Das beste Mandelhörnchen Rezept
Mandelhörnchen sind süße kleine Leckerbissen, von denen ich sofort mehrere auf einmal verputzen kann. Das Zusammenspiel aus süßem Marzipan, intensiven[…]
Mehr dazuWenn die Butter auf Zimmertemperatur kommt und der alte Fleischwolf aus dem Schrank geholt wird, weiß ich: Es ist wieder Zeit für Omas Spritzgebäck. Der Duft nach Vanille, Butter und Zucker gehört für mich zu Weihnachten wie Kerzenlicht und alte Blechdosen voller Kekse. Meine Oma hat ihr Rezept nie aufgeschrieben. Sie konnte den Teig fühlen, wusste genau, wann er richtig war. Irgendwann habe ich gelernt, diesen Moment selbst zu erkennen, und seitdem backe ich ihn jedes Jahr genauso: mürbe, duftend und einfach perfekt.
Spritzgebäck ist mehr als nur ein Keks. Es ist ein Stück Kindheit und Erinnerung an Nachmittage in der warmen Küche. Die Zutaten sind schlicht, aber von bester Qualität. Es braucht keine aufwändige Deko und keinen bunten Zuckerguss, nur Butter, Zucker, Mehl und etwas Vanille. Wenn die ersten Kringel aus dem Ofen kommen und der Duft den Raum erfüllt, schmeckt es genau so, wie Weihnachten früher gerochen hat.

Das Geheimnis für mürbes Spritzgebäck liegt in der Butter und in der Ruhe beim Arbeiten. Meine Oma hat den Teig nie mit der Maschine gemacht. Sie hat alles mit den Händen vermengt, bis sich die Zutaten gerade so verbunden hatten. Der Teig durfte anschließend mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen. Durch die Kälte zieht die Butter leicht an, der Teig wird formstabil und bekommt beim Backen diese feine Krume, die auf der Zunge zergeht.
Der Fleischwolf war das Herzstück jeder Weihnachtsbäckerei. Ich erinnere mich an das gleichmäßige Knarzen, wenn der Teig langsam hindurchgedrückt wurde und die ersten Kringel herauskamen. Die Konsistenz musste dabei stimmen. Der Teig sollte weich genug sein, um sich formen zu lassen, aber fest genug, um die Struktur zu behalten. Wenn er zu fest war, gab meine Oma einen kleinen Schuss Milch dazu, bis er sich geschmeidig durchdrehen ließ. Mein Rezept ist so ausgelegt, dass du es im Fleischwolf, der Gebäckpresse oder oder mit einem Spritzbeutel backen kannst.
Frisch aus dem Ofen ist Spritzgebäck köstlich, aber nach zwei bis drei Tagen entfaltet es erst seinen vollen Geschmack. Die Aromen verbinden sich und das Gebäck wird etwas weicher und entwickelt diesen typischen Duft, den man sofort mit Weihnachten verbindet. Ich backe Spritzgebäck daher nie in letzter Minute, sondern immer schon Anfang Dezember, damit es rechtzeitig sein perfektes Aroma bekommt.
In Omas Speisekammer standen mehrere alte Keksdosen aus Metall, sorgfältig ausgelegt mit Butterbrotpapier. Dort lagerte das Gebäck kühl und trocken, ohne dass es weich wurde. Ich mache das heute genauso. Zwischen jede Lage kommt ein Stück Backpapier, damit die Kringel nicht zusammenkleben. Ein kleines Stück Apfel sorgt für die richtige Restfeuchtigkeit, wird aber nach zwei Tagen wieder entfernt. Auf diese Weise bleibt das Spritzgebäck wochenlang frisch und behält seinen buttrigen Geschmack.
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