Schwarzwälder Kirschtorte- schokoladig, sahnig, lecker!

von Simone Schäfer
Schwarzwälder Kirschtorte mit Kirschen und Schokolade

Jeder kennt sie, jeder liebt sie: die Schwarzwälder Kirschtorte!

Letzte Woche habe ich euch ja schon mein Lieblingsrezept für einen leckeren Bienenstich gezeigt! Aber es gibt noch so viele weitere heimische Klassiker, die man unbedingt einmal selbst gebacken haben muss. Deswegen geht es heute auch gleich weiter mit einem klassischen Rezept- und zwar mit der Schwarzwälder Kirschtorte!

Also ich glaube, keine Torte ist bei uns so bekannt, wie die Schwarzwälder Kirschtorte! Aber auch außerhalb Deutschlands ist sie vielen ein Begriff. Ich habe schon oft Leute überall auf der Welt gefragt, welches Gebäck sie denn mit Deutschland verbinden und die meisten Antworten waren: „German Bread“ und „Black Forest Cake“. Diese Torte hat sich wohl einen Namen gemacht! 🙂

Die klassische Schwarzwälder Kirschtorte besteht aus dunklen Schokoböden, die mit Kirschwasser getränkt werden. Gefüllt wird die Torte mit Kirschkompott und vieeeel Sahne. Das hört sich doch schon mal lecker an! Jeder von uns hat sicherlich das übliche Bild dieser Torte im Kopf. Meist ist sie mit Sahnetupfen und einzeln aufgesetzten Kirschen dekoriert und mit Schokoraspeln ummantelt. So steht sie prachtvoll in den meisten Bäckereien und Konditoreien! 🙂 

Woher der Name stammt ist übrigens nicht ganz klar. Möglich ist, dass sie als Schwarzwälder Kirschtorte bezeichnet wird, da das enthaltene Kirschwasser oft im Schwarzwald hergestellt wird. Oder weil die Schokoraspeln an den Schwarzwald erinnern. Andere Theorien sagen, dass die Tracht aus dem Schwarzwald an die Farben der Torte erinnert. Egal woher der Name kommt, ich bin sehr froh, das jemand die geniale Idee zu dieser Torte hatte! 

Die Schwarzwälder Kirschtorte: so wird sie gemacht!

Für eine klassische Schwarzwälder Kirschtorte braucht ihr zunächst dunkle Schokobiskuitböden. Die müssen saftig und fluffig sein. Dennoch sollten sie so kompakt sein, dass man sie ohne Probleme zwei Mal durchschneiden kann. Mit den Zutatenangaben in meinem Rezept wird euch das wunderbar gelingen!

Es gibt ja verschiedene Wege zum perfekten Biskuit. Ich mache es immer so: ich schlage die Eiweiße mit dem Zucker und etwas Salz steif. Die Eigelbe gebe ich dann dazu und rühre sie so kurz wie möglich unter. Die trockenen Zutaten vermische ich in einer Schüssel und siebe sie dann zur Eiermasse. Alles kurz untergehoben und fertig ist der Biskuit! 

So backe ich ihn am liebsten und wurde nie enttäuscht! Er wird super fluffig und geht wunderbar auf. Meine Menge des Teiges ist für eine Springform mit 20 Zentimeter Durchmesser ausgelegt. Die Höhe passt dann perfekt, um den Boden zwei Mal durchschneiden zu können.

Getränkt habe ich den Biskuit anschließend mit Kirschwasser. Das gehört ja zur Schwarzwälder Kirschtorte wie der Kragen ans Hemd! Zugegeben, als ich das Fläschchen geöffnet habe, war ich mir nicht ganz sicher, ob ich es verwenden soll. Ich bin kein Schnaps-Fan und finde zu starken Alkoholgeschmack nicht so lecker. Ich dachte mir dann aber: ein bisschen geht schon! Und das hat sich auch ausgezahlt. Ich habe die Böden nur ganz leicht damit eingepinselt und es hat super geschmeckt.

Wenn ihr keinen Alkohol verwenden möchtet, dann nehmt doch einfach den Kirschsaft aus dem Glas der Kirschen zum Tränken der Böden her. Das passt auch wunderbar geschmacklich zur Torte und macht keinen weiteren Aufwand. 

Zwei Komponenten der Torte fehlen jetzt noch: die Kirschen und die Sahne! Für die Kirschfüllung habe ich ein ganz einfaches Kirschkompott aus Sauerkirschen aus dem Glas, Kirschsaft, Zucker, etwas Zimt und Speisestärke gekocht. Das schmeckt super fruchtig und angenehm süß-säuerlich. Das Kirschkompott könnt ihr ebenfalls nach Geschmack mit etwas Kirschwasser verfeinern. Das Kompott wird dann auf dem unteren Boden in einer dicken Schicht verteilt.

