Saftige Zwetschgen Muffins
Diese saftigen Zwetschgen Muffins sind das perfekte Rezept, wenn du Zwetschgen liebst und ein einfaches und handliches Gebäck damit backen[…]
Mehr dazuWenn die ersten Zwetschgen reif sind, gehört ein Zwetschgendatschi für mich unbedingt dazu. Auf den weichen Hefeteig kommen so viele Früchte, dass kaum noch eine freie Stelle zu sehen ist. Beim Backen werden die Zwetschgen weich und saftig, während Zimt und Zucker für den typischen Geschmack sorgen. Mein Zwetschgendatschi Rezept kannst du ganz klassisch ohne Streusel backen oder zusätzlich mit einer dicken Schicht Butterstreusel bedecken. Damit der Hefeteig unter den vielen Früchten nicht durchweicht, kommt es allerdings auf die passenden Zwetschgen und das richtige Belegen an. Im Rezept zeige ich dir ausführlich wie das geht und auf was du sonst noch achten musst.

Zuerst bereitest du einen weichen Hefeteig zu. Dafür werden die trockenen Zutaten vermischt und anschließend mit Milch, Ei und Butter gründlich verknetet. Nach einigen Minuten wird der Teig glatter und elastischer, auch wenn er zunächst noch leicht kleben kann. Danach darf er abgedeckt an einem warmen Ort aufgehen. Entscheidend ist dabei weniger die genaue Zeit als sein Aussehen: Der Hefeteig sollte sich sichtbar vergrößert haben und luftig wirken.
Währenddessen kannst du bereits die Zwetschgen vorbereiten. Ich halbiere sie und entferne den Stein. Der aufgegangene Teig wird anschließend auf dem vorbereiteten Backblech verteilt. Sollte er sich immer wieder zusammenziehen, lässt du ihn einfach einige Minuten entspannen und drückst ihn danach weiter bis an den Rand.
Bei sehr saftigen Zwetschgen kannst du nun eine dünne Schicht Semmelbrösel oder gemahlene Mandeln aufstreuen. Danach werden die Früchte dicht auf den Teig gesetzt, mit Zimtzucker bestreut und nach Wunsch mit Streuseln bedeckt. Bevor der Zwetschgendatschi in den Ofen kommt, darf der belegte Hefeteig noch einmal kurz ruhen. Dadurch wird auch der Boden unter den Zwetschgen locker und weich.
Am besten eignen sich reife Zwetschgen, die trotzdem noch fest sind. Sie sollten sich leicht vom Stein lösen lassen, dürfen aber beim Halbieren nicht zerfallen. Sehr weiche oder überreife Früchte geben im Ofen viel Saft ab und können den Hefeteig stärker durchfeuchten. Später reifende Zwetschgensorten sind häufig etwas fester und werden deshalb traditionell gerne für Datschi verwendet.
Wasche die Früchte möglichst kurz und trockne sie anschließend sorgfältig ab. Zusätzliches Wasser auf den Zwetschgen würde später ebenfalls auf den Teig gelangen.
Zwetschgen und Pflaumen sind übrigens nicht vollkommen dasselbe. Zwetschgen sind meist länglicher, besitzen festeres Fruchtfleisch und lassen sich häufig leichter entsteinen. Runde, sehr saftige Pflaumen kannst du ebenfalls verwenden, allerdings kann der Kuchen damit weicher und feuchter werden.
Der Zwetschgendatschi ist besonders eng mit Augsburg verbunden und gilt dort als traditionelle Spezialität. Daher trägt Augsburg bis heute gelegentlich den Beinamen „Datschiburg“. Der Ausdruck „Datschi“ wird von „detschen“ oder „datschen“ abgeleitet, was so viel wie drücken oder hineindrücken bedeutet. Genau das passiert bei der Zubereitung: Die Zwetschgen werden dicht auf den Teig gelegt und leicht hineingedrückt. Heute ist die Bezeichnung in ganz Bayern sowie in weiteren Teilen Süddeutschlands und Österreichs gebräuchlich. Je nach Region heißt ein ähnlicher Kuchen allerdings auch Zwetschgenkuchen, Pflaumenkuchen, Zwetschgenfleck oder Quetschekuche. Eine vollkommen einheitliche Urform gibt es nicht. Häufig wird Zwetschgendatschi mit Hefeteig vom Blech verbunden, daneben gibt es jedoch auch traditionelle Varianten mit Mürbeteig. Streusel sind ebenfalls keine Pflicht, sondern eine inzwischen sehr verbreitete Ergänzung.
Der wichtigste Punkt ist ein dichter, aber nicht zu dicker Hefeteig. Auf einem Blech von etwa 30 × 40 Zentimetern lässt sich die Teigmenge gleichmäßig und relativ dünn verteilen. Dadurch stimmt später das Verhältnis zwischen Boden und Früchten. Bei sehr saftigen Zwetschgen streue ich Semmelbrösel oder gemahlene Mandeln auf den ausgerollten Teig. Sie nehmen einen Teil der Flüssigkeit auf, ohne dass man sie im fertigen Kuchen stark herausschmeckt.
