Neben Semmelknödel gehören Käsespätzle zu meinen absoluten Lieblingsgerichten. Spätzle aus der Packung sind gut, selbstgemachte aber um Welten besser. Daher habe ich heute das Grundrezept für einen einfachen und leckeren Spätzleteig für euch, den ihr dann nach dem Kochen in Käsespätzle verwandeln könnt.
Spätzle sind ein typisch schwäbisches Gericht. Sie sind aber auch bei uns in Bayern nicht wegzudenken. Oft gibt es sie als Beilage zu den verschiedensten Fleischgerichten oder eben als vegetarischer Spätzleauflauf oder Käsespätzle. In meinem Umfeld isst sie jeder gerne- Kinder wie Erwachsene. Sie sind daher das perfekte Familienessen!
Bevor die Käsespätzle zubereitet werden können, muss erst einmal ein Spätzleteig hergestellt werden. Dafür braucht ihr Mehl, Eier, Salz und Wasser. Vielleicht seid ihr beim Einkaufen auch schon mal über Spätzlemehl gestolpert und fragt euch nun, ob es beim Mehl für die Spätzle etwas Besonderes zu beachten gibt.
Ich persönlich nutze immer das normale Weizenmehl Typ 405 für Spätzle. Das klappt wunderbar und wir haben es eigentlich immer im Haus. Der Teig hat damit eine schöne Konsistenz und auch die Spätzle bekommen eine gute Form. Aber auch Weizenmehl Typ 550 könnt ihr verweden.
Das spezielle Spätzlemehl ist doppelgriffiges Mehl, das teilweise mit Gries angereichert wird. Dadurch verspricht man sich, dass die Spätzle bissfester werden. Ich persönlich konnte nicht feststellen, dass die Spätzle damit so viel besser werden. Ganz normales Mehl reicht auch! Dabei klappt es natürlich auch mit der Dinkel-Variante, bestenfalls mit Typ 630.
Die Zutaten für den Spätzleteig gebt ihr in eine Schüssel und verrührt sie mit einem Kochlöffel kräftig, bis ein zäher Teig entsteht, der beim Durchrühren Blasen bildet. Sobald der Teig angerührt ist, gibt es mehrere Varianten, wie ihr die Spätzle herstellen könnt.
Zum einen könnt ihr sie über ein Brett schaben. Das ist tatsächlich etwas für Fortgeschrittene! Der Teig wird dünn auf ein Brett gestrichen und mit einem Teigschaber in dünnen Linien ins Wasser geschoben. Viel einfacher klappt es mit einem Spätzlehobel, einer Spätzlereibe oder einem Spätzlesieb.
Ich habe ein Spätzlesieb Zuhause, bei dem der Teig einfach darauf verteilt und mit einem Teigschaber durch die Löcher direkt ins Wasser gedrückt wird. Das Wasser sollte übrigens nicht kochen, sondern nur sieden und genug Salz enthalten. Sobald die Spätzle dann an die Oberfläche tauchen, sind sie fertig.
Wir wollen hier in diesem Rezept aber nicht nur einfache Spätzle zubereiten, sondern leckere Käsespätzle. Dafür habe ich sie in etwas Butter angebraten und anschließend Käse hinzugefügt, bis er in der Pfanne geschmolzen ist. Als Käse habe ich Bergkäse für einen intensiven Geschmack und zusätzlich normalen Gouda verwendet.
Serviert habe ich die Käsespätzle mit etwas Schnittlauch. Ganz klassisch könnt ihr auch Röstzwiebeln dazu anrichten. Käsespätzle schmecken am besten ganz frisch! Habt ihr also noch fertige Spätzle übrig, bewahrt sie lieber pur auf und bereitet sie jeweils kurz vor dem Essen mit Käse zu. Das ist in fünf Minuten passiert und schmeckt viel besser als aufgewärmt!