an einem warmen Ort ruhen. 

 

Schritt 2

Heizt den Ofen auf 40 Grad vor und schaltet ihn dann wieder ab.

Gebt das Ei, die Butter, den Zucker und den Vanillezucker zum Vorteig. Knetet alles mit der Küchenmaschine oder den Knethaken des Rührgerätes ca. 10 Minuten kräftig durch. Der Teig bleibt sehr weich!  

Deckt den Teig wieder am und lasst ihn im warmen Ofen ca. 40 Minuten ruhen. 

 

Schritt 3

Gebt den Teig auf eine gut bemehlte Oberfläche und benetzt ihn überall mit Mehl. Teilt ihn in fünf gleich große Stücke.

Fettet eine Kastenform mit Butter ein. Legt die Kugeln nun dicht aneinander in die Kastenform. 

Deckt die Form nochmal ab und lasst den Teig weitere 20 Minuten ruhen. 

 

Schritt 4

Heizt den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. 

Bestreicht den Teig mit etwas Milch. Backt das Brioche auf mittlerer Schiene für ca. 35 Minuten. Es sollte oben goldbraun sein. 

Lauwarm schmeckt es am besten! Die Reste könnt ihr luftdicht verpacken und am nächsten Tag nochmal aufbacken. 

Das Brioche schmeckt am besten zum Frühstück mit Butter, Konfitüre oder anderem Aufstrich oder auch mit beispielsweise herzhaft mit Käse. 

 

 

Brioche angeschnitten mit Marmelade

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