Basbousa- mein Rezept für den arabischen Grießkuchen!

von Simone Schäfer
Basbousa auf weißem Teller angerichtet

Der Basbousa- wo kommt er her?

Wir bereisen heute nicht nur ein Land, sondern unzählige Länder des Nahen Ostens, Nordafrikas und auch des Balkans. Der Basbousa ist ein Kuchen, der über den ganzen arabischen Raum sehr beliebt ist und von jedem Land dabei etwas anders genannt, verschieden interpretiert und zubereitet wird. 

Ursprünglich, so sagt man zumindest, kommt der Basbousa aus Ägypten. Das ist allerdings schon wirklich lange her und der Kuchen hat sich schnell in den verschiedensten Ländern verbreitet! Das kann ich mir nur zu gut vorstellen, denn der Kuchen ist so wahnsinnig lecker! Er wird sehr gerne in Marokko, Algerien oder auch in Syrien gegessen, um nur ein paar der Länder zu nennen. Unter anderem Namen, nämlich als Revani, ist er auch in der Türkei oder in Griechenland bekannt. 

Ich zeige euch heute meine Variante des Kuchens! Ich bin ja generell ein großer Fan der arabischen Küche. Vor allem habe ich hier allerdings meist die herzhaften Sachen probiert und das Süße ist eher so an mir vorbeigezogen. Das wird mir definitiv nicht noch einmal passieren! Die arabische Küche hat so leckere Desserts und Gebäcke, da kann man nicht genug davon kriegen!

Generell sind die Süßspeisen des arabischen Raumes sehr süß und mächtig! Also Diät halten ist dabei leider nicht angesagt. Dafür steht allerdings der Genuss im Vordergrund! Und der trifft uns hier mit voller Wucht- im sehr positiven Sinne! Denn die Süßspeisen werden meist mit vielen Gewürzen, verschiedenen Nüssen und blumigen Geschmäckern wie Rosenwasser oder Orangenblütenwasser verfeinert. Ein wahres Feuerwerk auf der Zunge!

Was macht den Basbousa so besonders?

Ich habe euch ja schon letztens meinen persischen Liebeskuchen gezeigt. Hier treffen Nüsse, Rosenwasser und ein leckerer Zuckersirup aufeinander. Eine wirklich tolle Geschmackskombination, die ich mir vorher gar nicht so vorstellen konnte. Aber als ich sie probiert habe, war ich einfach nur begeistert!

Genauso war es beim heutigen Rezept- dem Basbousa! Der Kuchen besteht hauptsächlich aus Grieß. Mehl wird hier keines verwendet. Weitere Zutaten sind Zucker, Zitronenabrieb, Vanillezucker und Backpulver. Was den Kuchen aber so schön saftig macht, sind viel geschmolzene Butter, Eier und Joghurt. Durch den säuerlichen Joghurt bekommt der süße Kuchen wieder etwas frische und schmeckt so herrlich saftig! 

Mein Highlight im Teig sind auf jeden Fall die Kokosraspel! Die Kombination aus Grieß, Joghurt und Kokos ist einfach genial. Getränkt wird der Kuchen, wie so oft bei arabischen Desserts, mit einem Zuckersirup. Dafür werden Wasser Zucker und Zitronensaft zusammen aufgekocht. Das Ganze wird dann noch mit etwas Rosenwasser oder Orangenblütenwasser verfeinert.

Ehrlich gesagt, habe ich noch nie mit Orangenblütenwasser gebacken oder gekocht. Daher war ich sehr gespannt, als ich die Flasche zum ersten Mal geöffnet habe! Ich habe mein Orangenblütenwasser übrigens im Internet bestellt. In türkischen oder arabischen Supermärkten sollte es aber auch leicht zu finden sein. Im normalen Supermarkt habe ich es bisher noch nicht entdeckt.

Das Orangenblütenwasser wird, wie der Name schon sagt, aus der Orangenblüte gewonnen. Genauer gesagt aus der Blüte der Blutorange. Durch einen speziellen Destillationsprozess wird zum einen Neroliöl und zum anderen Orangenblütenwasser gewonnen. Neroliöl ist eher ein ätherisches Öl und wird auch für Parfüms verwendet. Orangenblütenwasser kann man eben auch zum Kochen und Backen verwenden.

Ich fand den Geschmack wirklich sehr gut! Wie beim Rosenwasser ist er etwas blumig, aber dennoch frischer. Eine Kombination aus Blume und Orange würde ich sagen. 🙂 Bei der Dosierung wäre ich hier trotzdem ein bisschen vorsichtiger. Zu viel des Guten kann den Kuchen dann schon ganz schön intensiv werden lassen. Ich habe in den ganzen Sirup zwei Esslöffel davon gegeben. Das hat sich mit dem Zucker schön ergänzt und hat dem Kuchen insgesamt ein leichtes Aroma gegeben.

Probiert das Orangenblütenwasser auf jeden Fall einmal aus! Ich finde, es lohnt sich sehr, mit diesen Geschmäckern zu experimentieren. Bei uns Europäern sind diese Geschmacksrichtungen ja eher unbekannt. Wenn ihr gerne Süßes esst und Lust habt, dabei neue Geschmäcker zu entdecken, sind arabische Gebäcke und Desserts sicherlich genau das Richtige für euch!

