Mandorlini- das italienische Mandelgebäck
Mandorlini sind ein typisch italienisches Mandelgebäck, das aus Sizilien stammt und dort das ganze Jahr über gerne zum Espresso gegessen[…]
Mehr dazuManchmal reicht schon ein kleiner Keks, um das Gefühl von Urlaub in Italien zurückzubringen. Für mich sind es Cantuccini. Der Duft nach Mandeln, die goldene Farbe und das leise Knacken beim Hineinbeißen erinnern mich sofort an Espresso-Bars in der Toskana. Dort werden Cantuccini traditionell zum Kaffee gereicht oder in Vin Santo getunk. Ein Ritual, das ich auch zu Hause übernommen habe. Mit diesem original italienischen Cantuccini Rezept gelingt das klassische Gebäck ganz einfach und schmeckt wie frisch aus der italienischen Bäckerei.
Ich liebe Cantuccini, weil sie so einfach und unkompliziert sind. Der Teig kommt ohne Butter aus und besteht im Grunde nur aus Mandeln, Zucker, Eiern und Mehl und genau das macht ihren besonderen Charme aus. Sie sind knusprig, aromatisch und halten sich wochenlang frisch. Am liebsten backe ich sie an einem Sonntagnachmittag, wenn das Haus nach gerösteten Mandeln duftet und ich weiß, dass ich die nächsten Tage immer ein kleines Stück Italien zum Kaffee habe.

Das Besondere an echten italienischen Cantuccini ist ihre doppelte Backzeit. Zuerst wird der Teig zu länglichen Rollen geformt und vorgebacken. Anschließend schneidet man die Rollen noch warm in Scheiben und backt sie ein zweites Mal, bis sie goldbraun und knusprig sind. Diese Technik sorgt für die typische harte Textur, die sich perfekt zum Eintunken eignet. Außerdem gehören ganze, ungeschälte Mandeln hinein, denn das ist das Markenzeichen der klassischen Variante aus Prato.
Damit Cantuccini ihre typische Knusprigkeit bekommen, ist die zweite Backrunde entscheidend. Die Scheiben sollten beim zweiten Backen bei niedriger Temperatur trocknen, nicht zu heiß und nicht zu kurz. Ich drehe sie nach der Hälfte der Zeit um, damit sie gleichmäßig bräunen. Wer sie etwas weicher mag, kann die Backzeit leicht verkürzen. Nach dem Backen lasse ich sie vollständig auf einem Gitter auskühlen, damit sie ihr Aroma entfalten und nicht nachweichen.
Am authentischsten schmecken Cantuccini mit ganzen, ungeschälten Mandeln. Sie bringen leicht bittere Noten mit, die perfekt mit der Süße des Teigs harmonieren. Geschälte Mandeln machen das Gebäck milder, während leicht angeröstete Mandeln ein besonders intensives Aroma geben. Ich röste sie vor dem Backen gern kurz in der Pfanne, bis sie duften. Dadurch entfalten sie ein nussiges Aroma, das den Keksen besonderen Geschmack verleiht.
Viele Rezepte enthalten einen kleinen Schuss Vin Santo oder Amaretto, aber das ist kein Muss. Wenn du auf Alkohol verzichten möchtest, kannst du ihn einfach weglassen oder durch Orangensaft oder Bittermandelaroma ersetzen. Das verleiht den Cantuccini eine fruchtige Frische. Ich verwende manchmal zusätzlich etwas Orangenabrieb, weil er wunderbar mit den Mandeln harmoniert und dem Gebäck eine feine mediterrane Note gibt.
Am besten bewahrst du Cantuccini in einer gut verschlossenen Blechdose oder Glasbox auf. Sie halten sich darin mehrere Wochen, ohne an Geschmack zu verlieren. Wichtig ist, dass sie vor dem Einlagern vollständig ausgekühlt sind, damit keine Feuchtigkeit entsteht. Ich stelle die Dose an einen kühlen, trockenen Ort, nie in den Kühlschrank. Wenn sie nach einiger Zeit doch etwas weicher werden, kannst du sie kurz im Backofen bei 150 °C aufbacken. Danach sind sie wieder perfekt knusprig.
Mandorlini sind ein typisch italienisches Mandelgebäck, das aus Sizilien stammt und dort das ganze Jahr über gerne zum Espresso gegessen[…]
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