Weckmänner sind mehr als nur ein süßes Hefegebäck. Sie gehören zu den Rezepten, die Kindheitserinnerungen wecken und gleichzeitig ein Stück Tradition weitergeben. Für mich ist das einer der Gründe, warum ich sie jedes Jahr wieder backe. Die Form erinnert an den heiligen Nikolaus oder St. Martin, doch jedes gebackene Männchen trägt eine eigene Handschrift, besonders, […]
Weckmänner sind mehr als nur ein süßes Hefegebäck. Sie gehören zu den Rezepten, die Kindheitserinnerungen wecken und gleichzeitig ein Stück Tradition weitergeben. Für mich ist das einer der Gründe, warum ich sie jedes Jahr wieder backe. Die Form erinnert an den heiligen Nikolaus oder St. Martin, doch jedes gebackene Männchen trägt eine eigene Handschrift, besonders, wenn Kinder beim Formen helfen. In diesem Rezept teile ich nicht nur ein bewährtes Grundrezept, sondern vor allem konkrete Tipps, mit denen deine Weckmänner zuverlässig gelingen.
Wie bleibt der Weckmann weich und fluffig – auch am nächsten Tag?
Ein guter Weckmann überzeugt vor allem durch seine Textur. Außen sollte er goldgelb gebacken sein, innen weich, elastisch und nicht trocken. Damit das gelingt, braucht es einen möglichst feuchten Hefeteig. Er darf ruhig leicht klebrig sein, denn das sorgt für Saftigkeit. Wichtig ist außerdem, dass der Teig ausreichend Zeit zum Gehen bekommt. Nur so kann sich das Volumen richtig entfalten. Beim Backen sorgt eine Anfangstemperatur von etwa 180 Grad Celsius dafür, dass der Ofentrieb optimal ist. Nach dem Backen sollte der Weckmann vollständig abkühlen und dann direkt luftdicht verpackt werden, etwa in einem Gefrierbeutel. So bleibt er auch am Folgetag frisch. Wer ihn dann noch einmal servieren möchte, kann ihn kurz mit etwas Wasser bepinseln und bei 150 Grad wenige Minuten im Ofen auffrischen. Das Ergebnis kommt dem frisch Gebackenen erstaunlich nah.
Warum haben manche Weckmänner eine Pfeife und was hat das mit der Tradition zu tun?
Die Tonpfeife ist kein Deko-Gag, sondern eine bewusste Erinnerung an die ursprüngliche Bedeutung des Weckmanns: Er symbolisiert den Nikolaus oder einen Bischof, daher die Form mit Armen, Hut und oft der Pfeife als „Hirtenstab“. Früher war der Weckmann eine Gabenfigur zum Nikolaustag, besonders für Kinder, die artig waren. In manchen Regionen wurde die Pfeife als Geschenk betrachtet, also ein essbarer Nikolaus plus kleines Spielzeug. Wer also Weckmänner bäckt, trägt nicht nur ein Rezept weiter, sondern auch ein Stück Tradition. Ich persönlich finde: Ein Weckmann mit Pfeife ist mehr als Gebäck, er erzählt eine Geschichte. Und genau das macht ihn so besonders in der Adventszeit.
Weckmänner und St. Martin
Bei uns werden die Weckmänner nicht nur in der Adventszeit gebacken, sondern auch an St. Martin. Auch diese Tradition reicht schon Jahrhunderte zurück und daher sind Weckmänner nach dem Martinsumzug nicht mehr wegzudenken.
5 Tipps für perfekte Weckmänner
Ein weicher Teig bringt das bessere Ergebnis. Ein leicht klebriger Hefeteig ergibt besonders saftige Weckmänner. Deshalb solltest du beim Kneten eher etwas weniger Mehl verwenden. Beim Formen hilft es, die Hände leicht zu ölen oder minimal mit Mehl zu bestäuben. Dadurch lässt sich der Teig besser verarbeiten, ohne trocken zu werden.
Gib dem Teig genug Zeit zum Gehen. Damit die Weckmänner locker und luftig werden, sind zwei Gehzeiten entscheidend. Nach dem Kneten sollte der Teig mindestens eine Stunde ruhen, nach dem Formen nochmals etwa 20 Minuten. Nur so kann sich das Volumen optimal entwickeln.