Belege den Kuchen außerdem erst kurz vor dem Backen. Wenn die Zwetschgen lange auf dem rohen Hefeteig liegen, kann bereits vor dem Backen Saft austreten. Auch den Zimtzucker würde ich erst unmittelbar vor dem Einschieben darüberstreuen. Zucker zieht Flüssigkeit aus den Früchten. Bei festen Zwetschgen und der kleinen Menge im Rezept ist das normalerweise kein Problem, dennoch sollte der belegte Kuchen anschließend nicht lange stehen.
Nach dem Backen darf der Zwetschgendatschi offen abkühlen. Wird er noch warm abgedeckt, sammelt sich Feuchtigkeit, die schließlich wieder in den Boden und die Streusel zieht.
Ein guter Zwetschgendatschi wird sehr dicht belegt. Die Zwetschgen schrumpfen beim Backen, weshalb kleine Lücken später deutlich größer wirken würden. Für ein normales Backblech werden daher je nach Größe der Früchte ungefähr 1,5 bis 2 Kilogramm benötigt. Setze die halbierten Zwetschgen mit der Haut nach unten beziehungsweise der Schnittfläche nach oben auf den Teig. Lege sie leicht überlappend in Reihen, ähnlich wie Dachziegel. So passen besonders viele Zwetschgen auf das Blech.
Drücke die Früchte nur leicht in den Hefeteig. Sie sollen sicher liegen, aber nicht bis zum Blech hinuntergedrückt werden. Sonst kann sich an diesen Stellen besonders viel Saft sammeln. Sehr große Zwetschgen kannst du vierteln. Kleine Früchte lassen sich dagegen als aufgefächerte Hälften verwenden. Wichtig ist vor allem, dass der gesamte Teig gleichmäßig bedeckt ist.
Beide Varianten sind heute weit verbreitet. Ohne Streusel schmeckt der Zwetschgendatschi fruchtiger und etwas weniger süß. In dieser Form wird er häufig nur mit Zimt und Zucker bestreut und später mit Schlagsahne serviert. Mit Streuseln bekommt der Kuchen dagegen eine knusprige, buttrige Schicht. Außerdem können die Streusel einen Teil des Fruchtsafts aufnehmen. Gerade bei frühen oder sehr saftigen Zwetschgen ist das praktisch.
Für grobe Streusel sollte die Butter kühl sein. Verarbeite sie nur so lange mit Mehl und Zucker, bis unterschiedlich große Stücke entstehen. Wird die Masse sehr weich, kannst du sie vor dem Belegen noch einmal kurz in den Kühlschrank stellen. Verteile die Streusel locker über den Zwetschgen und drücke sie nicht fest. Dadurch können sie gleichmäßiger backen und werden an der Oberfläche schön knusprig.
Geht der Hefeteig kaum auf, war die Milch möglicherweise zu heiß, die Hefe nicht mehr frisch oder der Raum zu kühl. Stelle die Schüssel an einen warmen, zugfreien Ort und gib dem Teig bei Bedarf mehr Zeit. Er muss nicht nach exakt 60 Minuten fertig sein.
Ein trockener Boden hingegen entsteht häufig durch zu viel Mehl oder eine zu lange Backzeit. Der Hefeteig darf weich und leicht klebrig bleiben. Gib deshalb nicht vorschnell zusätzliches Mehl dazu.
Wird der Datschi sehr feucht, waren die Zwetschgen möglicherweise überreif oder der Kuchen wurde nicht lange genug gebacken. Achte darauf, dass der Boden am Rand leicht goldbraun aussieht und die austretende Flüssigkeit sichtbar eingekocht ist.
Bleibt der Hefeteig unter den Früchten sehr kompakt, wurde ihm nach dem Belegen möglicherweise keine zweite Ruhezeit gegeben. Auch zu schwerer Belag oder starkes Eindrücken kann verhindern, dass der Teig darunter ausreichend aufgeht.
Dunkle Streusel bei noch nicht durchgebackenem Boden lassen sich vermeiden, indem du den Kuchen gegen Ende locker mit Backpapier abdeckst.
Den Hefeteig würde ich mit der angegebenen Hefemenge am selben Tag zubereiten. Die Zwetschgen kannst du allerdings bereits einige Stunden vorher waschen, entsteinen und einschneiden. Bewahre sie anschließend abgedeckt im Kühlschrank auf und lege sie erst kurz vor dem Backen auf den Teig. Auch die Streusel lassen sich problemlos am Vortag vorbereiten. Gut abgedeckt bleiben sie im Kühlschrank fest und können am nächsten Tag direkt auf dem Kuchen verteilt werden.
Frisch gebacken schmeckt Zwetschgendatschi lauwarm besonders gut. Vollständig ausgekühlt kannst du ihn abgedeckt bis zum nächsten Tag aufbewahren. Wegen der saftigen Früchte wird der Boden mit der Zeit allerdings weicher. Zum Einfrieren schneidest du den abgekühlten Kuchen am besten in einzelne Stücke und trennst sie mit Backpapier voneinander. Nach dem Auftauen kannst du den Datschi einige Minuten im Backofen erwärmen. Dadurch wird der Boden wieder etwas fester und der Kuchen schmeckt beinahe wie frisch gebacken.
Diese saftigen Zwetschgen Muffins sind das perfekte Rezept, wenn du Zwetschgen liebst und ein einfaches und handliches Gebäck damit backen[…]
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