Den zweiten Boden setzt ihr auf und dann kommt auch endlich die Sahne ins Spiel! Die habe ich mit Sahnesteif und Vanillezucker aufgeschlagen. Das Sahnesteif gibt eine gute und stabile Konsistenz. Zu süß würde ich die Sahne nicht machen, etwas Vanillezucker reicht hier aus! Mit der Sahne dürft ihr hier allerdings nicht sparen. Die braucht ihr für eine Schicht in der Torte und auch zum Einstreichen und Dekorieren!

Die Deko für meine Schwarzwälder Kirschtorte

Damit die Torte auch optisch richtig zum Anbeißen aussieht, habe ich sie komplett mit Sahne eingestrichen. Achtet dabei darauf, dass ihr hier sauber arbeitet und sie so gleichmäßig und glatt wie möglich ummantelt. Aus Sahne habe ich dann noch Tupfen oben auf der Torte aufgesetzt und einzelne Kirschen auf die Häufchen gelegt. 

Soweit entspricht das Ganze ja noch der klassischen Dekoration der Schwarzwälder Kirschtorte. Normalerweise wird sie nach dem Einstreichen noch überall mit Zartbitter-Schokoraspeln bestreut. Das habe ich an der Oberfläche auch gemacht. Für die Seiten habe ich mir allerdings etwas anderes überlegt! 🙂

Ein kleines Highlight wollte ich in die klassischen Torte noch einbauen- eine kleine Neuinterpretation sozusagen! Statt den Schokoraspeln habe ich eine „Baumrinde“ aus Schokolade gemacht. Und das geht ganz einfach! Alles was ihr dafür braucht ist Schokolade, Backpapier und ein Gummi. 

Wichtig dabei ist, die Schokolade zu temperieren. Dafür gibt es mehrere Wege. Ich habe hier die Methode gewählt, die man Zuhause am besten anwenden kann: die Impfmethode. Ihr schmelzt nur 2/3 der Schokolade über dem Wasserbad. Das letzte Drittel hackt ihr und rührt es dann unter die geschmolzene Schokolade, bis sich alle Stückchen aufgelöst haben. Achtet darauf, dass sich alles gut verbunden hat, sonst gibt es graue Schlieren auf der Schokolade!

Anschließend verstreicht ihr die Schokolade auf dem Backpapier, wickelt es eng zu einer Rolle auf und umschließt es mit dem Gummi. So wandert die Rolle für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank oder für 30 Minuten in den Gefrierschrank. Rollt das Ganze nach dem Kühlen auseinander und die Schokolade blättert automatisch wie Baumrinde auseinander.

Die einzelnen Bruchstücke könnt ihr nun dekorativ außen an der Torte anordnen. So kommt der Schwarzwald optisch richtig zur Geltung! 😀 Arbeitet wenn möglich mit einem Handschuh, damit ihr keine Fingerabdrücke hinterlasst. Es ist auch von Vorteil, so schnell wie möglich zu dekorieren, damit die Schokolade nicht zu weich wird.

Und schon steht es da, das Schwarzwälder Kirschtörtchen! Bereit zum Anschneiden und Probieren. Mein Rezept dafür ist einfach nachzubacken und schmeckt garantiert. Ich habe festgestellt, dass man mit einem leckeren Klassiker alle glücklich machen kann! Also ran an der Herd und die Rührschüsseln. 

Um eine Dekoration aus Schokolade herzustellen, sollte die Schokolade immer temperiert werden. So glänzt sie am Ende schön und wird richtig knackig! 

Simone von Sheepy’s Bakery

 
 

Schwarzwälder Kirschtorte auf weißem Teller angerichtet

 

Die Schwarzwälder Kirschtorte: der edle Klassiker zum Nachbacken!

Klassische Torten kann man einfach zu jedem Anlass backen! Die Schwarzwälder Kirschtorte ist gar nicht so schwer zu machen, haut aber jeden, der sie probiert, von den Socken! Probiert das Rezept aus und überzeugt euch selbst davon. 