Fixiere Rosinen oder Dekoelemente sorgfältig. Rosinen, Mandeln oder Tonpfeifen fallen beim Backen leicht ab, wenn sie nicht gut haften. Befeuchte sie leicht mit Wasser und drücke sie vorsichtig in den Teig. Wenn du möchtest, kannst du sie auch gegen Ende der Backzeit nochmals kurz andrücken, damit sie besser halten.
Bestreiche die Oberfläche zum richtigen Zeitpunkt. Für eine schöne, goldbraune Farbe solltest du die Weckmänner vor dem Backen mit einer Mischung aus Milch und Eigelb bestreichen. Achte jedoch darauf, dies erst direkt vor dem Einschieben in den Ofen zu tun. Wenn du den Guss zu früh aufträgst, kann er verlaufen und die Oberfläche wird ungleichmäßig.
Verpacke die Weckmänner nach dem Abkühlen luftdicht. Sobald die Weckmänner vollständig ausgekühlt sind, solltest du sie luftdicht aufbewahren, zum Beispiel in einem Gefrierbeutel oder einer verschlossenen Dose. Dadurch bleiben sie weich und trocknen nicht aus. Wenn du sie später servierst, kannst du sie im Backofen bei niedriger Temperatur kurz aufbacken, damit sie wieder wie frisch schmecken.
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Diese fluffigen Weckmänner sind ein süßer Hefegebäck-Klassiker für die St. Martinszeit und begeistern Groß und Klein.
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Vorbereitung 2 hourshrs30 minutesmin
Zubereitung 20 minutesmin
Gesamt 2 hourshrs50 minutesmin
Du benötigst
6Stück
Zutaten
350gWeizenmehl Typ 405
125mlMilch+2 EL zum Bestreichen
5gTrockenhefe
1PriseSalz
1TLZitronenabrieb
1Eigelb
75gZucker
50gweiche Butter
backfeste Schokotröpfchenoder Rosinen
1Eigelbzum Bestreichen
Zubereitung
Erwärmt die Milch lauwarm und löst die Hefe darin auf. Gebt das Mehl in eine Schüssel und formt in der Mitte eine Mulde. Kippt die Hefemilch dazu und verrührt sie mit etwas Mehl vom Rand zu einem Vorteig. Die Konsistenz sollte breiig sein und ihr dürft nicht das ganze Mehl verwenden. Deckt den Vorteig ab und lasst ihn 20 Minuten ruhen.
Gebt das Eigelb, die Butter, den Zucker und den Zitronenabrieb zum Vorteig. Knetet ihn für 5-7 Minuten kräftig durch. Deckt den Teig erneut ab und lasst ihn eine weitere Stunde bei Zimmertemperatur ruhen.
Teilt den Teig auf etwas Mehl in 6 gleich große Stücke. Formt daraus jeweils eine ca. 3cm dicke Rolle und legt sie senkrecht vor euch.Drückt oben den Teig etwas zusammen, sodass Hals und Kopf entstehen. Schneidet die Rolle für die Arme darunter links und rechts schräg zur Mitte hin ein. Biegt die Teigstränge zur Seite hin auf. Schneidet die Rolle nun noch von unten zur Mitte hin einmal senkrecht durch, sodass sich Beine bilden. Biegt auch diese jeweils seitlich weg. Drückt für die Augen zwei Schokotröpfchen in den Kopf und für die Knopfleiste 4 Stück in den Bauch.Deckt die Weckmänner nochmal ab und lasst sie weitere 20 Minuten ruhen.
Heizt den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. Verquirlt das Eigelb mit ca. 1-2 EL Milch und bestreicht die Weckmänner damit.Backt sie nun für 20 Minuten goldbraun.
Nährwertangaben: Weckmänner
Angaben pro Portion
Kalorien
355
% Tagesbedarf*
Fett
10
g
15
%
Gesättigte Fettsäuren
5
g
31
%
Transfettsäuren
0.3
g
Mehrfach ungesättigte Fette
1
g
Einfach ungesättigte Fette
3
g
Cholesterin
85
mg
28
%
Natrium
131
mg
6
%
Kalium
112
mg
3
%
Kohlenhydrate
59
g
20
%
Zucker
14
g
16
%
Eiweiß
8
g
16
%
* Die prozentualen Tageswerte basieren auf einer 2000-Kalorien-Ernährung
Guten Appetit
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