Wie wird der Basbousa zubereitet?

Die Zubereitung des Basbousa ist übrigens gar nicht schwer! Der Grieß und alle anderen trockenen Zutaten werden in einer Schüssel gemischt. Die Butter wird geschmolzen und dazu gegeben. Eier und Joghurt machen das Ganze dann noch geschmeidiger. Hört sich nach einem relativ normalen Rührkuchen an, oder?

Eine Besonderheit gibt es allerdings schon! Der Kuchen wird nicht sofort gebacken, sonders erst für eine Stunde in den Kühlschrank gestellt. Der Basbousa wird so etwas fester und ihr könnt vor dem Backen schon Stücke daraus schneiden. Am besten eigenen sich hier Rechtecke oder Rauten. Jetzt kann zum Beispiel pro Stück noch eine ganze Mandel aufgesetzt werden. So findet man es zumindest in vielen Rezepten des Basbousa!

Anschließend müsst ihr den Kuchen für 30 Minuten backen und noch warm mit dem abgekühlten Sirup tränken. Der Basbousa saugt sich so richtig schön mit der Flüssigkeit voll! Dadurch bekommt er am Ende eine eher feste, aber eben super saftige Konsistenz. Genau mein Fall! Das mag ich sogar lieber als richtig fluffige Kuchen.

Viel Deko braucht es hier nicht. Wie schon erwähnt, könnt ihr den Basbousa noch mit ganzen Mandeln vor dem Backen dekorieren. Nach dem Backen können noch gehackte Pistazien oder Kokosflocken darübergestreut werden! Das reicht hier schon vollkommen aus. 

Dann würde ich sagen, holen wir mal eine Schüssel, ein Rührgerät und eine Springform aus dem Schrank und legen los mit der Zubereitung des Basbousa! 

Der Basbousa ist im gesamten Nahen Osten, Nordafrikas und Teilen des Balkans sehr beliebt!

Simone von Sheepy’s Bakery

 
 

Basbousa in Nahaufnahme mit Kokosflocken und Pistazien

 

Der Basbousa- ein arabischer Traum aus Grieß, Joghurt und Kokos! 

Diese Kombination hört sich doch schon einmal toll an, oder? Noch besser wird es aber, wenn außerdem noch ein Sirup aus Zucker und Orangenblütenwasser dazukommt. Wie ihr diesen saftigen Kuchen selbst Zuhause nachmachen könnt, erfahrt ihr gleich hier im Rezept.

Basbousa

Bewertung 3.7/5
( 35 Bewertungen )
Portionen: Springform 24x24cm Vorbereitungszeit: Backzeit: Nährwertangaben 200 Kalorien 20 grams Fett

Zutaten

Für den Teig:

  • 300g Weichweizengrieß
  • 200g Joghurt
  • 200g Butter, geschmolzen
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 100g Zucker
  • 2 TL Backpulver
  • 2 TL Zitronenabrieb
  • 2 Eier
  • 100g Kokosraspel

Für den Sirup:

  • 250ml Wasser
  • 250g Zucker
  • 1/2 Zitrone
  • 2 EL Orangenblütenwasser oder Rosenwasser

Für die Deko:

  • ganze Mandeln, gehackte Pistazien und ein paar Kokosflocken

Anleitung

Schritt 1

Vermischt in einer Schüssel zunächst den Grieß, den Zucker, das Backpulver, den Vanillezucker und den Zitronenabrieb.

Schmelzt die Butter in einem Topf und gebt sie dazu. Danach fügt ihr auch den Joghurt und die Eier hinzu und rührt alles mit eurem Rührgerät durch.

Anschließend hebt ihr noch die Kokosflocken unter.

 

Schritt 2

Fettet eine eckige Springform mit den Maßen 24x24cm (alternativ eine rechteckige Form) gut mit Butter ein. Füllt den Teig hinein, verstreicht ihn gleichmäßig und stellt ihn für eine Stunde in den Kühlschrank. 

 

Schritt 3

In der Zwischenzeit könnt ihr den Sirup vorbereiten. Dazu gebt ihr den Zucker, das Wasser, den Saft einer halben Zitrone und 2 Esslöffel Orangenblütenwasser in einen kleinen Topf. Das Ganze kocht ihr dann ca. 5 Minuten sprudelnd auf. Jetzt könnt ihr es zur Seite stellen und auskühlen lassen.

 

Schritt 4

Heizt den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. 

Nehmt den Teig nach einer Stunde aus dem Kühlschrank. Er ist jetzt schön fest geworden. Schneidet Rechtecke oder Rauten in der Form vor. Belegt jedes Stück mit einer ganzen Mandel.

Backt den Kuchen auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten bis er oben schön goldbraun ist. 

 

Schritt 5

Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, schüttet ihr den Sirup in der Springform über den noch warmen Kuchen. Die Flüssigkeit wird so schön aufgesaugt. Lasst den Kuchen dann bestenfalls nochmal eine Stunde stehen, damit der Sirup gut einziehen kann.

Löst dann die Springform und bestreut die Stücke noch mit etwas gehackten Pistazien und/oder Kokosraspel.

Basbousa mit goldenem Löffel

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