Schwarzwälder Kirschtorte

Bewertung 4.7/5
( 15 Bewertungen )
Portionen: 20er Springform Vorbereitungszeit: Backzeit: Nährwertangaben 200 Kalorien 20 grams Fett

Zutaten

Für den Biskuit:

  • 5 Eier
  • 150g Zucker
  • 130g Mehl
  • 30g Speisestärke
  • 35g Kakaopulver
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Für das Kirschkompott:

  • 1 großes Glas eingelegte Sauerkirschen
  • 150ml Kirschsaft aus dem Glas
  • 10g Speisestärke
  • 1 Prise Zimt
  • 100g Zucker

Für die Sahnefüllung:

  • 800ml Sahne
  • 4 Päckchen Sahnesteif
  • 2 Päckchen Vanillezucker

Außerdem:

  • 50ml Kirschwasser
  • oder 50ml Kirschsaft

Für die Deko:

  • 150g Zartbitterkuvertüre
  • ein Bogen Backpapier
  • ein Gummi
  • 30g Schokoraspel
  • ca. 12 eingelegte Kirschen

Anleitung

Schritt 1

Heute fangen wir mit der Deko an! Schmelzt 100g der Zartbitterschokolade langsam über dem Wasserbad. Hackt die restlichen 50g. Nehmt die Schüssel mit der geschmolzenen Schokolade vom Herd und rührt die gehackte Schokolade unter. Rührt solange, bis sie geschmolzen ist und sich alles verbunden hat.

Verstreicht die Schokolade in einer dünnen Schicht auf dem Backpapier. Rollt alles von der kurzen Seite her eng zusammen und umschließt die Rolle mit einem Gummi.

Kühlt die Rolle nun für 2 Stunden im Kühlschrank.

 

Schritt 2

Heizt den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. Legt eine Springform am Boden mit Backpapier aus. 

Für den Biskuit trennt ihr die Eier. Schlagt das Eiweiß mit dem Zucker und dem Salz steif. Rührt die Eigelbe kurz unter bis sich alles verbunden hat. Vermischt Backpulver, Kakaopulver, Mehl und Speisestärke in einer Schüssel. Siebt die trockenen Zutaten zur Eiermasse und hebt sie kurz unter.

Füllt den Teig in die Springform und backt den Biskuit für ca. 35 Minuten. Lasst ihn dann vollständig auskühlen. Ihr könnt ihn auch schon am Vortag backen. 

 

Schritt 3

Für das Kirschkompott gebt ihr den Kirschsaft in einen Topf und rührt die Speisestärke ein. Gebt den Zucker und den Zimt dazu und lasst alles ca. 2 Minuten aufkochen. Gebt dann die Kirschen dazu und köchelt das Ganze noch ca. 3-5 Minuten weiter, bis ihr ein Kompott erhaltet. Lasst es vollständig auskühlen. 

 

Schritt 4

Für die Sahnefüllung schlagt ihr nun die Sahne mit dem Sahnesteif und dem Vanillezucker auf. Kühlt sie, bis ihr sie braucht. 

Schritt 5

Schneidet die Böden zwei Mal waagerecht auseinander. Tränkt die Böden mit Kirschwasser oder Kirschsaft. Spannt am besten einen Tortenring um den unteren Boden. Füllt darauf das Kirschkompott in einer dicken Schicht.

Setzt den zweiten Boden auf und verteilt großzügig Sahne darauf. Jetzt kommt der Deckel an die Reihe. Dreht diesen am besten um, sodass die unebene Oberseite unten liegt. 

Streicht die Torte nun gleichmäßig mit Sahne ein. Verwendet ca. 4-5 Esslöffel der Sahne dafür, mit einem Spritzbeutel und Tülle nach Wahl ca. 12 Sahnetupfen aufzuspritzen. Setzt auf jeden Tupfen eine Kirsche auf. 

Bestreut die Oberfläche der Torte mit den Schokoraspeln. 

Für die Baumrinden-Deko holt ihr die Rolle mit der Schokolade nun aus dem Kühlschrank. Rollt sie vorsichtig auf, dadurch splittert die Schokolade automatisch auf. Setzt die Rinde nun einzeln an die Seite der Torte an.

Kühlt die Schwarzwälder Kirschtorte vor dem Anschneiden am besten nochmal 1-2 Stunden. 

Schwarzwälder Kirschtorte mit Schokoraspeln, Sahne und Kirschen dekoriert

2 Kommentare

Tina 3. Juni 2021 - 19:40

Genial vor allem der Tipp für die „Baumrinde“. Er war fast schneller gegessen als gebacken

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Simone Schäfer 4. Juni 2021 - 21:24

Wie schön, dass du diesen Klassiker ausprobiert hast! Die Baumrinde ist wirklich eine tolle Deko-Variation! 🙂

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